

HORSE CLUB Ride West im Test: Sattelfest durch die Prärie
Yee-haw! Schleichs namensgebenden Pferdeclub verschlägt es in HORSE CLUB Ride West in den Wilden Westen. Nach den bisherigen Bildschirmauftritten der Spielzeugmarke rund um den malerisch gelegenen Reiterhof Lakeside erwartet uns dieses Mal also ein komplett anderes Setting. Habt ihr den Cowboyhut und eure Westernstiefel bereit? Dann schwingen wir uns doch direkt in den Sattel, halten die Zügel lang und sehen uns die Neuerungen einmal genauer an. Was wir bei unserem Ritt in den Sonnenuntergang entdecken, entfaltet sich selbstredend in unserem Test.

Reiterferien auf der Wild River Ranch
Hannah, Lisa, Sofia, Sarah und das fünfte Mitglied des Horse Clubs fahren in HORSE CLUB Ride West gemeinsam mit Hannahs Familie zur Wild River Ranch von Nayla, der bekannten Wildhüterin aus dem Vorgänger Horse Club Adventures 2 - Hazelwood Stories. Mit dabei sind natürlich zudem die eigenen Pferde der Mädchen.
Da die Ranch ein paar Autostunden vom heimatlichen Reiterhof Lakeside entfernt liegt, fällt der Besuch dementsprechend ein wenig länger aus. Solch willkommene Reiterferien sind nicht nur für die westernbegeisterte Hannah ein Genuss. In der Form hat sie schließlich auch der Horse Club nicht alle Tage und lange hält es die Mädchen sowieso nicht aus dem Sattel. Während sie also recht schnell auf dem Rücken der Pferde die ungewohnte Landschaft erkunden und die Freiheit genießen, finden sie Erstaunliches – sowie Erschreckendes. Wie manche Leute mit der Natur umgehen! Logisch, dass sie empört da sofort bei der Behebung unterstützen. Außerdem treffen sie unverhofft sogar hier auf den finsteren Geschäftsmann Mr. Michaels. Verdächtig, was der wohl schon wieder Fieses im Schilde führt? Ach ja, und dann gibt es da noch das Western-Reitturnier, an dem sie teilnehmen möchten, wenn sie zurück in Lakeside sind. Dafür dürfen sie trotz Ferien keinesfalls das Training vergessen. Puh, was ein Stress!

Wir reiten ohne Rast und ohne Ziel
Die bereits erwähnten, früheren Horse-Club-Videospiele muss man nicht gespielt haben, um der Geschichte von HORSE CLUB Ride West folgen zu können, denn diese steht eigenständig für sich. Ebenfalls ist die Kenntnis der Vorlage nicht zwingend erforderlich. Obwohl in dem Sinn keine Hintergründe zu den Personen und ihren Beziehungen untereinander erklärt werden, kann man dem Geschehen gut folgen.
Der Ansatz im neuen Ableger ist allerdings etwas anders gestaltet als im Vorgänger. Hier steht mehr die typisch gepriesene Freiheit des Wilden Westens beim Reiten durch die Prärie im Vordergrund. Demnach erhalten wir zwar die eine oder andere Story-relevante Aufgabe, können aber oftmals unsere Tage noch freier gestalten als zuvor. Vermutlich wurde daher das charmant gestaltete Tagebuch des Vorgängers nicht als Kapitelübersicht integriert. Die Hauptstory führt jedoch nicht ganz so schön durch das Spiel wie der Fotowettbewerb in Horse Club Adventures 2 - Hazelwood Stories. Leider fehlt ihr hierzu ein wenig der rote Faden. Sie fühlt sich nach zu viel losen Bestandteilen gleichzeitig an, sodass sie mit mehreren Erzählsträngen vielmehr nebenher läuft und dadurch etwas in den Hintergrund gerät. Fairerweise muss man natürlich sagen, dass es auch im wahren Leben nicht immer nur einen Rahmen gibt, der durch die Tage führt, sondern oftmals gefühlt alles gleichzeitig von allen Seiten auf einen einprasselt. Für eine Schilderung in einem solchen Videospiel wäre dennoch weniger oder wenigstens eine andere Struktur schöner gewesen.
