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Hardware

EPOMAKER x AULA F75 Max im Test: Maximale Tastatur?

Von Tjark am 6. August 2026.

Die EPOMAKER x AULA F75 Max ist mehr als nur eine überarbeitete Version der bereits beliebten F75. Während das Grundkonzept mit kompaktem 75-Prozent-Layout und Gasket-Mount erhalten bleibt, erweitert die Max-Ausführung das Gesamtpaket um ein TFT-Display, zusätzliche Softwarefunktionen und einige optische Kniffe. Besonders interessant ist dabei das ISO-DE-Modell, das endlich ohne Kompromisse mit deutscher Tastenbelegung ausgeliefert wird und sich damit direkt an Nutzer richtet, die keine Lust auf ANSI-Layouts oder nachträglich angepasste Keycaps haben.

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Klein, modern und überraschend hochwertig

Auf den ersten Blick wirkt die F75 Max angenehm zurückhaltend. Das Kunststoffgehäuse sieht hochwertig aus und vermittelt trotz des Materials einen stabilen Eindruck. Knarzgeräusche oder Verwindungen sind kaum ein Thema. Mit ihren 81 Tasten inklusive Drehregler und Display nutzt sie den verfügbaren Platz effizient und lässt gleichzeitig genügend Raum für ausladende Mausbewegungen.

Ein echter Blickfang sind die nach vorne gerichteten Beschriftungen der Tastenkappen. Statt klassisch auf der Oberseite sitzen die Legenden an der Front der Keycaps. Dadurch wirkt die Tastatur deutlich aufgeräumter und minimalistischer. Die F75 Max ist komplett schwarz, solange sie aus ist. Gleichzeitig bleiben die Beschriftungen aus normaler Sitzposition gut lesbar, wenn man etwas tiefer auf die Tastatur blickt. Zusammen mit den hochwertigen Double-Shot-PBT-Keycaps entsteht ein eleganter Look, der sich angenehm von vielen RGB-lastigen Gaming-Tastaturen abhebt.

Ausstattung auf Custom-Keyboard-Niveau

Für eine Tastatur dieser Preisklasse überrascht die Ausstattung. Die Gasket-Mount-Konstruktion wird durch gleich fünf Lagen Dämmmaterial ergänzt. Zusammen mit den werkseitig geschmierten LEOBOG-Reaper-Switches entsteht ein angenehm satter, weicher Klang, der deutlich hochwertiger wirkt als bei klassischen Gaming-Keyboards. Hot-Swap-Unterstützung für 3- und 5-Pin-Switches erlaubt zudem späteres Experimentieren mit anderen Schaltern.

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Auch ergonomisch macht die F75 Max vieles richtig. Das Cherry-Profil der Tastenkappen, die geringe Bauhöhe und die zweistufig ausklappbaren Standfüße sorgen für ein angenehmes Schreibgefühl. Selbst längere Schreibsessions oder ausgedehnte Gaming-Abende gehen problemlos von der Hand.

Display und Drehregler als praktische Spielerei

Das wohl größte Unterscheidungsmerkmal zur normalen F75 ist das integrierte 0,85-Zoll-TFT-Display. Hier lassen sich Akkustand, Verbindungsmodus oder Uhrzeit anzeigen. Besonders nett ist die Möglichkeit, eigene GIFs oder Bilder einzubinden und die Tastatur dadurch weiter zu personalisieren. Das Display ist sicher kein unverzichtbares Feature, sorgt aber für einen gewissen Wow-Effekt auf dem Schreibtisch. Ergänzt wird es durch einen Multifunktionsregler, der standardmäßig Lautstärke, RGB-Beleuchtung oder verschiedene Einstellungen steuert. Der Regler ist leider etwas zu leichtgängig, so das man die Lautstärke öfter ändert als man es beabsichtigt. Im Alltag erweist sich dieser als deutlich praktischer als viele separate Medientasten. Wobei die Shortcuts die zum Regler für die verschiedenen Funktionen gedrückt werden müssen etwas gewöhnungsbedürftig sind.

