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Review

EA Sports F1 24 im Test: Ein echter Start-Ziel-Sieg?

Von Daniel Walter am 7. Juni 2024. Getestet auf PS5. Zum Spiel hier klicken.

Mit EA Sports F1 24 legen Electronic Arts und Codemasters den diesjährigen Ableger ihrer beliebten Formel-1-Simulation vor. Welche alten und neuen Features dabei auf uns warten, erfahrt ihr im Test.

Eine wahre Karrierevielfalt

Das zentrale Element des Rennspiels ist auch in diesem Jahr wieder die Karriere. Diese gliedert sich in F1 24 allerdings in vier verschiedene Spielvarianten. So dürfen wir uns zum Beispiel für eine klassische Fahrerkarriere entscheiden, die uns entweder einen eigenen Rennfahrer erstellen oder aber einen der offiziellen F1-Fahrer auswählen lässt, um als Teil eines der zehn wichtigsten Teams der Königsklasse um die großen Siege mitzufahren. Hier entscheiden wir uns zunächst dafür, ob wir in der Formel 2 anfangen, um uns nach oben zu arbeiten oder, ob wir direkt in der F1 starten. Die Länge der Saison kann ebenfalls variiert werden, je nachdem, ob wir eine komplette oder eine benutzerdefinierte Variante bevorzugen, bei der wir zwischen zehn, 16 oder 24 Rennen wählen können.

Nachdem wir im Anschluss Individualisierungsoptionen wie die Fahrhilfen, die Schwierigkeit oder auch die Struktur der Rennwochenenden, also zum Beispiel die Länge der Quali oder die Renndistanz, an unsere Fähigkeiten und Bedürfnisse angepasst haben, geht es danach an die Charakterwahl. Beim eigenen Charakter dürfen wir Details wie Geschlecht, Herkunft, Fahrernummer oder den Namen bestimmen und uns außerdem für eines von 51 (!) vorgefertigten Avataren entscheiden, deren Gesichtszüge äußerst realistisch daherkommen und die zudem eine große Bandbreite an ethnischen Backgrounds abdecken - und zwar bei männlichen und bei weiblichen Vertretern. Weiterhin ist es möglich, das Farbschema des Helmes oder auch die Podiumsgesten und Siegerfunksprüche zu verändern. Ebenfalls interessant ist die Wahl unserer Akademie, also des Rennstalls, bei dem wir unseren Durchbruch gefeiert haben. Wenn wir uns für eine der fünf Akademien, Mercedes, Ferrari, Red Bull, Alpine oder McLaren entscheiden - was wir im Übrigen nicht müssen - verbessert sich unser Ruf beim jeweiligen Rennstall und gibt uns dadurch die Möglichkeit, mehr Einfluss auf die Entwicklung unseres Wagens zu nehmen.

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Bevor es richtig losgeht, entscheiden wir uns dann noch für eines der zehn aktuellen Formel-1-Teams und wählen außerdem aus, welcher der beiden gegenwärtigen Fahrer unser Teamkollege sein soll. Entscheiden wir uns zu Beginn hingegen nicht für einen individuellen Charakter, sondern für einen echten Profi, fällt der Teil der Charakteranpassung natürlich weg. Stattdessen wählen wir aus 20 Formel-1-, 22 Formel-2- und 17 Icon-Fahrern unseren Favoriten aus. Letztere beinhalten zum Beispiel Ayrton Senna, Michael Schumacher, Mika Häkkinen oder Felipe Massa und richten sich daher natürlich an echte F1-Fans der Vergangenheit. Mit dem gewählten Rennfahrer entscheiden wir uns logischerweise auch gleich für einen Rennstall, außer bei den Icons, die wir, wie unseren selbst erstellten Fahrer, einem beliebigen Team zuweisen dürfen. An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, dass die Gesichter der Profis im neuen F1-Ableger wirklich hervorragend aussehen und die Versionen der Vergangenheit in Sachen Realismus noch einmal deutlich übertreffen. Egal, ob es um die detailliert ausgearbeiteten Haare, um die Hautstruktur mitsamt Poren, Falten und Unebenheiten oder um Mimik, Gesichtsanimationen oder die Darstellung der Augen geht, Stars wie Max Verstappen, Lewis Hamilton, Fernando Alonso oder Charles Leclerc sehen ihren realen Vorbildern wirklich zum Verwechseln ähnlich.

