Hardware

Das EPOS | SENNHEISER GSP 370 Headset im Test

Von Dominik Probst am 10. Juni 2020

Als Gamer benötigt man irgendwann ein Headsets. Auf dem Markt gibt es gefühlt tausende verschiedene in jeglicher Preisklasse. Wir haben uns für euch das EPOS | SENNHEISER GSP 370 angesehen und einem Test unterzogen.

Preis & Technische Details

Schauen wir uns zuerst einmal die technischen Details und den Preis an. Die UVP laut EPOS liegt bei 199,00 €, auf den gängigen Vergleichsportalen schwankt der Preis um wenige Euro hoch oder runter, damit befinden wir uns also im Mittelpreissektor.

Technische Details

Batterielaufzeit 100 Stunden
Aufladezeit 1 Stunde
Betriebstemperatur 0 – 40 °C
Reichweite (direkte Sicht) 10 Meter
Reichweite (Büro) 10 Meter

Dimensionen

Maße 80 mm + 200 mm + 180 mm
Höhe 180 mm
Gewicht 285 g
Kabellänge 1500 mm

Erstes Highlight der GSP 370 ist die extrem lange Akkulaufzeit. Mit bis zu 100 Stunden kann man hier locker ein ganzes Wochenende durchzocken ohne einmal aufladen zu müssen. Und bei einer Ladezeit von knapp einer Stunde wäre auch das kein Problem. In unserem Test zeigten sich beide Werte realistisch. Das Laden ging flott und das Headset wurde gefühlt nie leer. Obwohl wir Musik hörten, Filme schauten und natürlich etliche Matches in verschiedenen Games gespielt haben.

Mikrofon

Das EPOS | SENNHEISER GSP 370 verfügt über ein Noise-Cancelling-Mikrofon, das versucht, störende Hintergrundgeräusche wie Surren, Brummen, Rauschen oder Ähnliches herauszufiltern. Das tut es auch richtig gut! Unsere Mitspieler konnten uns jederzeit gut und klar verstehen. Von so einem Ergebnis sind wir auch ausgegangen, bei dem Preis. Das Mikrofon kann durch  hochklappen direkt stumm geschaltet werden, was eine nette Zusatzfunktion ist. Es lässt sich allerdings nicht einfach vom Headset entfernen/abnehmen.

Optik & Haptik

Das GSP 370 ist optisch eher ein schlichtes Headset. Farblich wurde hier auf Schwarz, Grau und Weiß gesetzt. Dieses schlichte Design gefällt uns sehr gut, wirkt es doch in sich stimmig und trotzdem edel. Das Mikrofon befindet sich an der linken Seite und kann einfach heruntergeklappt sowie näher an den Mund gebracht werden. Die Kopfstütze ist angenehm weich gepolstert und schmiegt sich sehr gut an den Kopf an. Da das GSP 370 ein Over-Ear-Headset ist, kommt der wirklich gute Halt durch den Druck auf unsere Ohren zustande. Die Ohrpolster sind bequem und verteilen den Druck auf den ganzen Kopf, sodass man ihn nicht spürt, auch nicht nach längeren Sessions.

Das komplette Headset ist  hochwertig verarbeitet und fühlt sich auch dementsprechend wirklich gut an. Günstigere Headsets sind meist aus billigem Plastik, das man auch in den Händen spürt und spätestens auf dem Kopf merkt. Das GSP 370 ist solide, mit seinen knapp 300 g auch relativ leicht und sieht gut aus: uns gefällt es.

Konnektivität

Das GSP 370 wird mittels mitgeliefertem USB-Dongle drahtlos mit dem PC verbunden. Der Dongle kümmert sich um eine möglichst latenzfreie Kommunikation zwischen Headset und PC. Im Grunde funktioniert alles via Plug-&-Play, allerdings kann man mit der zugehörigen Software und den Treibern noch mehr aus dem Sound herausholen. Wir empfehlen an dieser Stelle, die neusten Treiber zu installieren. In der Software lassen sich viele verschiedene Dinge einstellen, wie Equalizer, Rauschunterdrückung und was man sonst so von Audiotreibersoftware kennt.

Geladen wird das Headset per Micro-USB-Kabel, von denen eins im Lieferumfang enthalten ist. Sollte das Kabel  verloren oder kaputt gehen, lässt sich kostengünstig ein neues auftreiben. Schön ist auch, dass man das Headset an der PS4 nutzen kann. Einfach den Dongle einstecken und losspielen.

Einen kleinen Minuspunkt erhält das GSP 370 an dieser Stelle von uns, da es nicht möglich ist, per Klinkenkabel eine kabelgebundene Version zu nutzen. Man ist also gezwungen, immer den Dongle parat zu haben, wenn man auf eine LAN-Party oder ein ähnliches Event geht.

Sound

Zu guter Letzt gehen wir noch auf den Sound des GSP 370 ein. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass dieser sehr klar klingt und doch auch einen guten Bass besitzt. Im Vergleich zu den von uns sonst benutzten Beats Solo 3 Wireless, klingen die GSP 370 anfangs etwas sanfter und leerer, da die Beats doch relativ basslastig sind. Nach ungefähr zehn Minuten war dieser Eindruck verflogen und wir waren begeistert von der Klangqualität.

Egal, ob Sprachchat, Klassik, Dubstep oder Metal, alles war sehr gut hörbar und gefiel. Auch Filme schauen ist mit dem Headset kein Problem. Leise Hintergrundgeräusche konnten wir im Test bei den gängigen Shootern ebenfalls vernehmen.

Sehr schön  ist, dass man am rechten Ohr ein Drehrad für die Lautstärke angebracht hat. Dadurch hat man jederzeit die Kontrolle darüber, wie laut oder leise man den Sound haben möchte, ohne ständig am Spielsound oder am PC-Sound hantieren zu müssen.

Gsp 370 B4 Detail Closeup

Fazit

Das EPOS | SENNHEISER GSP 370 ist ein wirklich gutes Mittelpreis-Headset mit der hochwertigen Technik von Sennheiser. Dank des mitgelieferten USB-Dongles kann man fast latenzfrei am Geschehen teilhaben. Wer sein Klangerlebnis verbessern will, hat die Chance, mittels Software nachzuhelfen und auch weitere Einstellungen vorzunehmen. Schön ist auch, dass das Mikro sich stumm schalten lässt, sobald es nach oben bewegt wird. Genauso hilfreich ist das Lautstärkerad an der rechten Ohrmuschel. Die schlichte Optik des GSP 370 gefällt und wirkt hochwertig und edel. Die Akkulaufzeit mit knapp 100 Stunden ist extrem lang und hält locker ein Gaming-Wochenende durch. Ein kleiner Minuspunkt ist das Fehlen eines AUX-Anschlusses, um das Headset per Kabel zu betreiben.

Pro:
  • Klarer Sound
  • Sehr bequem
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kabellos
Contra:
  • Kein AUX-Anschluss
Webentwickler, Technik-Nerd und Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe. Dazu fast keine Konsolengeneration ausgelassen und auch sehr interessiert an Indie-Games.

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