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EA Sports FC 27EA Sports FC 27
Review

EA Sports FC 27 im Test: Starke Neuerung, verschenktes Potenzial

Von Daniel Walter am 7. Oktober 2026. Getestet auf PS5. 12 Min. Lesezeit. Zum Spiel hier klicken.

Mit EA Sports FC 27 wartet das letzte Sportspiel des Jahres aus dem Hause EA Sports. Was die größte Fußballsimulation dieses Mal mit im Gepäck hat, verraten wir euch im Test.

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Willkommen zu The Grounds

Die offensichtlichste Neuerung ist auch gleichzeitig die größte und hört auf den Namen The Grounds. Damit erfüllt Electronic Arts einen lange gehegten Wunsch, nämlich eine frei begehbare Welt im Stile von The City aus der NBA 2K-Reihe. Ein großer Dämpfer kommt allerdings gleich zu Beginn, denn anders als The City ist The Grounds ausschließlich mit einem PS-Plus-Abo nutzbar. Während wir im Basketballspiel die Stadt betreten und dort auch eine Vielzahl an Modi Solo bestreiten können, versteckt EA den kompletten neuen Modus hinter der Multiplayer-Paywall. Sehr schade, wenn Fans ohne PS Plus die größte Errungenschaft in gar keiner Form nutzen können!

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Wenn wir The Grounds dann mit aktivem Abo starten, wählen wir zunächst aus, ob wir mit einem männlichen oder weiblichen Avatar spielen möchten. Dieser lässt sich zunächst nicht weiter individualisieren, nach der Einführung erwartet uns allerdings ein detaillierter Charakterdesigner. Dieser lässt uns neben Details wie Namen, favorisiertem Fuß, Trikotnummer und Erscheinungsbild auch den ersten Archetypen unseres Spielers festlegen, der seinen Stil definiert. Wir wählen also zwischen Verteidigung, Mittelfeld und Sturm und bestimmen anschließend eine typische Spielart, die von einem bekannten Profi inspiriert wurde. So orientiert sich der Maestro beispielsweise an Toni Kroos und ist in der Lage, das Spiel aus der Tiefe heraus zu lesen sowie die Bälle mit Schnittstellen-Pässen zu verteilen. Der Disruptor wiederum hat Roy Keane als Vorbild und setzt auf intensives Pressing und ein Abdrängen des Gegners. So gibt es für jede Position mehrere Optionen, um den Spielstil zu definieren. Weiterhin lassen sich auch Größe und Gewicht des Spielers variieren, was wiederum Einfluss auf seine Attribute hat, wie Sprintstärke, Antritt oder Sprungkraft. Diese können im nächsten Schritt durch den Einsatz von Attributpunkten dann noch detaillierter verändert werden.

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Ähnlich wie The City setzt auch The Grounds übrigens stark auf das Einbinden prominenter Marken, wie zum Beispiel Red Bull, mit deren Accessoires und Outfits wir unseren Look personalisieren können, nachdem wir sie freigeschaltet haben. Natürlich gibt es in The Grounds auch entsprechende Shops mit Trikots, Hosen, Schuhen oder Trainingsanzügen von Herstellern wie Adidas, Puma oder Nike. Hinzu kommen authentische Trikots aus allen wichtigen Ligen, sodass wir in The Grounds beispielsweise auch mit dem Outfit unserer liebsten Bundesliga-Mannschaft herumlaufen können - eine sehr schöne Idee. Die Shops sind im Übrigen auch sehr ansprechend und modern gestaltet und bieten ein gelungenes Ambiente eines Sportladens.

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Sobald wir die Stadt betreten, treffen wir direkt auf Alex Hunter, den Protagonisten aus dem FIFA-Storymodus The Journey, sowie auf Kylian Mbappé, der uns die Grundlagen von The Grounds erklärt. So stürzen wir uns zum Beispiel direkt in einen 2vs2-Streetmodus, der deutlich wuchtiger und intensiver daherkommt, als wir es noch aus Volta-Zeiten kennen. Kompakte, abgezäunte Courts, winzige Tore, kein Torwart und eine Perspektive, die uns sehr nah an den Ball heran bringt - hier sind spannende Matches mit ordentlich Tempo garantiert. Dank einer dynamischen Umgebung mit wechselndem Publikum und unbeteiligten Passanten im Hintergrund stimmt auch die Atmosphäre. Diese wird in den Zwischensequenzen ebenfalls gut transportiert, die sowohl die Optik der bekannten Stars als auch die Mimik unseres Spielers gut einfangen und im Gegensatz zu anderen Modi wie der Managerkarriere auch umfassend vertont sind. Auf dem technisch neuesten Stand sind die Animationen aber definitiv nicht mehr und auch ein richtiger Storyzusammenhang will bei den mehr oder weniger willkürlichen Begegnungen mit den großen Idolen nicht wirklich entstehen. Also kein Vergleich mit The Journey seinerzeit.

