

Die besten und schlechtesten Lizenzspiele – und welche wir uns noch wünschen
Im Laufe der Jahre haben wir unzählige Lizenzspiele erlebt – einige haben uns begeistert, andere uns völlig enttäuscht. Während manche Titel ihre Vorlage perfekt einfangen und die Fans glücklich machen, sorgen andere für Frust und Kopfschütteln. Doch neben diesen Höhen und Tiefen gibt es auch Lizenz-Ideen, die uns bis heute fehlen und großes Potenzial hätten. Wir haben unsere Favoriten, größten Flops und Wunschprojekte zusammengetragen.
Alex
Bestes Lizenzspiel: Tron: Evolution
Neben den fiktiven Universen von Star Wars, Der Herr der Ringe und Star Trek gehört auch das Tron-Franchise zu meinen absoluten Lieblingsszenarien. Ich würde sogar so weit gehen, den 2011 erschienenen zweiten Film Tron: Legacy als meinen absoluten Lieblingsfilm zu bezeichnen. 2010 bereits kam hierzu das Spiel Tron: Evolution auf den Markt, das einen Teil der Vorgeschichte zum Kinofilm beinhaltete.
Von der Fachpresse wurde diese Versoftung jedoch eher negativ aufgenommen. Sogar von einer Lizenz-Gurke war vielerorts die Rede. Diese Meinung kann ich jedoch überhaupt nicht teilen. Ja, objektiv betrachtet gab es sicherlich noch schönere und bessere Spiele. Das Kampfsystem war etwas fummelig und auch die Fortbewegungsmechaniken mit den Wallruns konnte oft genug zum Bildschirmtod führen.
Aber: Tron: Evolution schaffte es absolut hervorragend, die Stimmung der Tron-Welt einzufangen. Mit ein wenig Eingewöhnungszeit klappten sowohl die Kämpfe als auch die Sprungpassagen gut, und vor allem bot das Spiel alles, was man von einem Tron-Ableger erwartete. Die wunderschöne, unverwechselbare Cyber-Optik, der geniale Sound, Panzerfahrten, die Lightbikes und noch vieles mehr war enthalten und ließen mich das Spiel mehr als einmal durchspielen. Daher breche ich hier gerne eine Lanze für Tron: Evolution, das meiner Meinung nach zu Unrecht als schlechtes Spiel abgetan wurde.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Größte Lizenzgurke: WRC 9
Manchmal bringt ein Entwicklerwechsel frischen Wind in eine Sportspielreihe. Im Falle der WRC-Reihe war dies jedoch ganz klar nicht der Fall. Lieferte bis einschließlich WRC 4 die italienische Rennspielschmiede Milestone noch sehr ordentliche Arbeit ab, konnte ab WRC 5 im Jahr 2015 das französische Entwicklerstudio Kylotonn das Niveau überhaupt nicht halten. Dabei war die leicht veraltete Grafik gar nicht einmal das Hauptproblem, denn auch die Milestone-WRCs hatten die Konsolen nicht unbedingt zum Schwitzen gebracht. Wenn jedoch die Fahrzeuge absolut unfahrbar sind, dann kommt wirklich kaum Spielspaß auf. Abgeschreckt von schlechten Wertungen ließ ich auch dementsprechend die ersten WRC-Ableger aus Frankreich komplett aus. Was ich im Vorfeld gesehen hatte, reichte mir völlig aus.