Neu ist hingegen ein Erzähler wie in der letzten Videospieladaption der Schleich Creatures, ebenfalls aus dem Hause Wild River Games. Dieser ist ebenso gelungen umgesetzt und haucht den Pferden durch die Benennung ihrer Gedanken noch etwas mehr Lebendigkeit und Tiefgang ein. Dies dürfte gerade bei der jüngeren Zielgruppe sicherlich gut ankommen. Leider fällt aber die Integration des Erzählers in Summe zu kurz aus, was schade ist. Dieser hätte sich ja eigentlich ideal zum Präsentieren der gesamten Rahmengeschichte geeignet.
Die Grafik wurde in Richtung eines ursprünglicheren 2D-Stils überarbeitet, sodass ein Unterschied zu den vorherigen Spielen deutlich erkennbar ist. Gleichwohl hat uns der alte Stil etwas mehr zugesagt, weil er noch lebendiger aussah. Nachdem die Spielwelt von einer blühenden Vegetation eher in eine trockene Prärie verlegt wurde, liegt es schon in der Natur der Sache, dass sie im Vergleich zum Vorgänger etwas trister ausfällt. Dennoch wirkt sie in manchen Teilbereichen schon sehr karg. Andere Bereiche warten hingegen mit schönen Panoramen auf. Als Beispiel lassen sich Abschnitte wie der Canyon oder die Kakteenoase nennen. Alles in allem passt die Umgebungsgestaltung gut zum gewählten Setting. Untermalt wird dies weiterhin durch eine schöne, klassische Westernmusik, die uns stimmungsvoll beim Erkunden vorantreibt.

Bogenschießen am Lagerfeuer
Als Spielschwerpunkt warten in der Umgebung der Wild River Ranch verschiedene Dinge darauf, von uns bei den Ausritten entdeckt und angegangen zu werden. Einiges davon ist bereits aus dem Vorgänger rund um Lakeside bekannt, was einen schönen Wiedererkennungswert liefert. Auch in HORSE CLUB Ride West fallen sie gewohnt spaßig aus. So können wir Springreiten, in dem wir kurz vor dem Hindernis den eingeblendeten Cursor an der richtigen Stelle auf dem Balken stoppen, um den perfekten Absprung zu schaffen. Weiterhin gibt es Rennstrecken, die entweder als Version von A nach B oder als Rundkurs angelegt und teilweise zusätzlich mit Abschnitten eines Hindernisrennens gespickt sind. Ebenfalls gibt es wieder die Ballonrennen, bei denen wir schnellstmöglich alle Ballons platzen lassen, um Punkte zu sammeln, ohne dabei die dazwischen zu erwischen, die uns Strafpunkte bescheren. Und natürlich darf bei einem Spiel, das ein Wild West-Setting besitzt, das Westernreiten nicht fehlen. Hier erwartet uns zum einen abermals das Barrel Race, bei dem wir auf einer vorgegebenen Strecke aufgestellte Fässer in möglichst engen Kurven umrunden müssen. Zum anderen werden unsere wendigen Slalom-Fähigkeiten zwischen den Stangen beim Pole-Bending getestet.
Das Dressurreiten hat es hingegen nicht bis zur Wild River Ranch geschafft. Auf das dazugehörige Rhythmus-Minispiel, bei dem für das Drücken der eingeblendeten Tasten das richtige Timing von uns gefordert ist, müssen wir hingegen nicht verzichten. Passend für eine Western-Umgebung wurde dieses an Lagerfeuer verlagert, an denen unsere Heldin fleißig Gitarrensaiten in Schwung versetzt. Schön empfanden wir die Option, nach dem Abschließen eines neuen Songs bereits bekannte Lieder erneut spielen zu können sowie unsere musikalischen Kenntnisse sogar in einem freien Spiel erklingen zu lassen. Die grundsätzliche Präsentation von letzterem erinnert zwar etwas an Ellie in The Last of Us, da der Grundton in HORSE CLUB Ride West aber ein komplett anderer ist, ist dies durchaus in Ordnung.