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Dreh- und Angelpunkt von The Grounds ist ein kuppelförmiges Gebäude mit riesigen LED-Screens, von wo aus wir in die drei verschiedenen Bezirke mit individuellem Look und Beschäftigungsangebot gelangen können. Parkside überzeugt beispielsweise mit einem glaubhaften britischen Charme und lässt uns zwischen Pubs, Fish-and-Chips-Restaurants und Klinkerhäusern typisch englische Straßen erkunden. Hier treffen wir dann auch auf Chloe Kelly, die uns mit dem Freizeitkick-Modus vertraut macht. So gibt es neben klassischen Fußball-Modi auch verschiedene alternative Spieloptionen zu entdecken, wie Boccia Ball (Ball muss möglichst nah an ein Ziel gepasst werden), Ballon Ball (gegnerische Ballons müssen zerstört werden), Das große Rennen (Dribbleparcours mit Hindernissen) oder Basketball. Grundsätzlich kann man hier durchaus spaßige Spiele erleben, vorausgesetzt, man bekommt ausreichend Spieler zusammen. Bei den alternativen Modi zeigt sich nämlich ganz deutlich der Nachteil des Verzichts auf KI-Gegner und die Entscheidung, The Grounds zum reinen Multiplayer-Spielplatz zu machen. Wenn keiner kommt, kann man die teilweise wirklich interessanten Varianten auch nicht spielen, was in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten dann doch lieber klassischen Fußball spielen, nicht unbedingt verwunderlich ist. Vielleicht sollte man diesbezüglich noch einmal umdenken und The Grounds zu einem gemischten Erlebnis umbauen, das man auch solo spielen kann. Sonst verschenkt die an sich wirklich coole Spielwelt leider große Teile ihres Potenzials.

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Als zweites Areal überzeugt Montclair mit französischer Kulisse, die Straßencafés, Bistros und hübsche Parkanlagen zu bieten hat. Hier findet sich dann auch ein großer Rasenplatz für 5vs5-Rush sowie ein umzäunter Court für 2vs2-Szenarien. Als letztes gesellt sich der Stadtteil Zeiza hinzu, der mit argentinischem Flair mit typischen südamerikanischen Hochhäusern, verwinkelten Hinterhöfen oder Streetfood vom Grill aufwartet. 3vs3-Partien auf sichtbar mitgenommenen Betoncourts oder Rush auf verdörrtem Rasen werden hier ebenso geboten wie Partien im großen Rush-Stadion. Hier kommen dann alle Modi von The Grounds zusammen und können gebündelt an einem Ort ausgewählt werden. Außerdem ist es hier möglich, Club-Rush-Partien zu spielen, um Ranglistenpunkte für den eigenen Club zu verdienen. Diesen kann man gemeinsam mit anderen Mitgliedern vertreten, mitsamt individuellem Trikot und Wappen. Die Inszenierung der Partien im Rush-Stadion ist übrigens wirklich spektakulär, inklusive Pyro- und Lightshow.

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Insgesamt lässt sich sagen, dass The Grounds in Sachen Atmosphäre und Präsentation eigentlich vieles richtig macht. Drei individuelle Stadtteile mit speziellem Flair, eine gelungene Auswahl an klassischen Fußball-Modi und spaßigen Alternativen sowie eine wirklich sehenswerte Stadt, die The City aus NBA in Nichts nachstehen müsste. Die Entscheidung, The Grounds komplett auf den (kostenpflichtigen) Multiplayer zu beschränken und damit hinter die PS-Plus-Schranke zu setzen, ist allerdings fatal. Nicht nur, dass viele EA FC-Spieler nicht in den Genuss der größten Neuerung kommen. Auch sorgt der Fokus auf Online-Mehrspieler und der Verzicht auf KI-Gegner dafür, dass man häufig immense Wartezeiten an den einzelnen Spielstätten hat, weil man einfach nicht genug Leute zusammen bekommt - und wir sprechen hier jetzt nicht einmal von den großen 11vs11-Partien. Es bleibt zu hoffen, dass EA nachjustiert, den Modus doch noch für alle öffnet und Solo-Optionen einführt oder schlichtweg die Spielersuche verbessert, damit die coole neue Welt nicht nach und nach gänzlich leer ist, denn das hätte sie nicht verdient.

