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Pro Cycling Manager 26Pro Cycling Manager 26
Review

Pro Cycling Manager 26 im Test: Vielseitige Optimierungen für maximalen Spielspaß? 

Von Daniel Walter am 15. Juni 2026. Getestet auf Steam Deck. 9 Min. Lesezeit. Zum Spiel hier klicken.

Ergänzend zur Rennsimulation Tour de France dürfen sich PC-Spieler auch wieder über den Pro Cycling Manager 26 freuen. Was dieser diesmal zu bieten hat, verraten wir euch im Test.

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Eine ganze Liste an Neuerungen in allen Bereichen

Der PCM 2026 bringt Verbesserungen auf allen Ebenen mit und bohrt hierfür einige grundlegende Mechaniken auf, um ein noch authentischeres Erlebnis zu schaffen und auch den Komfort beim Spielen zu erhöhen. So wurde in diesem Jahr zum Beispiel die Tagesform der Fahrer überarbeitet. Diese ist nun merklich differenzierter und unterscheidet sich je nach Fahrertyp. So gibt es zwei verschiedene Varianten, die sich auf die Formkurve der Fahrer während der Rennen auswirken, nämlich Tour und Classics. Während ein Spezialist für Rundfahrten nun eine beständigere Form im Laufe eines mehrtägigen Etappenrennens aufweisen kann, sind Fahrer mit Fokus auf Klassikern in der Lage, bei den Eintagesrennen ihre beste Form abzurufen. Dadurch erhält die Tagesform auch einen höheren Stellenwert und ist eben auch an die grundlegenden Fähigkeiten der Fahrer geknüpft. Wie gut es um die beiden Werte bei jedem Fahrer bestellt ist, verrät uns übrigens jeweils ein Buchstabencode von A bis E.

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Auch bei der Planung unserer Saison und der Organisation der Mannschaft wurden die Weichen neu gestellt. So haben wir nun die Chance, das Team gut sichtbar zu strukturieren und Leader, Secondary Leader und Unterstützer übersichtlich zu gruppieren, um schneller die passenden Fahrer für jedes Rennen zu finden. Auf diese Weise ist auch die Hierarchie innerhalb des Teams sofort erkennbar. Auch lassen sich Spezialisierungen nun sinnvoll hervorheben und zusammenfassen, sodass wir auf einen Blick sehen, wer Sprinter, wer Bergfahrer und wer Leader ist sowie wer der ersten Riege als Leader Support und Sprint Support in den rennentscheidenden Momenten zur Seite stehen kann. Da sich nun außerdem die Rennen in vier Prioritätsstufen manuell voneinander abheben lassen (von A bis D), haben wir auch hier die Chance, unsere Saisonhöhepunkte schneller zu finden und entsprechend der Spezifizierung und Form der Fahrer sinnvoll zu besetzen. Die Saisonhighlights lassen sich für jeden Sportler einzeln setzen, wodurch eine detaillierte Planung möglich ist, vom Anfang bis zum Ende des Jahres. Die Neustrukturierung trägt auf jeden Fall zur Übersicht bei, verbessert außerdem die Bedienung und optimiert den Flow für weniger Zeiteinsatz.

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Eine weitere Optimierung betrifft die Simulation von Rennen, die wir nicht live spielen möchten, um Zeit zu sparen, was in Anbetracht der Länge der Saison relativ häufig der Fall sein dürfte. Hier wurde eine komplett neue Art der Simulation eingeführt, nämlich die detaillierte Simulation. Diese lässt im Hintergrund das komplette Rennen in der Spielengine durchlaufen und verzichtet dabei lediglich auf den grafischen Output. Dadurch sollen genauere und realistischere Ergebnisse zustande kommen als bei der bisherigen schnellen Simulation. Diese ist übrigens nach wie vor verfügbar und kann als noch zeitsparendere Alternative verwendet werden, was gerade bei unbedeutenderen Rennen eine sinnvolle Option ist. Über das Menü lässt sich übrigens festlegen, welche Rennen mit der neuen detaillierten Simulation ausgeführt werden sollen, sodass wir nicht bei jedem Event manuell eine Auswahl treffen müssen, aber durchaus können. Diese Art der Simulation ist in jedem Fall eine gelungene Alternative, da sie einfach näher an den tatsächlichen Geschehnissen dran ist, die wir auf der Straße beim Livespiel erreichen würden und sich nicht nur auf simple Datentabellen verlässt. Etwas spannender wäre das Ganze noch, wenn man während der Simulation auch aktiv eingreifen könnte, zum Beispiel, indem man an bestimmten Stellen eine Attacke befiehlt.