Im Zuge eines Sales sicherte ich mir dann irgendwann doch einmal WRC 9 aus dem Jahr 2020. Es war ja günstig. Man hätte hier annehmen können, dass die Entwickler mit zum Releasezeitpunkt vier veröffentlichten Teilen im Rücken aus ihren Fehlern gelernt und zumindest ordentliche Arbeit abgeliefert hätten. Doch leider war das Gegenteil der Fall, was vor allem an den nach wie vor nahezu unfahrbaren Vehikeln lag. Erst gegen Ende ihres Wirkens konnte Kylotonn dann mit WRC 10 und WRC Generations überzeugende Arbeiten abliefern, die sich auch in unseren Reviews gut schlugen. Insofern bin ich nach wie vor froh, erst wieder mit WRC 10 so richtig in die Reihe eingestiegen zu sein.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Mein Lizenzwunsch
Abseits der großen Franchises wie Star Wars oder Star Trek gibt es auch noch eine Menge anderer Sci-Fi-Lizenzen, die durchaus eine Videospielumsetzung verdient hätten. So wäre ein weiterer Ableger zu Battlestar Galactica oder eine Art Mass Effect im deutschen Perry-Rhodan-Universum doch sicherlich verdammt coole Ideen. Gerade Letzteres hätte mit all seinen Völkern, den unsterblichen Protagonisten, den Mutanten und der generell gigantischen Lore definitiv ein irrwitziges Potential. Da es für beide Lizenzen jedoch tatsächlich bereits Videospielableger gibt, fällt meine Wahl auf eine dritte, von mir persönlich sehr geschätzte Serie.
Die Rede ist von Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion. In den 60ern war das „deutsche Star Trek“ seiner Zeit absolut voraus, trotz der eigentlich veralteten Schwarz-Weiß-Optik. Ikonische Instrumente an Bord des schnellen Raumkreuzers wie Bleistiftspitzer oder das berühmte Bügeleisen zeugten vom grandiosen Einfallsreichtum und Improvisationstalent der Produzenten. Wie cool wäre also ein Videospiel in diesem Universum? Als Offizier an Bord der Orion oder der Tiefseebasis herumlaufen, mit den bekannten Charakteren interagieren, die fiesen Frogs bekämpfen und allerlei Abenteuer auf fremden, unerforschten Planeten erleben, das böte definitiv einiges an Möglichkeiten. Und über eine verbrauchte Lizenz könnte sich hier wahrlich niemand beschweren.
Daniel
Bestes Lizenzspiel: Mordors Schatten
Bei der Frage nach dem für mich besten Lizenzspiel drängen sich gleich mehrere Namen in den Vordergrund, von der grandiosen Arkham-Reihe, über Marvel's Spider-Man, bis hin zu Cyberpunk 2077, Hogwarts Legacy oder jüngst Star Wars Outlaws. Ein Spiel, das mich allerdings bis heute enorm fasziniert, weil es in einer Zeit mit Innovationen glänzte, in der man dachte, dass man in Sachen Videospiele eigentlich alles gesehen hat, ist Mordors Schatten. Der düstere, atmosphärische und durch und durch sehenswerte Open-World-Titel im Mittelerde-Universum fängt nicht nur die Stimmung in und um Mordor hervorragend ein, sondern trifft auch die Charaktere auf den Punkt. Hinzu kommen eine tolle Original-Story, ein motivierendes Kampfsystem und natürlich das Herzstück des Spiels - das Nemesis-System. Dieses Alleinstellungsmerkmal macht es möglich, dass Feinde, die uns besiegt haben, immer stärker werden und sich für uns zur echten Herausforderung entwickeln. Außerdem wurde hier das Spiel mit Stärken und Schwächen der Gegner zur Perfektion getrieben, was für ein abwechslungsreiches, forderndes und rundum unterhaltsames Gameplay sorgt.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Größte Lizenzgurke: Star Wars Kinect
Das Star-Wars-Universum ist voll von Licht und Schatten, das trifft auch auf die Videospiel-Sparte zu, die uns in der jüngeren Vergangenheit zwar wieder echte Qualität lieferte, aber auch einige Komplettausfälle hervorgebracht hat. Ich weiß noch, wie sehr ich mich damals gefreut habe, als Star Wars Kinect angekündigt wurde, da es uns endlich ermöglichen sollte, selbst ein Lichtschwert zu schwingen. Obwohl die Bewegungserkennung sogar recht gut funktioniert und die Welten des Spiels auch durchaus ansprechend gestaltet sind, arten gerade die Lichtschwertkämpfe in der Praxis dann einfach nur noch in wildes Rumgefuchtel aus, das alles andere als episch ist. Der absolute Tiefpunkt des Spiels ist dann aber der an Just Dance angelehnte Tanzmodus, bei dem wir unter anderem mit einer leicht bekleideten Leia in Jabbas Gefangenschaft mit einigen Twileks mit dem Hintern wackeln und zur richtigen Zeit die angezeigten Bewegungen nachahmen müssen. Das war dann selbst für mich als eingefleischten Fan zu viel, sodass der Titel seither ein Dasein weit hinten in meinem Gaming-Schrank fristet.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Mein Lizenzwunsch
Wenn ich mir überlege, welche Lizenz mich im Gaming-Bereich am meisten reizen würde, fällt mir relativ schnell die Titanic ein. Wie großartig wäre es, wenn man den riesigen Ozeandampfer während seiner Jungfernfahrt ausgiebig untersuchen könnte, zum Beispiel im Rahmen eines modernen Point-and-Click-Adventures. Hier könnte sich zum Beispiel eine an Mord im Orientexpress angelehnte Detektivstory entfalten, die uns bis zur Zeit des Unglücks die bekannten Schauplätze des Schiffs besuchen und nach Hinweisen absuchen lässt. Eine frei begehbare originalgetreu umgesetzte Titanic wäre für mich auf jeden Fall ein Highlight, gerade, mit den grafischen Möglichkeiten der modernen Engines.
