

Die Black-Mirror-Reihe kehrt zurück - mit Messenger of Death: Blood Bond
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Messenger of Death: Blood Bond ist ein für 2027 angekündigtes, klassisches Point‑and‑Click‑Adventure und ein offizielles Prequel zur Gothic‑Adventure‑Reihe „Black Mirror“. Es spielt 1828 in Edinburgh und erzählt die Vorgeschichte des Gordon‑Fluchs, der in der ursprünglichen Trilogie im Mittelpunkt steht.
Im vergangenen Jahr fragten wir uns noch: „Was ist eigentlich aus der Black‑Mirror‑Reihe geworden?“ – und befassten uns mit dem Weg von der ursprünglichen Trilogie bis zum eher durchwachsenen Reboot von 2017. Genau an dieser Stelle setzt „Messenger of Death: Blood Bond“ an, weil es mehrere der damals angesprochenen offenen Punkte direkt aufgreift und fortführt.
1. Rückkehr zur klassischen Adventure‑DNA
Es wurde oft kritisiert, dass das 2017er „Black Mirror“ sich vom klassischen Point‑and‑Click‑Ansatz entfernte und dadurch Fans der alten Schule verlor. „Messenger of Death“ positioniert sich dagegen klar wieder als traditionelles Adventure mit Fokus auf Erkundung, Dialogen und Rätseln – also genau jenem spielerischen Kern der ursprünglichen Reihe
2. Lore‑Pflege statt eines kompletten Bruchs
Kommentare und Reviews machten immer wieder deutlich, dass viele Fans die dichte Familien‑Saga um die Gordons und den Fluch als Herzstück der Reihe sehen. Das Prequel greift diese Lore nicht nur wieder auf, sondern setzt zeitlich davor an: im Jahr Edinburgh 1828 mit dem neuen Charakter Joshua Gordon als Teil der Blutlinie. Damit beantwortet es auch indirekt die Frage, ob die Reihe erzählerisch „auserzählt“ ist – sie erweitert die Vorgeschichte, statt alles neu zu erfinden.
3. Brücke zwischen Nostalgie und Neustart
Nach der Originaltrilogie und einem polarisierenden Reboot wirkte die Marke orientierungslos. „Messenger of Death“ schließt genau diese Lücke, indem es sich eindeutig an Fans der alten Spiele richtet (klassische Struktur, Gothic‑Atmosphäre, Serien‑Mythologie), zugleich aber als Einstiegspunkt für neue Spieler taugt. Black‑Mirror‑Fans haben im Reboot vor allem eines vermisst: glaubwürdige Charaktere statt reiner Schockeffekte. „Messenger of Death“ knüpft daran an, indem es Joshua und Detective Norton als kontrastierendes Duo etabliert und den Horror wieder als Mischung aus psychologischer Bedrohung, Okkultismus und Kriminalfall erzählt – also genau in der Tradition der Originaltrilogie mit neuem Twist dank wechselnder Hauptcharaktere.
Messenger of Death: Blood Bond wirkt insgesamt wie eine direkte Reaktion auf die Kritikpunkte des Reboots, indem es erzählerisch an die alte Gordon‑Saga anknüpft, spielmechanisch zum klassischen Adventure zurückkehrt und dennoch den perfekten Einstieg für neue Spieler markiert. Ob es dabei alte und neue Spieler gleichermaßen erreicht und den sicherlich hohen Erwartungen gerecht werden kann, erfahren wir dann zum Release, auf den wir wohl noch etwa ein Jahr warten müssen. Bis dahin bleibt ausreichend Zeit, um die geniale Ur-Trilogie oder auch das Reboot mit etwas anderem Ansatz nachzuholen und sich für die Zeitreise innerhalb der Gordon-Familie zu wappnen. Die Steam-Seite zu Messenger of Death ist im Übrigen bereits online:
https://store.steampowered.com/app/4213960/Messenger_of_Death_Blood_Bond/
Daniel Walter
Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.