Neu ist weiterhin das Bogenschießen, bei dem wir unsere Pfeile auf Zielscheiben und/oder Luftballons abfeuern, um möglichst viele Punkte zu ergattern. Nicht immer haben wir dabei eine freie Schussbahn, was durchaus für Spannung sorgt, da das Treffen eines Hindernisses einen Punktabzug nach sich zieht. Außerdem können wir auf einer Leinwand bestimmte Locations zunächst vorzeichnen und anschließend mit leuchtender Farbe versehen. Das Erstellen erinnert dabei etwas an das Freilegen eines Rubbelbilds oder das Schraffieren einer untergelegten Münze auf einem Blatt Papier, denn sowohl die Bleistift- als auch die Pinselstriche sind vollständig vorgegeben, ergeben aber stets schöne Bilder. Beide neuen Aufgaben fallen absolut kurzweilig aus und fügen sich hervorragend ins Spielgeschehen ein.
Über all diese Beschäftigungen erhalten wir ein Guthaben, das wir in den Erwerb von weiteren Accessoires, Kleidung und Reitausrüstung von Ross und Reiter stecken können. Zudem sind die Aktivitäten darauf ausgelegt, sie mehrmals zu bestreiten, um darüber neue Rekorde aufzustellen und Trophäen zu sammeln. Ein Schnellreisesystem wurde in diesem Ableger allerdings erneut nicht integriert. Natürlich liegt der Fokus auf dem Reiten und in der Realität könnten wir ebenfalls nicht einfach mal schnell an einen anderen Ort springen. Für ein Videospiel hätten wir aber ein, zwei Schnellreisepunkte, gerade mit Blick auf die Highscore- und Trophäen-Jagd, durchaus komfortabel gefunden, da manche Laufwege schon lang sein können.

Der Food Club
Wie bereits in den Vorgängern übernehmen wir in HORSE CLUB Ride West die Rolle des fünften Horse Club Mitglieds, das eigens für die Videospielauftritte kreiert ist und nicht in der Spielzeugvorlage existiert. Abermals dürfen wir unsere eigene Spielfigur aus einer guten Auswahl an Skins, Frisuren und Kleidung zusammenstellen, die wir nach Belieben jederzeit nochmals ändern können. Allerdings steht uns erneut nur ein weiblicher Avatar zur Verfügung. Wenn man davon ausgeht, dass HORSE CLUB Ride West irgendwo auf den anderen Teilen aufbaut, selbst wenn es eine eigenständige Geschichte liefert, macht es schon Sinn. Dennoch wäre es schön, zur Abwechslung einmal einen Jungen auswählen zu können. Zumal dieses Mal sowieso keinerlei Erklärung erfolgt, wie unsere Protagonistin beim Horse Club überhaupt aufgeschlagen ist.