Domi
Beste Lizenzspiel: Hogwarts Legacy
Die zauberhafte Welt von Hogwarts hat in den vergangenen Jahren schon einige Spiele hervorgebracht, doch Hogwarts Legacy hebt das Erlebnis auf ein ganz neues Level. Die offene Spielwelt rund um das legendäre Schloss ist so detailverliebt und stimmungsvoll gestaltet, dass man sich direkt wie ein echter Zauberschüler fühlt. Besonders beeindruckend ist die Freiheit, die das Spiel bietet: Vom Erkunden der Winkelgasse über das Brauen von Tränken bis hin zu spannenden Duellen bietet das Spiel unzählige Möglichkeiten, die magische Welt zu entdecken. Selbst ohne direkte Verbindung zur Geschichte von Harry Potter fängt Hogwarts Legacy die Atmosphäre der Vorlage perfekt ein und ist damit für mich das beste Lizenzspiel.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Größte Lizenzgurke: Aliens: Colonial Marines
Wenige Spiele haben die hohen Erwartungen ihrer Fans so spektakulär enttäuscht wie Aliens: Colonial Marines. Angekündigt als nervenaufreibender Shooter im Alien-Universum, entpuppte sich der Titel als unfertiges Chaos voller Bugs, schlechter KI und uninspiriertem Gameplay. Besonders frustrierend war das Versprechen, den Survival-Horror der Filme einzufangen – stattdessen wurde man mit unfreiwillig komischen Feinden und einer katastrophalen Story konfrontiert. Selbst Fans der Reihe konnten dem Spiel wenig abgewinnen, und so bleibt Aliens: Colonial Marines für mich eine der größten Lizenzgurken überhaupt.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Mein Lizenzwunsch
Die skurrilen Erfindungen von Wallace und der stoische Blick seines treuen Hundes Gromit sind einfach Kult. Obwohl es bereits einige Spiele mit den beiden gibt, fehlt mir bis heute ein richtig kreatives Tüftel-Adventure, das ihr Potenzial voll ausschöpft.
Stell dir vor, man könnte in einer offenen Spielwelt Wallace’ Werkstatt frei erkunden und dabei selbst skurrile Maschinen zusammenbauen. Mit Zahnrädern, Federn und allerlei kuriosen Bauteilen ließe sich ein komplexes Puzzle-System entwickeln, bei dem die Spieler kreative Lösungen finden müssen, um witzige Aufgaben zu bewältigen – sei es das automatische Teezubereitungs-System, ein selbstfahrender Käsewagen oder ein mechanischer Wachhund, der versehentlich Nachbars Katze jagt.
Ein solches Spiel könnte den typischen Wallace-&-Gromit-Humor perfekt einfangen und Fans wie Neulingen gleichermaßen Spaß machen. Besonders in Kombination mit liebevoller Stop-Motion-Optik und charmanten Dialogen hätte so ein Tüftel-Abenteuer enormes Potenzial!
