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Hardware

EPOMAKER Carbonis Mouse im Test: Leicht, präzise und mit Display

Von Till Eilert am 11. Oktober 2026.

Gaming-Mäuse gibt es mittlerweile in allen Formen, Größen und Preisklassen. Die EPOMAKER Carbonis versucht dabei gar nicht erst, über eine besonders große Anzahl an Tasten oder auffällige RGB-Beleuchtung Aufmerksamkeit zu erzeugen. Stattdessen setzt der Hersteller auf geringes Gewicht, ein ungewöhnliches Material und technische Eckdaten, die vor allem ambitionierte Spieler ansprechen sollen.

Das auffälligste Merkmal ist dabei das Gehäuse aus Carbonfaser-Verbundmaterial. Zusammen mit dem Gewicht von etwa 50 Gramm soll die Carbonis besonders leicht und gleichzeitig stabil sein. Im Inneren arbeitet ein PAW3950-Sensor, der bis zu 30.000 DPI unterstützt. Hinzu kommen bis zu 8.000 Hz Polling Rate, optische Schalter und drei verschiedene Verbindungsarten. Ein kleines LCD auf der Oberseite liefert außerdem Informationen über DPI, Polling Rate, Akkustand und Verbindung.

Auf dem Papier richtet sich die EPOMAKER Carbonis damit vor allem an Spieler, die eine schnelle und möglichst leichte Maus suchen. Im täglichen Einsatz zeigt sich allerdings, dass nicht alle technischen Superlative gleichermaßen relevant sind.

Leichtgewicht mit angenehmer Oberfläche

Mit ungefähr 50 Gramm gehört die Carbonis zu den leichteren Gaming-Mäusen. Das fällt sofort auf, sobald wir sie über das Mauspad bewegen. Schnelle Richtungswechsel gehen leicht von der Hand und gerade bei niedrigen Empfindlichkeiten lässt sich die Maus angenehm über größere Flächen ziehen.

Das Coating fühlt sich angenehm an und sorgt dafür, dass die Hand auch während längerer Spielzeiten einen guten Halt behält. EPOMAKER beschreibt die Oberfläche außerdem als schweißresistent und rutschfest, was wir im Test auch bestätigen konnten.

Die EPOMAKER Carbonis ist für Rechtshänder konstruiert und soll sich insbesondere für mittelgroße und große Hände eignen. Wer eine symmetrische Maus oder ein Modell für die linke Hand sucht, wird hier entsprechend nicht fündig. Die Ergonomie kann aber durchaus überzeugen und die Maus liegt angenehm in der Hand.

Ein Sensor für alle Gelegenheiten

Technisch gehört die EPOMAKERCarbonis zur Oberklasse. EPOMAKER setzt auf den PixArt PAW3950, der eine Auflösung von bis zu 30.000 DPI, bis zu 750 IPS und eine Beschleunigung von bis zu 50 G ermöglicht. Damit besitzt der Sensor deutlich mehr Reserven, als die meisten Spieler jemals benötigen werden.

In der Praxis arbeitet die Maus präzise und zuverlässig. Gerade bei schnellen Bewegungen gibt es keinen Anlass, sich über die Tracking-Leistung Gedanken zu machen.

30.000 DPI sind allerdings eher eine Demonstration des technisch Machbaren als eine Einstellung, die im normalen Gaming sinnvoll wäre. Die meisten Spieler werden sich deutlich darunter bewegen. EPOMAKER bietet sechs festgelegte Stufen von 400 bis 30.000 DPI an, wobei sich die Einstellungen direkt an der Maus verändern lassen.

Höher nicht gleich besser

Ähnlich verhält es sich mit der Polling Rate. Im kabelgebundenen Betrieb und über 2,4 GHz sind bis zu 8.000 Hz möglich. Standardmäßig arbeitet die Maus allerdings mit 1.000 Hz. Über die Einstellungen lassen sich anschließend 2.000, 4.000 oder 8.000 Hz auswählen. Im Bluetooth-Betrieb sind dagegen 125 Hz vorgesehen.