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Ein lebendiges Drumherum

In F1 24 wird uns die Karriere nicht, wie bei vielen anderen Sportspielen üblich, nur als schlichtes Menü präsentiert. Stattdessen wartet die Simulation mit einer aufwendig umgesetzten, von hochwertigen Sequenzen durchsetzten Spielerfahrung auf, die uns auch abseits des Renngeschehens in das Leben eines Formel-1-Fahrers eintauchen lässt. Los geht alles in Monaco, wo wir uns mit unserer Agentin treffen, um die Details des Vertrages zu besprechen und auch unsere Ziele festzulegen. Hier haben wir die Wahl, ob wir uns leichtere oder höhere Ziele stecken. Je schwieriger das gewählte Ziel zu erreichen ist, desto höher wird unsere Anerkennung im Team ausfallen, was sich wiederum positiv auf die Entwicklung unseres Fahrzeugs auswirkt. Verfehlen wir die Zielsetzung allerdings, verlieren wir unseren Bonus auch wieder, sodass wir nicht zu hoch pokern sollten.

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Nach der Vertragsunterzeichnung geht es für uns direkt in die schicke Teamzentrale, die im Rahmen eines Videos ansprechend inszeniert wird. In der Zentrale wechseln wir dann wiederum zum recht schlicht gehaltenen Dashboard, das uns Zugriff auf die wichtigsten Spielelemente abseits des Rennens gibt. So finden wir hier neben einer Übersicht über unsere aktuellen Fertigkeitspunkte, die nächsten Rennen sowie die Chatverläufe mit Teammitgliedern, Agenten und Teamchef auch die Kategorie "Spezialist:Innen". Hier können wir Kontakt zu unterschiedlichen Experten unseres Teams aufnehmen, um uns von ihnen bestimmte Herausforderungen für das nächste Rennen abzuholen. Erfüllen wir die entsprechenden Ziele, können wir unser Fahrzeug im Wirkungsbereich des jeweiligen Spezialisten durch einen Bonus zusätzlich verbessern, zum Beispiel dadurch, dass die Fehlschlagrate der installierten Upgrades sinkt oder auch die Kosten für bestimmte Komponenten reduziert werden. Zu den Zielen der Spezialisten, die übrigens nicht immer alle verfügbar sind, gehören zum Beispiel der simple Abschluss eines Rennwochenendes oder auch die Teilnahme an einer festgelegten Anzahl an Rennsessions.

Im Forschungs- und Entwicklungsbereich der Teamzentrale dürfen wir die durch unsere Erfolge verdienten Punkte dann auf die Bereiche Aerodynamik, Chassis, Antrieb und Strapazierfähigkeit verteilen, um unser Auto und das unseres Teamkollegen aufzuwerten. Auch, wenn wir uns leider nicht frei durch das Hauptquartier des Teams bewegen dürfen, ist die Umrahmung der Karriere in EA Sports F1 24 wieder hervorragend gelungen, ganz gleich, ob es um die regelmäßigen Anrufe unserer Agentin, um Interaktionsmöglichkeiten wie bei der Vertragsunterzeichnung oder um stimmungsvolle Sequenzen wie beispielsweise bei der Aufnahme des jährlichen Grid-Fotos geht. Eine richtige Story hält F1 24 allerdings nicht bereit, diese wäre dann wirklich die Kirsche auf der Sahnetorte gewesen.

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Mehr als nur Fahren

Neben der klassischen Fahrerkarriere wartet F1 24 wie bereits erwähnt mit drei weiteren Optionen auf. Hierzu gehört die My-Team-Karriere, die es uns erlaubt, ein eigenes F1-Team zu leiten und gleichzeitig für selbiges zu fahren. Hierbei wählen wir zunächst, ob unser Team ein Newcomer, ein Herausforderer im Mittelfeld oder ein Titelanwärter sein soll, was wiederum Auswirkungen auf die Ressourcen, das Budget und natürlich auch die Erwartungshaltung der Geldgeber hat. Anschließend kümmern wir uns neben der Erstellung unseres Fahrers, nach dem bereits oben erwähnten Schema, auch um den Teamnamen, den Primärsponsor, der uns mit wöchentlichen Zahlungen und Boni finanziert, sowie um den Motorenhersteller und unseren Teamkollegen. Im Gegensatz zur Fahrerkarriere dürfen wir uns hier außerdem bei der Gestaltung der Rennanzüge, der Fahrzeuglackierung mitsamt Platzierung der Sponsorenaufkleber und anderer Dekosticker sowie beim Entwurf des Teamlogos kreativ austoben.