Marv
Bestes Lizenzspiel: Marvel’s Spider Man
Auch 2025 bleibt Marvel's Spider-Man mein liebstes Lizenzspiel, und das aus gutem Grund. Allein das unglaubliche Gefühl, durch New York City zu schwingen, ist unübertroffen. Die Steuerung ist so intuitiv, dass man sich sofort wie Spider-Man fühlt, während man mit Leichtigkeit zwischen den Wolkenkratzern hindurchfliegt. Diese Bewegungsmechanik ist einfach perfekt umgesetzt und macht das Erkunden der offenen Welt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Hinzu kommt die charmante Story, die den typischen Spider-Man-Humor einfängt und gleichzeitig interessante Charakterentwicklungen bietet. New York City ist als Open-World-Setting fantastisch designt. Ich liebe die Details, die lebendige Atmosphäre, die dem Spiel eine unverwechselbare Identität geben.
Auch das Gameplay punktet in meinen Augen durch seine Vielfalt: Die Kampfmechaniken, die sich an Batman-Spielen orientieren, bringen eigene, frische Elemente ein. Grafisch ist das Spiel zudem, besonders auf der PS5, ein echter Augenschmaus.
Neben der Haupthandlung gibt es zahlreiche Nebenmissionen und Aktivitäten, die den Spieler bei Laune halten sollen. Allerdings muss man hier sagen, dass manche der Open-World-Sammelaufgaben auf Dauer etwas eintönig wirken. Trotzdem überzeugt die Balance zwischen Action und ruhiger Erkundung, die das Spiel so fesselnd macht. Marvel's Spider-Man bleibt für mich also der Inbegriff eines gelungenen Lizenzspiels.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Lizenzgurke: Enter The Matrix
Auch im Jahr 2024 bleibt Enter the Matrix für mich die ungeschlagene Lizenzgurke. Die Hauptprobleme beginnen bei der unfertigen Entwicklung: Das Spiel musste zeitgleich mit dem Film veröffentlicht werden, was zu einer unfertigen und unpolierten Spielerfahrung führte (und das in Zeiten, in denen nicht mal einfach „nachgepatcht“ werden konnte). Die Steuerung war ein weiteres großes Ärgernis – Wandläufe und Zeitlupen-Effekte wirkten ruckelig und frustrierend. Hinzu kommt die schwache Grafik, die selbst für 2003 unterdurchschnittlich war.
Die schlecht gestalteten Levels führten dazu, dass man sich ständig verirrte, und die Kämpfe waren langsam und unfreiwillig komisch. Die Gegner-KI war lachhaft, was die Kämpfe zu einer reinen Geduldsprobe machte. Ressourcenmanagement, insbesondere die Verwaltung von Fokus und Gesundheit, war frustrierend und störte den Spielfluss.
Besonders enttäuschend war für mich, dass man nicht Neo, sondern Ghost oder Niobe spielte. Die enge Abstimmung mit den Filmemachern erschwerte zudem anscheinend die Entwicklung und das überambitionierte Konzept, parallel zum Film eine eigene Geschichte zu erzählen, schien die Entwickler zu überfordern. So wurde aus einer ganz netten Idee eine Lizenzgurke für die Ewigkeit.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Simone
Bestes Lizenzspiel: Hogwarts Legacy
An Lizenzspielen gibt es einige gelungene Exemplare. So fällt mir beispielsweise direkt Agatha Christie - Mord im Orientexpress von Microïds Lyon ein, das das Original gekonnt aufgreift und in einer kreativen Idee weiterentwickelt, in dem es wirklich gut in die Neuzeit transferiert wird. Oder die beiden Star-Wars-Battlefront-Teile aus der PlayStation2-Ära, die die unzähligen Gefechte in diversen, typischen Sternenkrieg-Leveln präsentieren und insbesondere im lokalen Splitscreen ihr großes Potential entfalten. Die zugrunde liegende Lizenz mit am Besten umgesetzt hat aber meiner Meinung nach Hogwarts Legacy, auch wenn es sich nicht um den Zauberschüler Harry Potter dreht und die Geschichte sogar kleinere Schwächen aufweist. Die Spielwelt ist allerdings so grandios umgesetzt, dass sie eine magische Atmosphäre schafft, die die Vorlage perfekt einfängt und absolut stimmungsvoll präsentiert. Insbesondere das Schloss Hogwarts hat es mir dabei angetan, das die aus den Filmen bekannte Bereiche zum einem so runden, glaubwürdig Gesamtbild erweitert, dass ich schon Lust gehabt hätte, in den Hogwarts Express einzusteigen und selbst durch die Gänge der Schule zu streifen. Hach, hätte sich doch nur damals nicht die Eule mit der Einladung verflogen!