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Optimierte Transfers für ein realistischeres Szenario

In der großen Managementkarriere, in der wir als Teamchef eine Mannschaft unserer Wahl durch die Saison führen, wurde in diesem Jahr an den Transfers geschraubt - eine zweite große Neuerung in FC 27. So wurde nicht nur die Optik des gesamten Transfer-Menüs überarbeitet, sondern auch der Ablauf der Verhandlungen optimiert. Verschwunden sind die tonlosen Sequenzen im Büro, die in der Vergangenheit die Transfers visualisiert haben. Stattdessen sehen wir nun ein angedeutetes Smartphone-Display, auf dem unser Gesprächspartner des anderen Vereins zu erkennen ist. Wir erkennen dort nicht nur auf einen Blick, welches Gehalt unser gewünschter Spieler gegenwärtig erhält, sondern auch, wie es um unser Budget bestellt ist. Weiterhin verrät uns das Handydisplay den aktuellen Stand der Spannungen während des Gesprächs, sodass wir jederzeit abschätzen können, wie genervt unser Gegenüber schon von uns und unseren Angeboten ist.

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Diese lassen sich nun auf noch mehr Arten individualisieren. So können wir einem anderen Verein beispielsweise nicht nur ein spezielles Startdatum für den Transfer anbieten, wie nächstes Transferfenster oder nächste Saison. Wir haben auch die Chance, Erfolgsboni zu vergeben, eine Rückholsumme zu vereinbaren oder dem ursprünglichen Verein ein Vorkaufsrecht einzuräumen, sollte der Spieler unser Team wieder verlassen. Auch lassen sich Rückleihe-Klauseln für mehrere Saisons festlegen oder eine Weiterverkaufssumme vorschlagen, die die ursprüngliche Mannschaft des Spielers an einem potenziellen Weiterverkauf beteiligt. Schön ist außerdem die Möglichkeit, den Betrag der Ablösesumme in mehreren selbst vorgeschlagenen Raten zu zahlen, da wir so eben auch deutlich näher an der Realität sind, wo solche Vereinbarungen an der Tagesordnung sind. Auch erstreckt sich eine Verhandlung über mehrere Phasen, sodass wir nicht wie bisher direkt nach einem Gespräch eine Zusage erhalten. Stattdessen schicken wir unser Angebot ab und müssen dann erst einmal warten, bis sich das andere Team beraten hat.

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Im direkten Gespräch mit dem Profi stehen uns dann nochmal andere Optionen während der Verhandlung zur Verfügung. Neben den bereits bekannten Möglichkeiten wie Gehalt, Vertragsdauer, Einstiegsgebühr und Mannschaftsstatus lassen sich nun außerdem Agentur-Gebühren, Leistungsboni mit Bezug auf erreichte Ziele oder erbrachte Leistung wie Einsätze, Vorlagen oder Tore sowie weitere Klauseln miteinbeziehen. Zu letzteren zählt neben einer Freigabesumme auch eine automatische Gehaltsanpassung nach oben oder unten, wenn bestimmte Ereignisse eintreten, wie zum Beispiel Aufstieg, Abstieg sowie das Erreichen oder Verfehlen von Zielen in Liga oder Pokal.

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Der Wegfall der Sequenzen während der Verhandlungen ist zwar erst einmal schade, die Art und Weise, wie die Transfers jetzt ablaufen, fühlt sich aber dennoch wirklich gut an. Auch wirken die Verhandlungen nun einfach realistischer und zugegebenermaßen haben sich die Sequenzen auch immer wieder wiederholt und recht schnell ihre Faszination verloren, daher ist der Schritt hin zu einer minimalistischeren Präsentation mit merklich mehr Verhandlungsoptionen nachvollziehbar und am Ende auch gelungen. Als Ersatz für die Sequenzen wurde nach Vertragsabschluss nun ein neuer Bildschirm eingeführt, der zum Beispiel auch Social-Media-Reaktionen zum getätigten Deal zeigt. Ebenfalls interessant ist, dass es nun auch verstärkt zum Wettbewerb mit anderen Vereinen kommt, die gleichzeitig Verhandlungen mit einem umworbenen Spieler führen können. Dies kann unter anderem dazu führen, dass ein bereits sicher geglaubter Vertragsabschluss noch einmal aufgebohrt werden muss, da ein Konkurrent ein besseres Angebot vorgelegt hat und dadurch neue Forderungen des Spielers nachgeschoben werden. Ein weiteres Detail, das die Transfers dynamischer und realitätsnaher wirken lässt!