Einen Namen hat unsere Spielfigur nicht und wir dürfen ihr, anders als zuvor, auch keinen geben. In Folge dessen wird unsereins im Spielverlauf in den Gesprächen nie direkt angesprochen, noch nicht einmal in Textform, was wir gerade im Vergleich zum Vorgänger ziemlich schade fanden. Dort wurden wir nämlich stets miteinbezogen und darüber sogar mit mancher Hintergrundinformation in Form einer Erinnerung versorgt, um eine Brücke zum Vorgängertitel oder der Vorlage zu schlagen. Die so geschaffene, vertraute Atmosphäre, die uns dort so gut gefallen hatte, haben wir in HORSE CLUB Ride West leider ziemlich vermisst. Zudem wurden alle Dialoge vertont, was gerade für die jüngere Zielgruppe als Leseunterstützung praktisch ist – nur unsere eigene Spielfigur hat offenbar nichts zu sagen. Dies ist zwar durchaus gängig in Videospielen, sorgt aber in Kombination mit den anderen Punkten dafür, dass unsere Protagonistin – leider passend zu ihrer Mitgliedsnummer - größtenteils zum fünften Rad am Wagen verkommt, die selbst am Ende einfach nur im Hintergrund anwesend ist. Naja, wer weiß, vielleicht ist das schlicht das Los des Fotografen, der selbst nie im Bild ist. Solange sie trotzdem noch bei den durchaus unterhaltsam präsenten Abendessen mit den unübersehbar gezeigten Gerichten einen Anteil hat, ist ja alles in Ordnung. Denn wie heißt es doch so schön? Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.

Rio Grande im Pferdepark
Im Vorgänger hatte unsere Spielfigur ein eigenes Pferd, das wir analog zu ihr zum Spielbeginn gestalten und benennen konnten. In HORSE CLUB Ride West gibt es diese Funktion nicht mehr. Was aus dem damaligen Pferd geworden ist, wird allerdings nicht geklärt. Ob es nur eine temporäre Reitbeteiligung für die letzten Ferien auf Lakeside gewesen war, es nicht mit in den Pferdehänger gepasst hat und somit schlicht Pech hatte oder spurlos verschollen ist, bleibt unklar und wird nicht thematisiert.
Pferdelos muss unsere Heldin dennoch nicht bleiben. Im Gegenteil, während die regulären Horse-Club-Mitglieder stets mit ihren eigenen Pferden Cayenne, Storm, Blossom und Mystery unterwegs sind, bekommen wir die Gelegenheit, gleich mehrere Pferde aufzusatteln. Im Spielverlauf haben wir letztlich die Auswahl aus sechs Pferden. Dabei besitzt jedes eine andere Ausprägung in seinen Eigenschaften. So ist beispielsweise das eine Pferd schneller, wohingegen ein anderes wendiger ist. Im regulären Spiel fallen die Unterschiede nicht sehr ausgeprägt aus. Es ist durchaus möglich, ein Barrel Race gut mit einem Pferd zu bestreiten, das nicht über die bestmögliche Wendigkeit verfügt. Möchten wir hingegen auf Rekordjagd gehen, macht es durchaus Sinn, bei der Wahl unseres Reittieres auf die Parameter zu achten. Durch Training leveln wir unsere Pferde auf. Je öfter wir zum Beispiel einen Sprint hinlegen, desto mehr Ausdauer und Geschwindigkeit gewinnt unser Mitstreiter. Doch nicht nur allein die Fähigkeiten können wir verbessern. Durch regelmäßiges Loben und Putzen festigen wir zudem die Freundschaft zu unseren Pferden.
Die Namen unserer Rosse sind fix vorgegeben. Das Aussehen dürfen wir hingegen noch etwas variieren. Wir können jederzeit sowohl die Mähnen und Schweife anders gestalten als auch die Reitausrüstung in Form von Satteldecke, Sattel und Zaumzeug.
Mancher Neugewinn im Pferdepark mutet im Storytelling zunächst etwas seltsam an. Ohne zu viel spoilern zu wollen, ist es doch erstaunlich, dass unsere Heldin, trotz ihrer eigenen Blässe im Spielgeschehen, offenbar so ein Naturtalent ist, dass sie ein wildes Pferd ohne große Arbeit direkt zu einem perfekt ausgebildeten Reittier mutieren lässt.