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Ebenfalls richtig interessant ist die Möglichkeit, in der Pro Cyclist Karriere nun sowohl einen selbst erstellten Fahrer als auch einen real existierenden Profi spielen zu können. Dadurch haben wir die Möglichkeit, die Karriere unseres Lieblingsfahrers nun selbst zu beeinflussen und mit den großen Namen um die ganz großen Trophäen zu kämpfen, ohne, dass wir erst quasi bei Null anfangen müssen. Beim eigenen Fahrer dürfen wir natürlich wieder selbst die Eckdaten vergeben, beim realen Vorbild sind diese selbstverständlich vorgegeben. Die neue Option hebt die Fahrerkarriere in jedem Fall auf eine neue Ebene und macht sie für viele Spieler sicherlich um einiges interessanter.

Zu den beschriebenen großen Veränderungen gesellen sich auch einige kleinere, die keinen immensen Einfluss auf das Spiel haben, aber dennoch etwas mehr Realismus in den PCM bringen. So können Fahrer nach dem Ende ihrer Karriere nun auch weiterhin im Radsport tätig sein, zum Beispiel als Trainer oder Talentscout. Darüber hinaus ist es nun möglich, auf die Teilnahme an Rennen der Nationalmannschaft zu verzichten oder auch die Länderzugehörigkeit eines Teams im Verlauf seines Bestehens zu verändern - so wie es ja auch im Profiradsport gerne einmal passiert, wenn sich beispielsweise der Hauptsponsor ändert.

Alles in allem kann sich die Liste an Änderungen wirklich sehen lassen und fast alle davon sind im Manageralltag auch wirklich präsent, was man von sogenannten "Neuerungen" bei jährlich erscheinenden Sportspielen wahrlich nicht immer behaupten kann.

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Bekannte Spielmodi für jeden Geschmack

Bei der Auswahl an Spielmodi hat sich nichts verändert, sodass wir uns für eine der beiden großen Karrieren entscheiden, ein einzelnes Rennen ohne weitere Verpflichtungen bestreiten oder online gegen andere Spieler antreten können. Bei der Pro Cyclist Karriere steht wie gewohnt ein einzelner Fahrer im Mittelpunkt, über dessen weitere Laufbahn wir mitentscheiden. Dabei kümmern wir uns nicht nur um den Erwerb neuer Fähigkeitspunkte, die wir auf Kategorien wie Leistung, Persönlichkeit, Erkenntnis oder Rennen verteilen können, um beispielsweise zusätzliche XP zu erhalten, unseren Einfluss im Team zu erhöhen oder auch mehr Informationen über unsere Gegner zu bekommen. Darüber hinaus planen wir unseren Rennkalender mit und können beispielsweise auch voreingestellte Rennen entfernen oder neue hinzufügen, indem wir unsere Saisonpunkte investieren. Auch das Training und das Festlegen unserer persönlichen Ziele liegt in unserer Hand, wenn wir dies möchten - wir können das ganze aber auch dem Trainer überlassen. Hier geht es darum, die perfekte Balance zwischen allgemeinem Training, spezifischem Training und Erholung zu finden, um die gewünschten Formhöhepunkte zu erreichen. Des Weiteren schreiben wir Nachrichten an unseren Trainer, bestimmen unsere Wasserträger als Leader oder informieren uns über den aktuellen Gesundheitszustand unserer Gegner, um stets up to date zu sein. Im 3D-Rennen der Fahrerkarriere steuern wir dann im Prinzip auch nur unseren Fahrer, auch wenn wir den Teammitgliedern ebenfalls grundlegende Anordnungen im Bezug auf Führungsarbeit und ähnliches geben können.