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Ähnlich wie bei der klassischen Karriere ist auch die Teamkarriere von stimmungsvollen Sequenzen durchzogen, die uns zum Beispiel die Pressepräsentation des Teamwagens hautnah miterleben lassen. Schön ist hier außerdem, dass wir, beispielsweise im Rahmen einer Talkshow, selbst aktiv werden und mit wählbaren Antwortmöglichkeiten unser Auftreten nach außen lenken können. Dabei wurden die Pressefragen auch vollständig vertont, was für eine äußerst hochwertige Präsentation sorgt. Je nachdem, wie wir unsere Antworten wählen, und dabei zum Beispiel einzelne Abteilungen des Teams loben, ist es auch möglich, dass wir dadurch kleinere Boni erhalten.

Das Dashboard der Teamkarriere entspricht weitestgehend dem der Fahrerkarriere, bringt allerdings einige Besonderheiten mit. So haben wir unter anderem die Chance, einzelne Abteilungen wie Personal, Marketing oder auch eine der vier bereits oben genannten Forschungs- und Entwicklungsbereiche mit einer Geldspritze zu optimieren und dadurch verschiedene positive Effekte freizuschalten. Außerdem erlaubt uns das Team-Dashbaord, bis zu vier Sekundärsponsoren zu gewinnen, die zusätzliches Geld, aber auch individuelle wöchentliche Ziele mitbringen. Darüber hinaus sind wir als Teamchef auch für das Planen der Teamaktivitäten abseits der Rennstrecke verantwortlich. So können wir beispielsweise Pressetouren anleiern, um die Anerkennung unseres Fahrers zu steigern, Trainingslager veranstalten, um die Werte unseres Zweitfahrers zu steigern oder auch Warenverkäufe organisieren, um das Teambudget zu optimieren. Dabei steht uns für jeden Monat ein bestimmtes Zeitkontingent für die Aktivitäten zur Verfügung. Die Teamkarriere verläuft insgesamt ähnlich wie die klassische Karriere, bietet mit individuellen Schwerpunkten aber eine etwas andere Spielerfahrung, sodass wir uns auf zwei sinnvoll voneinander abgegrenzte Offline-Spielvarianten freuen können.

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Zusätzliche Möglichkeiten für Karriere-Fans

Mit der Zweispielerkarriere wartet eine weitere Karriereoption auf uns, bei der wir gemeinsam mit einem Freund die Herausforderungen des Rennfahrer-Alltags meistern können und uns dabei, wie bei der klassischen Karriere, neben den Rennen auch um Aspekte wie Verträge, Forschung und Entwicklung oder Rivalitäten kümmern. Hierfür wird aufgrund der Online-Komponente allerdings ein aktives PS-Plus-Abo vorausgesetzt.

Anders sieht es bei der neuen Herausforderungskarriere aus, bei der wir zwar auch online gegen andere antreten, allerdings nur indirekt über unsere gesammelten Punkte und die damit verbundene Rangliste. Das Interessante hierbei ist, dass alle teilnehmenden Spieler mit den selben Fahrern auf den identischen Strecken zur selben Zeit und dadurch mit komplett gleichen Bedingungen unterwegs sind. Hier stehen uns vier unterschiedliche Schwierigkeitsstufen zur Auswahl, von normal bis Experte, durch die die Härte der KI-Gegner reguliert wird. Jede Stufe besitzt ihr eigene Rangliste und auch die zu erreichenden Trophäen orientieren sich an der gewählten Schwierigkeit. Auf der Rangliste für alle Schwierigkeitsgrade werden die Unterschiede dann wiederum durch Bonuspunkte für höhere Schwierigkeitsstufen ausgeglichen. Die Herausforderungskarriere gliedert sich in mehrere Episoden, die wiederum aus verschiedenen Rennwochenenden bestehen, die wir, solange die Herausforderung ausgeschrieben ist, beliebig oft wiederholen dürfen, um unser Ergebnis und die damit verbundenen Punkte zu verbessern.

