

IQUNIX EV63 Ghost in the Shell Edition im Test: Cyberpunk auf dem Schreibtisch
Mit der EV63 Ghost in the Shell Edition bringt IQUNIX eine besonders auffällige Variante seiner kompakten Gaming-Tastatur auf den Markt. Die Zusammenarbeit mit dem Kult-Anime Ghost in the Shell macht aus der ohnehin schon technisch interessanten EV63 einen echten Hingucker. Dabei bleibt es nicht bei ein paar aufgedruckten Motiven. Angepasste Keycaps, transparente Elemente und zahlreiche Details greifen die Optik der Vorlage auf und verleihen der Tastatur einen ausgesprochen hochwertigen Charakter. Technisch setzt die EV63 gleichzeitig auf moderne Hall Effect Switches und richtet sich damit vor allem an Spieler, die Wert auf schnelle und präzise Eingaben legen.

Magnetische Präzision mit vielen Möglichkeiten
Das Herzstück der EV63 sind ihre Hall Effect Switches. Statt einer klassischen mechanischen Auslösung kommt hier eine magnetische Erfassung zum Einsatz. Dadurch lassen sich die Tasten sehr präzise konfigurieren und verschiedene Funktionen wie der Auslösepunkt oder Rapid Trigger an die eigenen Vorlieben anpassen. Die Switches selbst fühlen sich angenehm weich und geschmeidig an.

Gerade beim Umstieg von einer stärker gefederten Tastatur fällt allerdings zunächst ein deutlicher Unterschied auf. Die EV63 besitzt durch ihr massive Metallgehäuse eine ausgesprochen feste Grundlage. Wer bisher auf einer weicheren, stärker nachgebenden Tastatur geschrieben hat, bekommt hier zunächst die harte Realität einer Vollmetall-Tastatur zu spüren. Der Anschlag ist wesentlich direkter und gibt kaum nach. Die Switches selbst fühlen sich dagegen angenehm weich an. Dieser Kontrast ist gewöhnungsbedürftig, entwickelt aber schnell seinen eigenen Reiz.
Besonders positiv fällt das VIA Webinterface auf. Statt sich mit einer komplizierten Softwareinstallation auseinandersetzen zu müssen, lassen sich zahlreiche Einstellungen direkt über den Browser vornehmen. Tastenbelegungen können angepasst, Makros erstellt und verschiedene Funktionen individuell konfiguriert werden. Auch die Möglichkeiten der Hall Effect Switches lassen sich umfangreich anpassen. Dazu gehören unter anderem die Auslösepunkte der Tasten und Funktionen wie Rapid Trigger. Wer seine Tastatur wirklich auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden möchte, bekommt hier entsprechend viele Möglichkeiten geboten. Es stehen zahlreiche von Pro-Gamern vordefinierte Vorlagen zum einfachen Anwenden zur Verfügung. Gerade für Spieler ist das interessant, da sich die Tastatur dadurch sehr unterschiedlich konfigurieren lässt. Schnelle Spiele können beispielsweise von einem sehr kurzen Auslöseweg profitieren, während beim Schreiben ein längerer Auslösepunkt angenehmer sein kann. Das VIA Webinterface macht die Anpassungen dabei vergleichsweise unkompliziert und sorgt dafür, dass man nicht dauerhaft eine zusätzliche Software auf dem Rechner installieren muss. Durch die drei auf der Tastatur speicherbaren Profile kann man sogar ohne das Interface verschiedene Möglichkeiten offenhalten.
Per Firmware-Update zum Gamepad
IQUNIX scheint seine Hall Effect Tastaturen inzwischen deutlich ernster zu nehmen, denn neue Firmware-Updates für die EV63 erscheinen mittlerweile in kürzeren Abständen. Das jüngste Update bringt eine Funktion mit, die bisher nur eine Handvoll Hersteller wie Wooting, GravaStar oder Keychron angeboten haben: Controller-Emulation.
Im sogenannten Gamepad Mode lassen sich einzelnen Tasten Controller-Belegungen zuweisen. Das spielt die Stärke der magnetischen Switches perfekt aus, denn die Tastatur erkennt, wie tief eine Taste gedrückt wird. In Spielen, in denen das Tempo davon abhängt, wie weit der Stick bewegt oder der Trigger durchgedrückt wird, kann man so mit der Tastatur zwischen Schleichen und Sprinten oder zwischen sanftem Anfahren und Vollgas abstufen. Wer es genau nimmt, kann zusätzlich die Analogkurve anpassen und damit festlegen, wie schnell sich die Empfindlichkeit über den Tastenweg verändert und wie das Spiel auf die Eingaben reagiert.
Voraussetzung ist die aktuelle Firmware. Das Update behebt nebenbei auch einige Fehler bei individuellen Tastenbelegungen und zeigt im Performance-Bereich Rapid Trigger und Auslösepunkt jetzt gleichzeitig an. Schön zu sehen, dass die EV63 auch nach dem Kauf noch dazulernt.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt bei der Verbindung. Die EV63 setzt ausschließlich auf eine kabelgebundene USB-C-Verbindung. Bluetooth oder eine Funkverbindung sucht man vergeblich. Für eine Gaming-Tastatur ist das zwar kein großes Problem, wer seinen Schreibtisch allerdings gerne kabellos hält, sollte diesen Punkt berücksichtigen.
Ghost in the Shell trifft Premium-Tastatur
Optisch zeigt die Ghost in the Shell Edition, wie eine gelungene Kooperation aussehen kann. Die Tastatur wirkt nicht wie eine gewöhnliche EV63, auf die nachträglich ein Anime-Logo geklebt wurde. Stattdessen wurde das Design konsequent an die Vorlage angepasst.

