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Tokyo Xtreme RacerTokyo Xtreme Racer

Unsere Einsteigertipps zu Tokyo Xtreme Racer - Mit Vollgas durch die Nacht

Von Alex Jung am 22. März 2026 · 7 Min. Lesezeit. Zum Spiel hier klicken.

Mit Tokyo Xtreme Racer haben die japanischen Entwickler von Genki ein Rennspiel auf den Markt gebracht, das irgendwie anders ist und fast schon aus der Zeit gefallen wirkt. Nicht umsonst haben wir es in unserem Review auch als Renn-Rollenspiel bezeichnet, denn abseits des simplen Gasgebens bietet Tokyo Xtreme Racer einige andere, interessante Mechaniken. Und die sollte man auf dem Schirm haben, wenn man erfolgreich sein möchte. Wir haben euch in unserem Guide einmal ein paar Tipps für einen guten Einstieg zusammengefasst.

Die zwei Währungen im Überblick

Tokyo Xtreme Racer stellt uns nach jedem Sieg CP und BP zur Verfügung. Während CP simple Credits darstellen, mit denen wir Dinge kaufen können, sind die BP die Erfahrungspunkte im Spiel. Insgesamt gibt es vier Perks genannte Skilltrees, in die wir unsere BP investieren können. Unter Machine finden wir die Fahrzeuge, die im Spiel verfügbar sind. Tuning bezeichnet leistungssteigernde Zubehörteile wie neue Einspritzsysteme, Fahrwerke oder Bremsen. Der Menüpunkt Driver bezieht sich, analog zu einem Rollenspiel, auf die Lebensenergiepunkte sowie Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten. Bei Perk schließlich gibt es noch weitergehende Verbesserungen, durch die wir etwa Lebensenergiepunkte regenerieren, wenn wir einen sauberen Sektor absolvieren. Gerade zu Spielbeginn ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Denn in welchen Fortschritt sollte man seine hart verdienten und knappen BP denn nun am besten investieren?

Leistung ist (zunächst) alles

Egal für welchen der drei Startfahrzeuge wir uns entscheiden, eines ist ihnen allen gemein: Wirklich viel Motorkraft haben sie (noch) nicht. In der Natur der Sache liegt dabei, dass ein Mazda MX-5 eben von Haus aus nur mit viel Tuning die Leistung erreicht, die ein Nissan Skyline GT-R aus dem Stand heraus aufweist. Oder anders gesagt lohnt es sich durchaus, den fahrbaren Untersatz im Laufe des Spiels zu wechseln. Wichtig hierbei ist, dass wir neue Fahrzeuge über BP freischalten müssen, bevor wir sie kaufen können. Diese fehlen uns dann aber wiederum bei den anderen Skilltrees. Es lohnt also definitiv, sich einen Fahrplan zu überlegen, zu welchem der High-Performance-Fahrzeuge man am Ende gelangen möchte. Einfach wild Boliden freischalten bringt uns somit nicht wirklich voran.

Dank des Tunings können aber auch vermeintlich schwächere Autos richtig an Performance gewinnen. Für einen langen Zeitraum im Spiel empfiehlt sich also ein Vehikel aus dem mittleren Bereich (zum Beispiel Subaru Impreza, Toyota GR Yaris, Mitsubishi Lancer), welcher sich recht schnell freischalten lässt und dank umfangreichem Tuning lange mit den „Großen“ mithalten kann. Haben wir in jedem Tuning-Bereich den Maximallevel freigeschaltet, können wir diese Teile direkt in jedes neu angeschaffene Auto einbauen, da die Stufen nicht aufeinander aufbauen. Ab dann lässt es sich also deutlich besser mit neuen fahrbaren Untersätzen herumexperimentieren.

Money, Money, Money

Steigen wir ins Tuning ein, ist natürlich zunächst die Motorleistung im Fokus. Schließlich nutzt uns ein brillantes Rennfahrwerk recht wenig, wenn wir auf den ersten Metern bereits komplett den Anschluss verlieren. Daher sollte die Priorität zu Spielbeginn erst einmal auf den reinen PS liegen. Doch spätestens nach den ersten Spielstunden empfiehlt es sich, auch die Dinge abseits des Motors ins Blickfeld zu rücken. Denn gerade in kurvigeren Abschnitten verlieren wir trotz überlegener Motorleistung den Anschluss, wenn wir kaum um die Kurven kommen.

Ebenso macht uns das Getriebe einen Strich durch die Rechnung, wenn wir zwar mit Hunderten von PS beschleunigen, das Auto dann aber bei 260 km/h einfach abregelt und der Gegner fröhlich winkend an uns vorbeizieht. Um den enormen Bedarf an Credits zu decken, sind einige Skills im Driver-Bereich nützlich. Denn dort können wir Boni freischalten, die uns nach einem Rennsieg bis zu 80 % mehr Einnahmen generieren. Eine in Summe überschaubare BP-Investition, die sich im Spielverlauf noch enorm auszahlt.

Zudem sollte man zumindest einmal das Maximallimit für erhaltbare Credits und BP anheben, damit wir bei einem umfangreichen Ausflug durch die Nacht nicht Gefahr laufen, völlig umsonst Rennen bestritten zu haben, da wir nichts mehr zusätzlich verdienen können. Eine nette Ergänzung sind Multiplikatoren nach einer gewissen Anzahl an Rennsiegen. Gerade zu Beginn eines neuen Abschnitts strotzt die Karte nur so vor komplett neuen Gegnern, die es zu besiegen gilt. Ein Multiplikator nach ein paar Rennsiegen ist dann schnell erreicht und sichert uns weitere Einnahmen, zumal auch Duelle gegen normale Verkehrsteilnehmer in die Siegwertung einfließen. Mit den Kollegen lässt sich der Zähler also mit überschaubarem Risiko schnell nach oben treiben.