8.000 Hz klingt zunächst beeindruckend. Und für kompetitive Spieler, die aus ihrem System das letzte Quäntchen Reaktionsgeschwindigkeit herausholen möchten, kann die Funktion durchaus interessant sein.

Für den normalen Spieler ist der Unterschied allerdings wesentlich weniger spektakulär. Wer überwiegend Strategiespiele, Rollenspiele oder klassische Singleplayer-Titel spielt, wird kaum einen Grund finden, unbedingt mit so hohen Werten zu spielen. Selbst bei vielen Shootern dürfte der praktische Unterschied zu 1.000 Hz überschaubar sein.

Hinzu kommt der Energieverbrauch. Wer möglichst lange kabellos spielen möchte, fährt mit einer niedrigeren Polling Rate wahrscheinlich sinnvoller.

Ein kleines Display mit überraschendem Nutzen

Deutlich ungewöhnlicher ist das integrierte LCD. Auf der Oberseite zeigt die Carbonis unter anderem den aktuellen Akkustand, die DPI-Einstellung, die Polling Rate und den Verbindungsmodus an.

Das wirkt zunächst wie ein Gimmick, erweist sich aber als durchaus praktisch. Gerade der Blick auf den Akkustand ist hilfreich, denn so lässt sich schnell erkennen, ob die Maus demnächst ans Kabel muss.

Auch Einstellungen lassen sich direkt an der Maus verändern. Für DPI und Polling Rate ist somit nicht zwingend ein Softwareprogramm notwendig. Das macht die EPOMAKER Carbonis angenehm unkompliziert.

Das Display ist dabei nicht permanent aktiv. EPOMAKER schaltet es zur Energieeinsparung bei Bewegung ab und aktiviert es nach einer kurzen Inaktivitätsphase wieder.

Es handelt sich also nicht um ein Feature, das die Maus grundlegend verändert. Es ist vielmehr ein kleines Extra, das im Alltag tatsächlich einen gewissen Mehrwert bietet.

Drei Wege zum Rechner

Bei der Verbindung ist die Carbonis flexibel. Neben dem klassischen USB-Betrieb stehen 2,4-GHz-Funk und Bluetooth zur Verfügung. Damit kann die Maus sowohl am Gaming-PC als auch an Notebook, Tablet oder anderen kompatiblen Geräten eingesetzt werden. Unterstützt werden Windows, macOS und Linux.

Für Spiele ist 2,4 GHz die naheliegende Wahl. Die Verbindung ermöglicht die hohen Polling-Raten und hält die Maus kabellos. Bluetooth ist dagegen vor allem dann praktisch, wenn es weniger auf maximale Reaktionsgeschwindigkeit ankommt. Wer keine Funkverbindung möchte, kann die Carbonis natürlich auch per USB-C betreiben

Keine Softwareinstallation notwendig

Auch bei der Software geht EPOMAKER einen etwas anderen Weg. Statt ein umfangreiches Programm installieren zu müssen, wird eine Online-Software angeboten. Darüber lassen sich unter anderem DPI, Polling Rate, Lift-off-Distance und weitere Funktionen konfigurieren. Auch Makros und Tastenkombinationen können eingerichtet werden.

Wer die Carbonis einfach anschließen und benutzen möchte, kann das ebenfalls tun. Gerade in Verbindung mit dem Display entsteht dadurch ein recht unkompliziertes Bedienkonzept.

Gute Klicks, überschaubare Ausdauer

Bei den eigentlichen Eingaben hinterlässt die Carbonis einen guten Eindruck. Das Klickgefühl ist angenehm und passt zum ansonsten hochwertigen Eindruck der Maus. Gerade bei einer leichten Gaming-Maus ist es wichtig, dass das geringe Gewicht nicht mit einem beliebigen oder klapprigen Gefühl bei den Tasten erkauft wird.