Besonders die eigens gestalteten Keycaps tragen viel zum Gesamtbild bei. Hinzu kommen weitere spezielle Elemente und Details, die Fans von Ghost in the Shell entdecken können. Zusammen entsteht eine futuristische Optik, die sich deutlich von gewöhnlichen Gaming-Tastaturen abhebt. Trotz der auffälligen Gestaltung bleibt die EV63 erstaunlich edel. Sie wirkt nicht überladen und schafft den Spagat zwischen Gaming-Produkt und hochwertigem Schreibtisch-Accessoire. Genau das macht sie für mich zu einer besonders gelungenen Version der EV63. Wer die normale Variante bereits kennt, bekommt hier eine deutlich charaktervollere und optisch ansprechendere Ausführung.
Es endet aber nicht bei der reinen Optik, denn auch die Switches sind in dieser Version eigen. Statt den Magnetic X Pro/Ultra-Switches der Standard-Version sind hier Keytok Nova-Switches verbaut. Diese sind etwas weicher, cremig und leise. Man kann hier keinen Klick erwarten, aber ein befriedigendes weiches klacken.
Ein echtes Schwergewicht
Bei der Verarbeitung gibt sich die EV63 keine Blöße. Das massive Metallgehäuse vermittelt sofort einen hochwertigen Eindruck und sorgt gleichzeitig für ein ordentliches Gewicht. Die Tastatur steht dadurch äußerst stabil auf dem Schreibtisch und verrutscht auch bei hektischen Eingaben kaum. Gleichzeitig vermittelt die Konstruktion eine Robustheit, die man bei einer kompakten Gaming-Tastatur nicht unbedingt erwartet. Hier fühlt sich wirklich alles nach einem Premiumprodukt an.

Allerdings trägt genau diese massive Konstruktion auch zum sehr harten Grundgefühl bei. Wer eine weich gelagerte Tastatur bevorzugt, muss sich umgewöhnen. Die EV63 will nicht nachgeben. Sie steht fest auf dem Tisch und vermittelt bei jedem Anschlag das Gefühl, direkt auf einer massiven Unterlage zu schreiben. Durch das Fehlen sämtlicher Optionen die Neigung anzupassen, lässt sich das auch nicht ändern. Der Winkel ist angenehm aber eben auf final.
Das macht die Tastatur nicht schlechter, sondern verleiht ihr einen ganz eigenen Charakter. Die Kombination aus weichen magnetischen Switches und dem extrem stabilen Gehäuse ist ungewöhnlich, funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit aber erstaunlich gut.
Fazit
Die IQUNIXEV63 Ghost in the Shell Edition ist weit mehr als eine gewöhnliche Gaming-Tastatur mit Lizenzmotiv. Die Hall Effect Switches bieten zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und machen die Tastatur besonders für ambitionierte Spieler interessant. Gleichzeitig überzeugt die Verarbeitung mit ihrem massiven Metallgehäuse und der daraus resultierenden hohen Stabilität.
Gut gefällt die Kombination aus Technik und Optik. Die eigens gestalteten Keycaps und die zahlreichen Ghost in the Shell Details machen die EV63 zu einer der edleren Ausführungen ihrer Reihe. Mein persönliches Highlight ist das VIA Webinterface ergänzt diesen Eindruck mit einer überraschend umfangreichen Auswahl an Konfigurationsmöglichkeiten. Wer gerne an Auslösepunkt, Tastenbelegung, Makros und weiteren Funktionen feilt, kann die Tastatur sehr genau an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Der Einstieg kann aufgrund der sehr festen Bauweise etwas ungewohnt sein. Wer von einer gefederten Tastatur kommt, muss sich zunächst an das direkte Anschlaggefühl gewöhnen. Dafür bekommt man weiche und präzise Hall Effect Switches, eine umfangreiche Konfiguration über VIA und eine ausgesprochen hochwertige Verarbeitung.
Auch der ausschließlich kabelgebundene Betrieb dürfte nicht jedem gefallen. Abgesehen davon ist die EV63 Ghost in the Shell Edition aber eine sehr gelungene Kombination aus moderner Tastaturtechnik und auffälligem Design. Für ihren Preis gehört die Standardversion zu den interessanteren Hall Effect Tastaturen. Mit der Ghost in the Shell Edition wird ein rundum stimmiges und auf Fans zugeschnittenes Paket geboten.
- Schwere, hochwertige Tastatur
- Gut umgesetztes Special-Design
- Umfangreiche VIA-Software
- Weicher, cremiger Anschlag
- Hall-Effect-Switches
- Nur Kabelgebunden
- Keine Kickout-Füße oder ähnliches
- Nur ASCI-Layout verfügbar

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Hat seit dem Gameboy jede Handheld-Generation ausgiebig genutzt. Es stehen vorallem Coop- und Multiplayer-Spiele hoch im Kurs.