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Deutlich umfassender fällt die Karriere dann mit der ganzen Mannschaft aus. Hier entscheiden wir uns für ein Profiteam und leiten dieses durch mehrere Saisons, auf dem Weg an die Spitze. Die Lizenzdichte ist dabei extrem hoch, da alle wichtigen Worldtour-Teams vertreten sind, mitsamt Originaltrikot und Kader. Abgewandelte Fantasienamen sind uns hier zumindest bei der ersten Riege keine aufgefallen, was so definitiv auch nicht immer war. Außerdem sind die Fahrer mit Originalporträt in der Teamliste zu finden, was das Ganze natürlich extrem aufwertet. In der Teamkarriere sind unsere Aufgabenbereiche auch deutlich breiter gefächert als beim Fahrerpendant. So kümmern wir uns um Forschung und Entwicklung sowie um Materialoptimierungen für einzelne Profis, ziehen neue Sponsoren mit individuellen Zielen an Land, planen den Rennkalender und die persönlichen Ambitionen jedes Fahrers, legen Trainingsroutinen und Trainingslager fest oder befassen uns mit dem Personal. Trainer und Scouts werden ebenso von uns eingestellt wie der Teamarzt - außerdem erledigen wir Vertragsgespräche mit den Fahrern, tauschen uns mit unseren Assistenten per Chat aus oder behalten Fitness und Moral unserer Mannschaft im Auge. Dank der neuen Planungsoptionen gehen einige Schritte etwas einfacher von der Hand - um den Pro Cycling Manager in seiner ganzen Pracht genießen zu können, ist aber definitiv ein Grundinteresse für den Radsport empfehlenswert, denn es geht hier schon sehr ins Detail. Auf der Straße steuern wir hier, im Gegensatz zur Fahrerkarriere, das gesamte Team mit allen Optionen, sodass wir auch jeden Fahrer angreifen lassen können, den Einsatzbalken variieren dürfen und natürlich auch das Verhalten im Feld anpassen können - dies ist im Pro Cyclist Modus nur für einen Fahrer möglich.

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Wer es weniger umfangreich möchte und sich nur für einzelne Rennen interessiert, kann sich außerdem in den Spielmodus "Rennen" stürzen und hier jedes Event des Rennkalenders separat mit einem Team seiner Wahl bestreiten. Dabei punktet das Spiel erneut mit einer großen Auswahl an Lizenzen, wodurch wir zahlreiche echte Rennen fahren dürfen. Von der Tour de France und der Vuelta über Paris - Nizza und die Tour Auvergne - Rhone - Alpes bis hin zu Klassikern wie Mailand - San Remo, Fleche Wallonne, Lüttich - Bastogne - Lüttich oder Paris - Roubaix. Außerdem gehören Welt- und Europameisterschaft sowie die nationalen Meisterschaften zum prall gefüllten Kalender. Immer noch eine klaffende Lücke ist allerdings der Giro d'Italia, der als dritte große Landesrundfahrt nicht mit echtem Namen lizenziert ist, ebenso wie mehrere kleinere Events, die nur mit Fantasienamen vertreten sind. Wenn wir uns für ein einzelnes Rennen und nicht für die Karriere entscheiden, müssen wir uns auch um sehr viel weniger kümmern. So geht es am Ende lediglich um die Wahl des Kaders, das Material und die grundlegende Strategie für den Rennverlauf. Dieser Modus ist also perfekt für alle, die einfach und schnell loslegen möchten. Sehr schön ist übrigens, und zwar in allen Modi, das vor den Rennen nun ein Magazin aufgerufen werden kann, das nicht nur Informationen zur Etappe liefert, sondern beispielsweise auch die Favoriten benennt sowie Kommentare oder Interviews einer fiktiven Redaktion liefert. Dadurch wird ein wenig mehr Rahmenprogramm als früher geboten, was ein sinnvoller Weg ist.