Einmal ignorieren, bitte

Neben den Crewmitgliedern begegnen uns zahlreiche Wanderer im Spiel. Manches Mal sind diese Einzelkämpfer unter einer besonderen Prämisse unterwegs und lassen sich beispielsweise nur dann herausfordern, wenn wir einen bestimmten Fahrzeug-, Antriebs- oder Tuningtyp abbilden. Als Komplettist ist man natürlich geneigt, alles sofort zu erledigen. Doch Vorsicht: Zum einen kostet ein neues Fahrzeug, welches man letztlich nur für ein Rennen benötigt, enorm viel Geld. Kosten und Nutzen stehen hier also erst einmal in keiner Relation, selbst wenn wir das Auto im Anschluss direkt wieder verkaufen.

Zum anderen sind die Wanderer alles andere als Nasenbohrer, die mit Standard-Karren antreten. Die Mädels und Jungs nutzen vielmehr ordentliche Performance-Upgrades, sodass wir oft nur mit einem voll ausgebauten Fahrzeug eine reelle Chance haben, was weitere Kosten nach sich zieht. Es empfiehlt sich also, diese Extrawurst-Wanderer zu einem späteren Zeitpunkt anzugehen, wenn Geld eine deutlich geringere Rolle spielt.

Der Level ist nicht alles

Das heißt jedoch nicht, dass man pauschal nie eine Chance gegen höherklassige Gegner hat. Sofern man nicht anstrebt, jedes Rennen im Spiel auf Anhieb zu gewinnen, kann man stärkere Teammitglieder oder Wanderer bei der ersten Sichtung bereits zum Duell herausfordern. Denn neben der Motorleistung sind Skill und Glück nicht zu unterschätzende Faktoren in Tokyo Xtreme Racer. Je nachdem, wie einem der vorausliegende Streckenabschnitt liegt, kann man dort schon einen Unterschied machen. Und dann ist da ja auch noch der Verkehr. So manches aussichtslose Duell haben wir gewonnen, weil der siegessichere Kontrahent in den nächstbesten Lieferwagen gerauscht ist. Es gilt also: Niemals aufgeben!

Und da die Rennen sehr oft weniger als eine Minute dauern, hält sich der Frust bei Wiederholungen stark in Grenzen. Abgesehen von den Duellen, welche von einem Parkplatz aus starten, gestaltet sich der Verkehr fließend. Verlieren wir also, weil wir an einer engen Stelle hängenbleiben, ist die Straße nach der nächsten Kurve vielleicht deutlich breiter. Nehmen wir das Wettrennen erneut auf, ist der Startpunkt dementsprechend weitergezogen, im Idealfall auf eine Piste, welche unserem Auto und uns deutlich mehr entgegenkommt. So lassen sich selbst hartnäckigere Kontrahenten unter Umständen nach ein paar Versuchen knacken.

Verborgene Qualitäten

Auch wenn die Verlockung groß ist, bei einem Street-Racing-Game das optische Tuning auf die Spitze zu treiben, so ist dies gerade zu Spielbeginn ein nicht ganz unkritischer Kostenfaktor. Möchten wir unsere biedere Kutsche also mit Front-, Heck und Seitenschürze, Motorhaube, Spoiler, Felgen sowie Untergrundbeleuchtung aufpimpen, geht locker mal fast eine Million über den Ladentisch. Geld, das wir für andere Tuning-Optionen tatsächlich sinnvoller verwenden könnten. Sofern wir also nicht in Schönheit sterben möchten, empfiehlt es sich, zu Spielbeginn den Fokus auf reines Performance-Tuning zu legen. Keine Sorge: Die Zeit, um mit einem extravaganten Monster-Boliden die Konkurrenz zu schocken, kommt früh genug.

Ohren offenhalten

Auf den Parkplätzen im Spiel begegnen euch neben besonderen Gegnern noch zahlreiche Gesprächsoptionen, bei denen die Streetracer oder Zuschauer ihre Gedanken mit euch teilen. Hierrüber erfahrt ihr tatsächlich die eine oder andere nützliche Information, speziell wenn es um die Vorlieben der verschiedenen Wanderer im Spiel geht. Diese Infos werden im Glossar des Spiels abgespeichert, sodass wir dort nachlesen können, welche Voraussetzungen wir für ein Duell erfüllen müssen. Man sollte die Gespräche auf den Parkplätzen also nicht gänzlich ignorieren, da sie uns im späteren Spielverlauf noch nützlich sein könnten.

Park and Ride

Ohnehin kommen den Parkplätzen in Tokyo Xtreme Racer eine besondere Bedeutung zu. Sind wir gerade so richtig im Flow, aber die Reifen pfeifen aus dem letzten Loch, dann können wir dort gegen einen gewissen Obolus einen frischen Satz aufziehen, um uns anschließend wieder in das Getümmel zu stürzen. Daneben stellen die Parkplätzen eine Art Schnellreisesystem dar, sofern wir den entsprechenden Perk freigeschaltet haben. Diesen finden wir ganz rechts außen im Perk-Skilltree und sollten ihn gerade zu Spielbeginn auf keinen Fall ignorieren. Denn so sparen wir uns doch einige Verbindungsetappen.

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Alex Jung

Alex Jung

Seit dem ersten Gameboy begeisterter Konsolenzocker. Neben Rennspielen, Action-Adventures und JRPGs sind auch Indie-Perlen gerne im Laufwerk gesehen. Zu den zahlreichen Lieblingsspielen gehören GTA Vice City, Metal Gear Solid, Overboard!, Ys VIII, die Uncharted- und Forza-Horizon-Reihe sowie Gran Turismo 7.

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