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Mit den beiden zusätzlichen Karrierevarianten wächst die Vielfalt dieses zentralen Modus weiter an und wer alle vier Optionen ausprobieren möchte, ist schon einige Zeit beschäftigt. Mit ihrem speziellen Ansatz und der Möglichkeit, sich auch ohne PS-Plus indirekt mit anderen Spielern zu messen, ist es aber vor allem die Herausforderungskarriere, die deutlich heraussticht und sich auch ein wenig mehr vom klassischen Weg löst. Abgerundet wird die Auswahl an Spielmodi dann übrigens durch den bewährten lokalen Mehrspieler, der uns per Splitscreen oder LAN gegen Freunde im selben Raum antreten lässt und damit den guten alten Couch-Koop am Leben hält. Außerdem wartet mit den Ligarennen ein weiterer (PS-Plus-pflichtiger) Onlinemodus auf uns, der die Chance bietet, an von Spielern erstellten Ligen teilzunehmen und sich dort mit anderen zu messen. Auf den letzten großen Modus, die F1 World, gehen wir nachfolgend noch etwas detaillierter ein.

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Ein echter Spiele-Hub

Die F1-World ist nicht neu, aber dieses Mal noch etwas umfangreicher. Der Modus vereint unterschiedliche Spielvarianten und Events in sich und lässt uns zum Beispiel auch eigene Meisterschaften für Einzel-und Mehrspielersessions erstellen, Zeitfahren auf allen verfügbaren Strecken absolvieren oder verschiedene Singleplayer-Wettkampfserien erleben. Letztere setzen sich aus mehreren Rennevents mit individuellem Primärziel zusammen, das es zu erfüllen gilt, um die nächste Serie freizuschalten. Die Events unterscheiden sich wiederum in Länge, Schwierigkeit oder auch den Witterungsbedingungen, sodass für ausreichend Abwechslung gesorgt ist, während wir neue Serien auf der ganzen Welt freispielen. Durch gewonnene Rennen, erreichte Ziele und teilweise auch schon durch die schlichte Teilnahme an Rennevents erhalten wir in der F1 World unterschiedliche Upgrades, mal in Form von Autoteilen, mal als neues Mitglied für unser Team. Auf diese Weise erhöhen wir nach und nach unser allgemeines Tech-Level, was uns letztlich auch dazu berechtigt, an schwierigeren und lohnenswerten Events teilzunehmen.

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Neu in diesem Jahr ist die Fanzone. Hier haben wir einerseits die Möglichkeit, unsere Unterstützung für einen bestimmten Fahrer oder ein F1-Team zum Ausdruck zu bringen, indem wir uns einem Rennstall sowie einem Fahrer (unabhängig voneinander) anschließen. Wir dürfen uns aber auch auf spezielle Inhalte und Wettbewerbe freuen, abhängig vom gewählten Fahrer oder Rennstall. Nach jeder Saison können wir uns übrigens für eine neue Seite entscheiden, sodass unsere Wahl nicht endgültig ist. Sobald wir uns einem Rennfahrer und Konstrukteur angeschlossen haben, sammeln wir durch unsere Erfolge Fanpunkte für das entsprechende Team und leisten damit unseren Beitrag zur Fanzone-Meisterschaft. Die am Ende der Saison siegreiche Fanzone darf sich dann auf eine goldene Online-ID sowie auf eine spezielle Trophäe für den virtuellen Trophäenschrank freuen. Die F1 World ist wie schon im letzten Jahr eine gelungene Ergänzung zu den übrigen Modi und vereint zahlreiche spielenswerte Rennvarianten in sich. Dank der Upgrades und der ständigen neuen Freischaltungen ist der Hub-Modus auch sehr motivierend, was durch die neue Fanzone noch einmal verstärkt wird, da man jetzt auch noch für seinen Lieblingsfahrer oder -rennstall Punkte sammeln kann.

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Hervorragende Inszenierung auf der Strecke

Das Fahrgefühl und die Atmosphäre auf der Rennpiste sind natürlich das A und O einer Rennsimulation und hier liefert Codemasters, wie auch schon im direkten Vorgänger, mehr als ordentlich ab. Nicht nur, dass die 25 Original-F1-Strecken wie gehabt rundum authentisch und realitätsnah gestaltet sind (einige hiervon, wie zum Beispiel Silverstone oder Spa-Francorchamps, wurden sogar noch einmal sichtbar überarbeitet und an das reale Vorbild angepasst), auch die allgemeine Stimmung auf der Strecke stimmt voll und ganz. Das liegt am detailliert umgesetzten Umland, hochwertigen Sequenzen und Statistiken zu Beginn und am Ende eines Rennens sowie einer glaubhaften deutschen Kommentarspur. Hinzu kommen die frisch implementierten Funksprüche der echten Profis, die im Verlauf des Rennens immer wieder zu hören sind und die Rennatmosphäre noch einmal echter wirken lassen. Darüber hinaus leisten auch die feinen Vibrationen sowie die adaptiven Trigger des DualSense ihren Beitrag dazu, dass wir uns direkt ins Cockpit der Boliden hineinversetzt fühlen. Auf diese Weise spüren wir die unterschiedlichen Bodenbeläge am Controller und können außerdem den Widerstand beim Bremsen nachempfinden. Wer mit Schaltung fährt, merkt in F1 24 außerdem sehr deutlich die Motorenbremse bei kleineren Gängen und kann dadurch, wenn geschickt geschaltet wird, das eine oder andere Bremsmanöver einsparen und dadurch die eigene Zeit optimieren.