Die Verfügbarkeit von mehreren Pferden im Allgemeinen ist aber definitiv eine gute Erweiterung im Vergleich zum Vorgängertitel, zumal wir bis auf ganz wenige Ausnahmen immerzu zwischen ihnen wechseln können, dazu aber nicht gezwungen sind. Wenn wir also lieber nur mit unserem Lieblingspferd losziehen wollen, können wir das tun. Unter dem Gesichtspunkt wäre die Möglichkeit, auch einmal mit Cayenne, Storm, Blossom oder Mystery los zu reiten, vielleicht noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen. Gerade als Fan aus der jüngeren Zielgruppe könnte dies sicherlich ein besonderer Moment sein, wenn man einmal selbst mit seinem Lieblingspferd der Vorlage durch die Welt galoppieren kann, möglicherweise ergänzend in der Person von Hannah, Lisa, Sofia oder Sarah. Doch das mag eher eine mögliche Zukunftsmusik für einen denkbar neuen Teil sein.

Spiel mir das Lied vom Bug
Was dagegen definitiv für diesen Teil noch relevant ist, ist die technische Seite. Und da hat sich HORSE CLUB Ride West teilweise leider nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Einige der Schwächen, die der Vorgängertitel bereits hatte, begegnen uns erneut. So entdecken wir oftmals unschön nachladende Texturen in der Ferne. Weiterhin ist es zwar schade, dass es keine Möglichkeit gibt, mit anderen Tieren wie den Katzen zu interagieren, weil sie lediglich für die Hintergrundstimmung sorgen sollen. So weit, so gut, doch dass wir durch sie hindurch laufen können, sollte nun nicht gerade möglich sein. Zumal solche Clippingfehler ebenfalls an anderen Stellen auftreten. Außerdem begegnen uns wiederholt unsichtbare Wegbegrenzungen. Mehr als einmal blieb unser Pferd mitten im Lauf urplötzlich an einem kleinen Stein oder einem anderen, rätselhaften Hindernis hängen, was unseren Flow abrupt stoppte, obwohl der Weg optisch passierbar aussah.
Auch in Bezug auf die Animationen gibt es leider Unsauberkeiten. Die Bewegungen der Pferde sind in allen Gangarten noch absolut gelungen umgesetzt. Die Bewegungen der Menschen fallen dahingegen schon ein wenig ab, sind sie doch erneut zumeist etwas hölzern. Schwierig wird es aber definitiv mit Hund Barky. Eigentlich soll er bei der Wahl unserer Begleiter für fröhliche Stimmung bei unseren Ausritten sorgen. Seine Animationen sind jedoch so stark abgehackt, dass wir ihn statt mitzunehmen lieber direkt wieder zu seiner Hundehütte zurückgeschickt haben, weil seine nervösen Zuckungen definitiv die Ruhe gestört haben. Die Umgebungsruckler, die zusätzlich hin und wieder vorkamen, konnten wir dahingegen nicht einfach in der Art von uns schieben.
Des Weiteren sind uns zahlreiche Bugs begegnet, die nochmals kritischer ausfallen. So werden beispielsweise individuelle Anpassungen unserer Pferde, anders als in der Spielwelt und im Menü, im Stall nicht angezeigt. Weiterhin wurden bei einigen Quests die Dialoge vom Zielort bereits abgespielt und somit die Story vorangetrieben, obwohl wir gerade erst den Fuß in den Steigbügel gestellt hatten, um zu starten, und daher noch nicht einmal ansatzweise losgeritten waren.
Zu all dem hat sich das Spiel mehr als einmal komplett abgeschossen. Obwohl wir nichts Besonderes getan hatten, konnten wir plötzlich nicht mehr von unserem Pferd absteigen oder uns standen andere Eingabemöglichkeiten nicht mehr zur Verfügung, um voran zu kommen. Glücklicherweise konnten diese Spielabstürze durch das nochmalige Laden des Spielstands leicht behoben werden. Was sich dagegen nicht beheben ließ, war ein Fehler, durch den auf einmal zwei der Springkurse nicht mehr ausgewählt werden konnten. Obwohl wir sie bereits absolviert hatten und bei einem sogar noch unser Highscore angezeigt wurde, wurden sie uns als nicht abgeschlossen angezeigt. Allein, dass wir die Aufgaben nicht mehr bestreiten konnten, ist schon wirklich unglücklich. Schade ist ferner, dass es sich fortführend auf die dazugehörigen Sammelaufgaben ausgewirkt hat, denn somit war es nicht mehr möglich die betroffenen Trophäen zu ergattern und das Spiel zu 100% abzuschließen. In Summe sollte daher dringend noch einmal gründlich nachgepatcht werden.

