

The Dark Pictures - Man of Medan im Test
Mit der Dark Pictures Reihe liefern Supermassive Games, die Macher des Erfolgstitels Until Dawn, Nachschub für Horrorfans. Wir geben euch hier einen kleinen Einblick in den ersten Teil der Reihe mit Namen Man of Medan:
In vielerlei Hinsicht erinnert Man of Medan an Until Dawn. So ist es auch hier unsere Aufgabe, eine Gruppe von Jugendlichen auf einem Ausflug zu begleiten, der potenziell tödlich endet. Wie viele der jungen Männer und Frauen das Abenteuer überleben, hängt von unseren Entscheidungen ab. Die Gruppe besteht aus insgesamt vier Personen und ihrer Kapitänin, die sie auf ihrem Tauchausflug aufs offene Meer begleitet. Dort hoffen die Protagonisten, in den Tiefen des Ozeans ein Wrack zu entdecken, das sie mit etwas Glück zu einem Schatz führt. Dass bei der Reise nicht alles glatt geht, ist vorprogrammiert und so stehen die Jugendlichen schon bald einer Gruppe von brutalen Räubern gegenüber, die sie mitten auf hoher See fernab jeglicher Zivilisation gefangen nehmen und ihnen alle Informationen über den Schatz entlocken wollen. Die unwirsche See führt letztlich dazu, dass das kleine Boot unfreiwilligerweise ein altes verlassenes Transportschiff aus dem Zweiten Weltkrieg aufspürt. Auf der Suche nach potenziellen Schätzen zwingen die Räuber die Freunde dazu, das Schiff zu betreten. Wenig später merken wir, dass das gruselige Kriegsschiff nicht nur eine gespenstische Atmosphäre besitzt, sondern dass es dort wirklich Geister gibt. Schneller als es den Freunden lieb ist, geht es um Leben und Tod, denn die Räuber, aus deren Fängen sie entkommen wollen, sind bei Weitem nicht die einzige Gefahr.
In Man of Medan müssen wir nicht nur darauf achten, welche Dialogoptionen wir wählen. Auch einzelne Handlungen und unvorsichtige Aktionen können schnell den Tod einer Figur bedeuten. Damit dies nicht allzu schnell passiert, entdecken wir in der Spielwelt regelmäßig Bilder an der Wand, die uns mit gewissen Vorahnungen versorgen. Diese sind zwar sehr vage, können aber in der einen oder anderen Situation dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Des Weiteren wartet das Spiel, ebenso wie Until Dawn, mit regelmäßigen Qucik-Time-Events auf, deren Zeitrahmen teilweise extrem kurz ist. Zwar bedeutet nicht jedes vergeigte Event gleich den Tod, allzu viele Schnitzer sollte man sich aber nicht erlauben. Bei dem Abenteuer wird auch die Beziehung zwischen den einzelnen Figuren auf die Probe gestellt und entwickelt sich stetig weiter. Im Menü können wir immer genau verfolgen, welche Figuren gerade in welchem Verhältnis zueinander stehen.
Man of Medan ist grafisch nicht ganz auf dem Niveau, wie wir es aus Until Dawn kennen. Die Gesichter sind bei Weitem nicht so detailliert und wirken hier und da maskenhaft. In Anbetracht der sehr präsenten Schockmomente und Jumpscares ist die etwas geringere Grafikqualität hier und da aber auch ganz angenehm. Technisch kann Man of Medan ebenfalls nicht rundum überzeugen. So sind Steuerung und Kameraführung häufig etwas ungelenk und auch auf diverse Ruckler müssen wir uns einstellen, sowohl in den Sequenzen als auch im Spiel.
Fazit:
Alles in allem sollte Man of Medan allen, die Until Dawn mochten, Spaß bereiten. Die Charaktere sind sympathisch und man baut recht schnell eine Beziehung zu ihnen auf. Daher ist man auch bestrebt, die Handlungen und Dialogoptionen so zu wählen, dass sie es nicht mit dem Leben bezahlen müssen. Mit Horroratmosphäre und Jumpscares wird ebenfalls nicht gespart, sodass auch ausreichend Grusel vorhanden ist. Die Geschichte kann nicht ganz mit Until Dawn mithalten, ist aber weitestgehend in Ordnung. Die größten Mängel weist Man of Medan auf technischer Ebene auf, sowohl bei der grafischen Umsetzung als auch bei Steuerung und Kameraführung. Spaß macht der Tauchausflug mit ungewissem Ausgang aber in jedem Fall.
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- Sympathische Charaktere
- Gelungene Horrorstimmung
- Entscheidungen haben unter Umständen fatale Folgen
- Teils hölzerne Gesichtsanimationen
- Story wenig innovativ
- Kameraführung oftmals chaotisch

Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.