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Gelungene Präsentation auf der Strecke

Optisch macht der Pro Cycling Manager im Jahr 2026 einen sehr guten Eindruck. Die Bewegungen der Fahrer auf dem Rad sehen lebensechter aus, die neue Engine ermöglicht tolle Lichteinfälle und Schattenwürfe und auch die Umgebungen sind stimmungsvoll eingefangen und abwechslungsreich gestaltet. So dürfen wir uns auf Meer, Wüste, Gebirge, Städte und grüne Ebenen freuen und auch markante Punkte, zum Beispiel in Paris, können sehr gut als solche identifiziert werden. Auch die Weitsicht ist sehr schön umgesetzt und lässt uns beispielsweise die Fahrzeugkolonne in einiger Entfernung ausmachen, wenn es die Umgebungsbeschaffenheit zulässt. Bei den Zuschauern und auch bei den Gesichtern der Fahrer wurde zudem auf ausreichend Abwechslung geachtet, um ein realistisches Bild zu schaffen. Aufploppende Texturen oder auch ein etwas hakeliges Bild bei der Siegerehrung lassen sich aber nicht leugnen. Gleiches gilt für die Tatsache, dass der Kommentar während der Etappe noch immer sehr rudimentär ist und weitestgehend auf altbekannte Phrasen vertraut, die man mittlerweile mitsprechen kann. Die Rufe des Publikums sind dagegen ordentlich umgesetzt und sorgen dort, wo Menschen am Streckenrand stehen, für eine passende Stimmung.

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Fazit

In diesem Jahr hält der Pro Cycling Manager eine ganze Liste an Neuerungen bereit und das Schöne ist, dass man fast alle davon auch direkt sieht. Egal, ob es um die bessere Kategorisierung und Gruppierung der Fahrer geht, um das optische Priorisieren der einzelnen Rennen oder um die spürbare Überarbeitung der Tagesform mit Bezug auf die Spezialisierung auf Rundfahrten oder Eintagesrennen - man merkt den Unterschied. Dies gilt auch für die neue Art der Simulation, die nachvollziehbarere Ergebnisse liefert als die bekannte Kurzfassung. Auch die Tatsache, dass man die Fahrerkarriere nun mit echten Profis bestreiten kann, ist ein Gamechanger! Es wäre wirklich schön, wenn man die groß angepriesenen Neuerungen in Sportspielen immer so unmittelbar spüren würde wie dieses Jahr beim Pro Cycling Manager. Da kann man dann auch verzeihen, dass sich am grundlegenden Ablauf der Karrieren nicht wirklich etwas verändert hat und auch, dass die Kommentarspuren inzwischen eine ziemlich dicke Staubschicht haben. Alles in allem ist der Pro Cycling Manager mit seinen sinnvollen Neuerungen, der ansprechenden grafischen Präsentation und den zahlreichen detaillierten Managementfunktionen nicht nur in Ermangelung ernsthafter Konkurrenz das Maß aller Dinge im virtuellen Radsport. In diesem Jahr hat er uns auf jeden Fall noch etwas mehr als sonst begeistert!

Pro:
  • Neue Art der Simulation, die mit kompletter Rennsimulation im Hintergrund authentischere Ergebnisse liefert
  • Bessere Organisation und Übersicht des Kaders dank neuer Möglichkeiten der Gruppierung
  • Rennen lassen sich nun manuell optisch priorisieren
  • Tagesform wird wichtiger und realistischer durch Einführung von Eintages- und Rundfahrttyp
  • Pro Cyclist Modus ermöglicht nun Karriere mit echtem Profi
  • Neuerungen auch tatsächlich im Spiel spürbar
  • Wie immer umfassende Management-Optionen in der Teamkarriere
  • Umfassende Lizenzen bei Fahrern, Teams und vielen Rennen
  • Gelungene optische Präsentation
Contra:
  • Detailliertes Management kann Radsport-Neulinge überfordern
  • Kommentare würden ein Upgrade vertragen
  • Giro fehlt noch immer als große Landesrundfahrt
  • Keine Neuerungen im grundlegenden Ablauf der Modi
  • Später aufploppende Texturen im Live-Rennen
  • Hölzerne Siegerehrungen
Gameplay:
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Grafik:
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Sound:
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Atmosphäre:
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Managementfunktionen:
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Unsere Wertung: 9 / 10
TestingBuddies Award Silber
Spiel getestet auf: Steam Deck

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Daniel Walter

Daniel Walter

Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.

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