Fazit
Der namensgebende Pferdeclub wagt sich in HORSE CLUB Ride West in neue Gefilde. Der Ausritt macht auch abseits von der blühenden Vegetation rund um die übliche Heimat Lakeside in der trockenen Prärie und den Canyons der Wild River Ranch eine passable Figur. Im Vergleich zum Vorgänger fällt auf, dass der Grafikstil geändert wurde und die Gebiete selbst unter Berücksichtigung des neuen Settings etwas karger ausfallen. Dennoch ist das Westernfeeling gut getroffen und wird mit klassischer Westernmusik stimmungsvoll untermalt. Das Erkunden der Spielwelt und die gewohnten Spielelemente wie das Springreiten und das Barrel Race machen erneut viel Spaß. Gleiches gilt für neue Aufgaben wie das Bogenschießen. Zudem können wir mit unserer eigenen Spielfigur in Summe sechs verschiedene Pferde aufsatteln, die unterschiedliche Ausprägungen in ihren Fähigkeiten haben.
Leider gibt es aber einige Schwächen. So fehlt die vertraute Atmosphäre zwischen den Horse-Club-Mitgliedern der Vorlage und unserer eigens für das Spiel verfügbaren Spielfigur, wie sie im Vorgänger kreiert wurde, sodass unsere Protagonistin in den Hintergrund gedrängt wird. Daneben fehlt der eigenständigen Rahmengeschichte etwas der rote Faden und sie nutzt neue Elemente wie den Erzähler nicht in dem Umfang, wie es sich angeboten hätte. Noch kritischer wird es allerdings bei der technischen Performance. So gibt es einige Unsauberkeiten wie nachladende Texturen, Clippingfehler und Ruckler. Ebenso müssen leider häufige Spielabstürze sowie diverse Bugs genannt werden. Letztere reichen von zu früh gestarteten Dialogen bis hin zu blockierten Reitkursen, was zusätzlich dafür sorgt, dass zwar die Geschichte, nicht aber die Sammelaufgaben zu 100% abgeschlossen werden können. Wirklich schade, denn das Spiel an sich ist keineswegs schlecht. So kann es aber nicht ganz mit dem guten Vorgänger mithalten. Da wäre definitiv noch mehr drin gewesen.
- Stimmungsvolle Westernmusik
- Neues Westernsetting
- Gewohnt spaßige Spielelemente wie Springreiten oder Barrel Race
- Neue Spiele wie Bogenschießen
- In Summe sechs verschiedene Pferde verfügbar
- Keine Vorkenntnisse nötig, da eigenständige Rahmengeschichte
- Erzähler ergänzt die Story
- Vollständige Vertonung der Dialoge
- Umgebung karger als im Vorgänger
- Rahmengeschichte fehlt etwas der rote Faden
- Eigene Spielfigur ist zu blass im Hintergrund
- Nur weiblicher Avatar verfügbar
- Erzähler nicht durchgängig genutzt
- Technische Unsauberkeiten wie nachladende Texturen, Clippingfehler und Ruckler
- Häufige Spielabstürze und zahlreiche Bugs
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Konsolenzockerin seit der Kindheit, bevorzugt auf der PlayStation. Zu den Lieblingsspielreihen gehören Grandia, Project Zero, Tomb Raider, Uncharted und Tekken, aber es finden auch gerne mal Indie-Titel den Weg auf den Bildschirm.