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Spielgefühl auf dem Platz kann überzeugen

Die Präsentation auf dem Rasen ist auch dieses Jahr wieder rundum gelungen, von der dichten Stadionatmosphäre mitsamt Einblicken in das Geschehen vor dem Stadion, in der Kabine oder beim Aufwärmen auf dem Platz bis hin zum Treiben auf den Rängen. Auch die Darstellung des Spielfelds an sich mit seinen dynamischen LED-Werbebannern, die stimmungsvollen Jubelszenen und Zwischensequenzen oder auch die Lichteinfälle, Wettereffekte oder Bewegungsanimationen der Profis sind wieder auf einem sehr hohen Niveau, sodass wir uns in Sachen Optik und Stimmung nicht beschweren können. Dies gilt auch für das inzwischen etablierte Kommentatorenduo Platte / Schmidt-Sommerfeld. Einzig die Gesichtsanimationen in den Sequenzen könnten einmal eine Überarbeitung vertragen, da diese teilweise schon ziemlich überholt aussehen.

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Merklich etwas geändert hat sich dagegen beim Spielgefühl auf dem Platz. So fühlt sich das Verhalten der KI realistischer an, sodass man nicht ständig mit den gleichen Aktionen in den gegnerischen Strafraum eindringen und die KI auf die bekannte Art und Weise austricksen kann. Es ist teilweise wirklich ungewohnt herausfordernd, sich Torchancen zu erarbeiten, da die KI-Spieler sehr gut auf unsere Aktionen reagieren. Dies führt dazu, dass man selbst auch andere Herangehensweisen ausprobieren muss und ein Spiel gegen die CPU näher an eine Online-Partie heranrückt, da sie weniger vorhersehbar abläuft. Der gestiegene Anspruch ist erst einmal ungewohnt und macht das Siegen schwieriger, dafür fühlen sich die Matches aber auch einfach realistischer und dynamischer an. Auch verspringen Bälle häufiger, die Abwehr ist schwerer zu überwinden und alles wirkt ein wenig schwerfälliger, was aber nicht als Kritik zu verstehen ist.

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Man hat zudem das Gefühl, dass das gegnerische Team stärker auf den Spielstand reagiert und bei einem engen Rückstand gegen Ende der Partie zum Beispiel merklich mehr Druck macht. Dadurch steigt auch die Dynamik innerhalb der Matches. Weiterhin wurde an den Standardsituationen geschraubt: Der Ablauf der Ecken wurde komplett angepasst. So zielen wir zunächst über das Fadenkreuz und bestimmen Flugbahn und Schussstärke. Dann wird die Ecke allerdings nicht sofort ausgelöst, sondern die Steuerung springt auf den Strafraum, wo wir die Kontrolle über einen Spieler übernehmen, noch bevor der Eckball dann automatisch nach unseren Vorgaben herein gebracht wird. Durch die zwei Phasen werden die Ecken wieder deutlich interessanter und weniger statisch, wodurch sie einerseits gefährlicher und gleichzeitig auch schwerer zu lesen sind für den Gegner. Der Verteidiger kann dann während der Vorbereitungsphase mit Aktionen wie Abschirmen oder Rempeln aber auch stärker eingreifen.

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Bekannte Modi im bekannten Gewand

Abseits der beschriebenen Neuerungen hat sich bei den Modi von EA Sports FC quasi nichts verändert. So stehen uns wieder alle bekannten Spielvarianten zur Verfügung, also auch die erwähnte Managerkarriere mit zahlreichen offiziellen Lizenzen - unter anderem natürlich auch wieder die der drei deutschen Ligen. Hier wurde nicht nur an den Transfers, sondern beispielsweise auch an der Häufigkeit von Pressekonferenzen und unvorhergesehenen Ereignissen geschraubt. Erstere wurden reduziert, während letztere nun häufiger auftreten. Weiterhin wurde die Trainingsarena in die Karriere integriert, die uns nun direkt im Karrieremenü die Chance bietet, einzelne Spielsituationen wie Freistöße zu üben, eigene Szenarien durch individuelle Positionierung der Spieler zu erstellen oder ein Trainingsspiel mit unserer Mannschaft zu absolvieren - eine sinnvolle Ergänzung. Zusätzlich zur Managerkarriere stellen wir bei der Profikarriere wieder einen einzelnen Profi und seinen Weg zum GOAT ins Zentrum, wahlweise einen selbst erstellten Spieler, einen echten Profi oder ein Icon. Weiterhin gehören auch wieder schnelle Anstoß-Spiele, wahlweise auch im Couch-Koop, oder einzelne Turniere wie Champions League, Women's Champions League, DFB-Pokal und zahlreiche internationale Pokal-Varianten sowie Wettbewerbe mit Nationalmannschaften zum Aufgebot. Wer lieber online spielt, kann sich außerdem in Online- und Koop-Saisons oder Freundschaftsspiele stürzen.