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Größte Lizenzgurke: Der Herr der Ringe: Gollum
Wenn ich an ein schlechtes Lizenzspiel denke, drängt sich mir als erstes Barbie Race & Ride für die PlayStation auf, mit der unschön-schrägen Musik, den teils zähen Minispielen und vor allem ewig langen Ladezeiten. Die Präsentation von Barbie selbst ist aber ganz gut umgesetzt und in Summe bietet das Spiel auch einen unbeabsichtigten Unterhaltungswert. Dass sie zum Beispiel den Hasen die Karotten aus dem Gehege klaut, anschließend stocksteif wie beim Militär dasteht und absolut monoton „Das hat echt Spaß gemacht“ verkündet, hat damals schon für einen Lacher gesorgt. Barbie steckt die ganzen Schwächen aber noch recht gut weg. Einer anderen titelgebenden Figur aus einer bekannten Vorlage gelingt so etwas deutlich schlechter bis gar nicht, so dass ich als Lizenzgurke hier ein Spiel nenne, obwohl ich es selbst gar nicht gezockt habe. Der Herr der Ringe: Gollum hat mich aber im Voraus leider so weit abgeschreckt, dass ich dem Spiel erst gar keine Change gegeben habe. Technische Probleme wie Bugs, Grafik- und Clippingfehler, gefolgt von Gameplay-Schwächen, die hakelig sind und aus dem Nichts zu diversen Spielenden führen können, haben nicht gerade dafür gesorgt, dass ich mich dem Abenteuer stellen wollte. Noch schlimmer wiegt aber für mich die Mimik des Protagonisten. So scheint diese in den Zwischensequenzen schon gut Emotionen zu tragen. Doch sobald Gollum fertig gesprochen hat, springt sein Gesichtsausdruck in die Default-Einstellung zurück – einem ziemlich leeren Blick mit großen Augen eines Mondkalbs oder einer Kuh, wenn es blitzt. Das ist zwar ebenfalls unfreiwillig komisch wie etwa Barbies Kommentar, zerstört aber bei einem so zwiegespaltenen Charakter wie Gollum immens die Immersion des Spiels.
Bitte akzeptiere die Cookies für Externe Medien um dieses Video anzuzeigen
Lizenzwunsch: Detektiv Conan
Die Manga- und Anime-Vorlage von Detektiv Conan gibt es schon eine geraume Zeit, nämlich seit Anfang der 1990er. Doch der Erfolg rund um den Oberstufenschüler Shinichi Kudo, der durch ein verabreichtes Gift im Körper eines Kindes steckt und mit seinem scharfen Verstand diverse Kriminalfälle löst, während er versucht, seinen Widersachern auf die Spur zu kommen, ist immer noch ungebrochen. Gerade nach dem letztjährig neu erschienenen Detektiv-Conan-Kinofilm (und einem Kinobesuch mit Kaito Kid nur ein paar Plätze weiter in der Reihe) ist mein Wunsch nach einem neuen Ableger für die Zocklaufwerke erneut aufgeflammt. Zwar gibt es bereits ein paar Videospiele, aber die meisten sind in unseren Breitengraden bisher nur schwer zugänglich gewesen. Detektiv Conan: Die Mirapolis-Ermittlung, das für die Wii erhältlich ist, hat mir allerdings gut gefallen, weil es trotz manch kleiner Länge im Erzähltempo die Lizenz gut eingefangen und die Fallaufklärung Spaß gemacht hat. Ähnlich aufgezogen und noch ein wenig nachgeschärft, wäre das durchaus ein Spiel, dem ich absolut nicht abgeneigt wäre.
Marvin Kolb
Leidenschaftlicher Zocker, der irgendwo zwischen Shootern, Plattformern, Action-Adventures und arcadigen Sportspielen zuhause ist. Zu den Lieblingsreihen gehören Resident Evil, The Last Of Us, Call Of Duty und GTA.