Weniger begeistert sind wir vom Akku. EPOMAKER verbaut lediglich einen 300-mAh-Akku. Dieser lässt sich über USB-C laden und soll innerhalb von etwa einer Stunde vollständig aufgeladen sein.

Das ist grundsätzlich praktisch, allerdings hätten wir uns bei einer Maus dieser Preisklasse und Ausstattung mehr Kapazität gewünscht. Insbesondere dann, wenn man die 8.000-Hz-Polling-Rate tatsächlich nutzt, wird der geringe Akku zum relevanteren Kritikpunkt.

Fast 100 Euro sind eine Ansage

Einer der größten Kritikpunkte ist allerdings der Preis. Diesen beziffert EPOMAKER im deutschen Shop mit aktuell 96,95 Euro. Dafür gibt es die Maus, einen Dongle, das USB-C Kabel und eine hübsche Schachtel.

Damit bewegt sich die Maus klar in einem Bereich, in dem Käufer mehr als nur einen guten Sensor erwarten dürfen. Die Carbonis liefert dafür zwar einiges: Carbonfaser-Verbundgehäuse, geringes Gewicht, PAW3950 Sensor, 8.000-Hz-Polling, Tri-Mode-Verbindung und das integrierte Display.

Trotzdem bleibt die Frage, wie viel davon man tatsächlich benötigt. Wer weder 8.000 Hz noch 30.000 DPI benötigt, könnte sich mit einem günstigeren Modell ebenfalls sehr gut aufgehoben fühlen.

Fazit

Die EPOMAKER Carbonis verfolgt einen interessanten Ansatz. Sie konzentriert sich nicht auf möglichst viele Funktionen, sondern kombiniert ein geringes Gewicht mit einem hochwertigen Sensor, flexibler Verbindungstechnik und einigen ungewöhnlichen Extras.

Besonders gut gefallen uns das Coating, das geringe Gewicht und die Ergonomie. Die Maus liegt angenehm in der Hand und lässt sich schnell und präzise bewegen. Auch das Clickgefühl kann überzeugen. Das kleine Display ist zunächst ungewöhnlich, entwickelt sich im Alltag aber zu einem durchaus praktischen Informationsfenster.

Technisch bietet die Maus mehr, als die meisten Spieler benötigen. 30.000 DPI und 8.000 Hz sind beeindruckende Zahlen, in der Praxis aber eher etwas für Enthusiasten. Gerade die hohe Polling Rate kann zudem auf Kosten der Akkulaufzeit gehen.

Der 300-mAh-Akku gehört deshalb zu den größten Schwächen. Auch der Preis von knapp 100 Euro kann nicht vollständig überzeugen, dafür bietet die Maus zu wenig Alleinstellungsmerkmale und Schwächen.

Für Rechtshänder, die eine besonders leichte Gaming-Maus suchen und Wert auf hochwertige Materialien sowie flexible Anschlussmöglichkeiten legen, ist die Carbonis dennoch eine interessante Option.

Pro:
  • Geringes Gewicht
  • Carbonfaser-Verbundgehäuse sorgt für eine hochwertige und ungewöhnliche Optik
  • Präziser Sensor
  • Tri-Mode-Konnektivität mit 2,4 GHz, Bluetooth und Kabel
  • Integriertes Display mit sinnvollen Informationen
  • Gute Verarbeitung
  • Keine Software notwendig
Contra:
  • Mit 96,95 Euro vergleichsweise teuer
  • Unterdimensionierter Akku
  • Viele Features dürften für normale Spieler kaum einen praktischen Mehrwert bieten
Handhabung:
3 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Kompatibilität:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Technische Ausstattung:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Verarbeitung:
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Optik:
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Unsere Wertung: 8 / 10

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Till Eilert

Till Eilert

Passionierter PC und Konsolenspieler. Fokus liegt auf Einzelspielererlebnissen

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