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Auch der Sammelkartenmodus Ultimate Team wurde mit einer zentralen Neuerung versehen. Hier verfügen wir nun über eine Galerie für unser Team. Dieses stellt eine Art Archiv dar und bietet uns die Möglichkeit, unsere gesammelten Karten zu verewigen, um so mit der Zeit eine umfassende Chronik der Mannschaft zu erstellen. Die Karten bleiben übrigens dauerhaft im Archiv sichtbar, auch wenn wir sie gar nicht mehr besitzen. Durch das Vervollständigen bestimmter Sets zu vorgegebenen Themen, wie zum Beispiel bestimmte Ligen, Team of the Week-Spieler, Heroes oder Holografische Karten, sammeln wir Punkte, die wir in spezielle Belohnungen investieren können. Optisch ist die Galerie ebenfalls sehr ansprechend gestaltet und wirkt als dynamische Umgebung um uns herum stilvoll und edel, wenn wir dort unsere ausgestellten Karten betrachten können. Wer sich sowieso gerne in Ultimate Team verliert, erhält mit der Galerie eine weitere Möglichkeit, um gezielt nach bestimmten Karten Ausschau zu halten und auf diese Weise besondere Items freizuschalten. Wer sich hingegen nicht für FUT begeistern kann, wird vermutlich auch durch die Galerie nicht davon überzeugt werden.

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Fazit

EA Sports FC 27 bringt mit The Grounds eine der bislang auffälligsten Neuerungen der Reihe mit, schöpft deren Potenzial aber leider nicht ausreichend aus. Die frei begehbare Spielwelt überzeugt mit abwechslungsreichen Stadtteilen, starker Atmosphäre und einer gelungenen Mischung aus klassischen Fußball- und alternativen Spielmodi. Dass der komplette Bereich allerdings an ein PS-Plus-Abo gebunden und ausschließlich auf Multiplayer ausgelegt ist, erweist sich als unnötige Einschränkung. Vor allem der Verzicht auf KI-Gegner sorgt dafür, dass einzelne Aktivitäten schnell unter fehlenden Mitspielern leiden.

Abseits davon setzt FC 27 weniger auf große Umbrüche als auf gezielte Verbesserungen. Die überarbeiteten Transferverhandlungen in der Karriere wirken deutlich umfangreicher und realistischer, während die intelligenter agierende KI für abwechslungsreichere Partien sorgt. Auch die neue zweiphasige Ausrichtung der Ecken kann überzeugen und die Präsentation befindet sich ebenfalls weiterhin auf einem hohen Niveau. Darüber hinaus ergänzt EA das bekannte Angebot nur um kleinere Neuerungen, wie zum Beispiel die Galerie in Ultimate Team.

Unterm Strich ist EA Sports FC 27 damit insgesamt eine gelungene Weiterentwicklung, die vor allem auf dem Platz überzeugen kann. The Grounds ist eine interessante und atmosphärisch gelungene Ergänzung, hätte mit einer Möglichkeit, den Modus auch solo zu spielen, aber deutlich mehr aus seiner Idee machen können. Wer sich auf das bewährte FC-Spielprinzip einlassen möchte, bekommt in diesem Jahr dennoch ein umfangreiches Gesamtpaket, das an vielen Stellen sinnvoll weiterentwickelt wurde.

Pro:
  • Atmosphärische Spielwelt in The Grounds
  • Abwechslungsreiche Street- und Freizeitmodi
  • Verbesserte KI sorgt für anspruchsvollere und dynamischere Partien
  • Realistischere und umfangreichere Transferverhandlungen
  • Überarbeitete Ecken sorgen für mehr Abwechslung bei Standards
  • Starke Stadionatmosphäre und Präsentation
  • Gewohnt umfangreiches Lizenzpaket und große Auswahl an Spielmodi
  • Galerie bringt eine neue Sammelkomponente für Ultimate Team
Contra:
  • The Grounds nur mit PS-Plus-Abo spielbar
  • Keine KI-Gegner in The Grounds
  • Teilweise lange Wartezeiten auf Mitspieler
  • The Grounds bleibt storytechnisch recht oberflächlich
  • Animationen der Gesichter teilweise nicht mehr zeitgemäß
  • Abseits der großen Neuerung wenig Veränderung bei den bekannten Modi
Story:
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Gameplay:
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Grafik:
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Sound:
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Atmosphäre:
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Unsere Wertung: 7.5 / 10
Spiel getestet auf: PS5

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Daniel Walter

Daniel Walter

Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.

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