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Abgerundet wird die rundum gelungene Präsentation auf der Strecke durch regelmäßige Live-Herausforderungen, die uns, zusätzlich zu den gewöhnlichen Aufgaben der Sponsoren und Spezialisten, beim Fahren gestellt werden. Hierbei geht es zum Beispiel darum, eine vorgegebene Rundenzeit zu knacken, um Boni zu verdienen. Einziger kleiner Kratzer auf der sonst makellos polierten Karosserie des Rennspiels ist die teilweise äußerst ruppig agierende KI, die uns gerne einmal richtig aus der Kurve drängt, auch auf den niedrigen Schwierigkeitsgraden. Alles in allem geht F1 24 das hohe Niveau des Vorgängers aber problemlos mit und bietet Motorsportfans eine realistische Formel-1-Erfahrung.

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Fazit

Es gibt nicht viel, was man bei EA Sports F1 24 besser machen könnte, denn hier wird uns ein in sich stimmiges Formel-1-Erlebnis geboten, bei dem an den richtigen Stellschrauben gedreht wurde, um die ohnehin schon verdammt gute Vorlage aus dem Vorjahr zu toppen. So sind es viele kleine Optimierungen, wie die Tatsache, dass wir eine Karriere nun auch mit einem echten Profi bestreiten können, die neu eingeführten Karriereoptionen oder auch die sichtbar optimierte Grafik, die das Spielerlebnis noch einmal auf eine neue Ebene heben. Auch wurden die Strecken weiter optimiert, die F1 World um die coole Fanzone erweitert oder die Funksprüche der Profis sowie Live-Herausforderungen eingeführt, um das Spielgefühl auf der Strecke noch intensiver zu machen. Weiterhin hat sich auch das Fahrgefühl noch einmal verbessert, zum Beispiel durch die nun richtig spürbare Motorenbremse. Wenn man jetzt noch eine begehbare Teamzentrale implementieren und die Karriere vielleicht mit einer echten Story ausstatten würde, wären wir hier nahe an der Perfektion. Auch die teilweise recht ruppige KI ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, trübt den allgemeinen Spielspaß aber keinesfalls.

Pro:
  • Baut auf großartigem Gerüst des Vorgängers auf
  • Neue Karriereoptionen inklusive Herausforderungskarriere sorgen für Abwechslung
  • Echte Profis und Legenden nun in der Karriere spielbar
  • Einige Strecken wurden weiter optimiert
  • Hervorragende Kulisse und gelungenes Fahrgefühl, auch dank DualSense und Motorenbremse
  • Fanzone richtet sich an echte F1-Fans und intensiviert die F1 World
  • Echte Funksprüche der Profis und Live-Herausforderungen machen die Rennen noch prickelnder
  • Mit Sequenzen, Talkshows und Anrufen gespickte Karrieren überzeugen mit Atmosphäre
Contra:
  • Keine begehbare Teamzentrale
  • Keine wirkliche Story in der Karriere
  • KI agiert auch auf niedrigen Schwierigkeitsgraden sehr ruppig
Gameplay:
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Grafik:
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Sound:
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Atmosphäre:
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Unsere Wertung: 9.0 / 10
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Spiel getestet auf: PS5
Daniel Walter

Daniel Walter

Ein begeisterter Konsolenspieler mit einem breit gefächerten Interessengebiet. Neben Shooter-Serien wie Battlefield oder Call of Duty gehören auch Action-Adventures wie klassische Assassin's Creeds, die Batman-Arkham-Reihe oder The Last of Us Part 1/2 zu den bevorzugten Titeln. Hinzu kommen Survival-Games wie ARK, Horror-Klassiker a la Resident Evil sowie Open-World-Abenteuer im Stile von Far Cry oder Red Dead Redemption. Sport-Franchises wie FIFA oder Tour de France erweitern das Interessenfeld, ebenso wie sämtliche Titel aus dem Star-Wars-Universum.

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