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Konnektivität ohne Wünsche

Bei der Verbindung zeigt sich die F75 Max flexibel. Zur Auswahl stehen:

  • USB-C
  • 2,4-GHz-Funk mit Dongle (der praktisch per Magnet in der Rückseite versenkt wird)
  • Bluetooth 5.0

Gerade der Funkmodus überzeugt mit einer Polling-Rate von bis zu 1000 Hz und eignet sich damit problemlos auch für schnelle Spiele. Bluetooth arbeitet erwartungsgemäß etwas gemächlicher, punktet dafür mit einfacher Verbindung zu mehreren Geräten. Unterstützt werden Windows, macOS, Linux und Android. Der integrierte 4000-mAh-Akku sorgt dabei für ordentliche Laufzeiten.

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Software mit Licht und Schatten

Die zugehörige Software ermöglicht Makros, Tastenbelegung, RGB-Konfiguration und das Bespielen des Displays mit Bildern oder Animationen. Grundsätzlich ist der Funktionsumfang ordentlich. Allerdings zeigt sich hier auch die größte Schwäche der Tastatur. Die Software wirkt funktional, aber wenig modern und teilweise etwas unausgereift. Für das ISO-DE-Modell ist eine eigene Software nötig und diese hat noch ihre Macken. Probleme lassen sich häufig beheben, hinterlassen aber keinen professionellen Eindruck.

Gaming und Alltag

Im Spiel liefert die F75 Max eine starke Vorstellung ab. Die linearen Reaper-Switches sprechen schnell an, NKRO verhindert Ghosting und durch die hervorragende Geräuschdämmung fühlt sich jede Eingabe angenehm satt an. Wer gerne Shooter oder MOBAs spielt, erhält eine Tastatur, die sowohl technisch als auch akustisch überzeugt.

Im Büro profitiert man vom angenehmen Tippgefühl, dem vergleichsweise leisen Anschlag und der kompakten Bauform. Das Display ist zwar kein Produktivitätswunder, sorgt aber für einen individuellen Touch auf dem Schreibtisch.

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Fazit

Die EPOMAKER x AULA F75 Max ISO-DE gehört derzeit zu den interessantesten mechanischen Tastaturen im Preisbereich unter 100 Euro. Sie kombiniert ein hochwertiges Tippgefühl, moderne Ausstattung und vielseitige Konnektivität mit einem Design, das sich angenehm von der Masse abhebt. Besonders die nach vorne gerichteten Beschriftungen verleihen ihr einen eigenständigen Charakter und machen sie zu einem echten Hingucker.

Nicht alles ist perfekt. Die Software könnte deutlich ausgereifter sein und das Kunststoffgehäuse erreicht natürlich nicht die Wertigkeit teurer Aluminium-Modelle. Trotzdem fällt es schwer, angesichts des Gesamtpakets ernsthafte Kritik zu üben.

Wer eine kompakte mechanische Tastatur mit hervorragendem Klang, Hot-Swap-Funktion, Triple-Mode-Konnektivität, TFT-Display und deutscher ISO-DE-Belegung sucht, erhält mit der EPOMAKER x AULA F75 Max ein außergewöhnlich starkes Gesamtpaket, das weit über seine Preisklasse hinaus spielt. Diese Tastatur eignet sich sowohl fürs Gaming als auch für normale Office-Benutzung.

Pro:
  • Kleiner Info-Bildschirm
  • Sattes Tippgefühl
  • Ungewöhnliche Beleuchtung durch Beschriftung an der Vorderseite
Contra:
  • DE spezifische Tasten von deutlich schlechterer Qualität
  • Unausgereifte Software
Ausstattung:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Tippgefühl:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Konnektivität:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Verarbeitung:
3 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Optik:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Unsere Wertung: 9 / 10
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Tjark

Tjark

Hat seit dem Gameboy jede Handheld-Generation ausgiebig genutzt. Es stehen vorallem Coop- und Multiplayer-Spiele hoch im Kurs.

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