Review

Conglomerate 451 – Klone räumen die Stadt auf

Von Dominik Probst am 6. März 2020
Publisher: 1C Entertainment
Release: 20. Februar 2020
Genre: Dungeon-Crawler
Entwickler: RuneHeads
Verfügbar für: PC | PS4
USK Altersfreigabe: ausstehend

Vor Kurzem kam ein neuer Cyberpunk Dungeon-Crawler namens Conglomerate 451 auf die Spiele-Plattform Steam. Was ein Dungeon-Crawler ist, und wie sich Conglomerate 451 schlägt, erfährst du im folgenden Review.

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Der Einsatz von Kampf-Klonen

Im Jahr 2099 kontrollieren korrupte Konzerne alle kriminellen Aktivitäten und treffen Arrangements mit Gangs und Gesetzlosen in der Stadt Conglomerate City. Die Stadt befindet sich in Sektor 451. Die Regierung der Stadt hat als letzten Ausweg eine außergewöhnliche Gegenmaßnahme gestartet. Private Firmen dürfen Kampf-Klone offiziell nutzen und in den Kampf schicken, damit Sektor 451 von jeglicher Kriminalität befreit wird. Koste es, was es wolle.

Zu Beginn des Spiels schlüpfen wir in genau so eine Kampf-Klon-Truppe, die gerade auf einem Einsatz ist. Dabei lernen wir die Grundlagen des Dungeon-Crawlers. Diese zeichnen sich durch die spezielle Bewegungsart und  durch einen bestimmten Kampfablauf aus. Wir bewegen uns also Schritt für Schritt vorwärts, vergleichbar wäre es mit einem Spielbrett, auf dem wir immer ein Feld nach vorne gehen. Dabei können wir uns per Knopfdruck um 90 Grad drehen und mit der Maus umsehen. That’s it, mehr Bewegungssteuerung gibt es nicht.

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Zwölf verschiedene Klassen

Die Kämpfe sind rundenbasiert und bieten uns durch vier verschiedene Fähigkeiten jedes einzelnen Charakters eine gute Abwechslung und die Möglichkeit, eine bestimmte Taktik zu verfolgen. In unserem Team sind maximal drei Klone enthalten. Diese können wir uns im Laufe des Spiels aus zwölf unterschiedlichen Klassen zusammenstellen. Da wäre zum Beispiel der Soldat, der zwar sehr flexibel ist und hohe Defensivwerte hat, aber nur über eine geringe Reichweite verfügt. Dann gäbe es noch den Infiltrator mit großem Schaden und Reichweite, aber er ist körperlich schwach. Als letztes Beispiel nehmen wir noch den Drifter, der als Supporter seine Kollegen stärker macht, aber defensiv sehr schlecht aufgestellt ist.

Als Statuswerte hätten wir beispielsweise die Gesundheit, Initiative, Treffsicherheit und einige Widerstandswerte. Hier unterscheidet sich jede Klasse noch einmal untereinander. Und zu guter Letzt kann man sich noch aus einer Auswahl an Fähigkeiten genau vier heraussuchen: sei es eine Angriffs- oder Verteidigungsfähigkeit, Letztere unterscheidet sich noch einmal in Defensive und Heilung. Haben wir die Gegner erledigt, ist der Kampf gewonnen und wir ziehen von dannen.

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Auf unserer Mission finden wir immer wieder mal eine Truhe, die wir öffnen können. Darin befinden sich vielleicht Komponenten, mit denen wir unser Team aufwerten können oder  ein Schlüssel, um eine Tür zu öffnen. Um an Komponenten zu gelangen, können wir auch unsere Umgebung scannen. Sollten wir ein kompatibles Objekt finden, lässt sich per SPU-Extraktion bei Erfolg ebenfalls eine Komponente entnehmen. Die Extraktion ist relativ simpel gehalten, kann aber trotzdem schwierig werden. Wir kappen die Verbindungen einer SPU-Platine im richtigen Moment, dabei drehen sich die Verbindungen allerdings relativ fix.

Türen lassen sich, wie erwähnt, mit einem Schlüssel öffnen oder aber auch direkt hacken. Ein kleines Minispiel später geht die Tür auf, oder auch nicht. Auch andere Geräte sowie etliche Gegner lassen sich hacken. Bei unseren Feinden können wir beispielsweise den Gesundheitswert auslesen oder ein Implantat beschädigen, um uns Vorteile zu verschaffen.

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Gleichbleibende Quests

Leider unterscheiden sich die Missionen sich nicht wirklich untereinander. Erstens gibt es nur wenige unterschiedliche Locations, die zwar bei jeder Mission etwas anders aufgebaut sind, aber nicht wirklich viel. Zweitens sind die Ziele fast immer gleich. Einen Gegenstand finden, einen Gegner töten oder ein Objekt benutzen. Hier hätte man auf jeden Fall viel mehr Abwechslung schaffen können, denn so wird es schnell langweilig. Da helfen auch die etlichen Anpassungen unserer Charaktere nicht wirklich.

Grafisch überzeugt uns Conglomerate 451 auf allen Ebenen. Die Texturen sind scharf und sehen gut aus. Die Umgebungen sind schön gestaltet und unterstreichen das Cyberpunk-Genre. Manche Gegner bewegen sich etwas seltsam, teilweise schlagen sie auch komisch zu, aber das kann man unter den Teppich kehren im Vergleich zum Rest. Bei Thema Sound hat man auch gute Arbeit geleistet. Es gibt einige Soundtracks, die je nach Ort abgespielt werden. Diese klingen gut und geben dem Spiel ebenfalls eine gute Atmosphäre. Die Sprachausgabe ist in Englisch gehalten, aber es gibt gute deutsche Untertitel.

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Fazit

Conglomerate 451 ist für einen Dungeon-Crawler ein gutes Spiel, das allerdings mit einigen Schwächen daherkommt. Es ist toll, dass man viele verschiedene Anpassungsmöglichkeiten für sein Team hat und somit jeder Durchlauf etwas anders sein könnte. Allerdings stören vor allem die Wiederholung der Questziele und die gleichbleibenden Orte. Nichtsdestotrotz wird jeder, der Spaß an einem Dungeon-Crawler hat, eine gute Zeit mit Conglomerate 451 haben.

Pro:
  • Einige Anpassungsfähigkeiten für das Team
  • Tolle Grafik
  • Gutes Setting
Contra:
  • Wiederholende Questziele
  • Gleichbleibende Orte
  • Wenige Gegner bewegen sich seltsam
Story
3 von 5 Buddies
Gameplay
3 von 5 Buddies
Grafik
4 von 5 Buddies
Sound
3 von 5 Buddies
Atmosphäre
4 von 5 Buddies

Spiel getestet auf: PC

Unsere Wertung:

6.5 / 10
Webentwickler, Technik-Nerd und Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe. Dazu fast keine Konsolengeneration ausgelassen und auch sehr interessiert an Indie-Games.

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