

College Football 27 im Test - Wie schlägt sich Maddens kleiner Bruder dieses Jahr?
Wie jedes Jahr läutet Electronic Arts die Sportsaison mit Maddens kleinem Bruder, also in diesem Fall mit College Football 27 ein. Was die aktuelle Ausgabe der jährlichen Football-Simulation diesmal für uns bereit hält, verraten wir im Test.
Was als erstes ins Auge fällt, ist das neue aufwendig gestaltete Menü, das uns im wahrsten Sinne des Wortes ein Dashboard eines Trainers zeigt, mitsamt animiertem Mini-Stadion, Tablet mit wechselnden Anzeigen und jeder Menge Merchandise-Artikel auf dem Schreibtisch. Ob es diesen Aufwand für ein Menü jetzt gebraucht hätte, lässt sich kritisch hinterfragen, ansprechend ist es aber in jedem Fall. Wie gewohnt großartig ist aber auch diesmal die Menümusik, denn hier werden bekannte Rock- und Popsongs im Stile einer Marching-Band interpretiert, wie zum Beispiel Metallicas "Sad but true", Panic! at the Discos "I write sins not tragedys", Ed Sheerans "Shape of you" oder auch "24k Magic" von Bruno Mars. Dabei kommt direkt echtes College-Feeling auf und man fühlt sich sofort mitten hinein versetzt in die Stadionkultur der USA.

Baue deine Dynastie auf
Als einer der beiden großen Offline-Modi ist auch in diesem Jahr wieder der Dynasty-Mode mit von der Partie. Hier übernehmen wir die Kontrolle über ein College-Team unserer Wahl. Im Vorfeld haben wir bereits die Chance, uns umfassend über die einzelnen Mannschaften zu informieren. Hier kommen zum Beispiel auch erstmals die neuen Dynasty Blueprints zum Tragen. Dort sehen wir, in welchen Bereichen das jeweilige Team bereits seine Dynasty Points investiert hat und wo diese in Zukunft hin fließen sollten, um die Erwartungen zu erfüllen. Die Punkte verteilen sich auf Staff, Facilities, Recruits und Roster. Die Anzahl an zur Verfügung stehenden Punkten zum Start hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab, wie dem Conference Prestige des Vereins, der Brand Exposure oder auch der Atmosphäre im Stadion.
Ebenfalls spannend vor der Wahl des passenden Teams sind die gesteckten Ziele des Athletic Directors (AD), die wir in unserem eigenen Interesse im Bezug auf die Sicherheit unseres Jobs unbedingt verfolgen sollten. Zu den Zielen zählen zum Beispiel vorgegebene Positionen in der Tabelle am Ende einer Saison, eine gewünschte Mindestanzahl an Punkten während eines einzelnen Spiels oder auch das Besiegen eines bestimmten rivalisierenden Teams. Jedes erreichte Ziel wird dabei mit einer unterschiedlichen Zahl an Dynasty Points belohnt, wie wichtig das jeweilige Ziel für den AD ist, können wir außerdem am angezeigten Impact ablesen, der sich in drei Stufen staffelt. Wie sicher oder gefährdet unsere Position ist, lässt sich übrigens detailliert an einem entsprechenden Balken ablesen.

Auch sehr nützlich für die Suche nach der idealen Mannschaft ist die angegebene Benotung verschiedener Bereiche des Teams wie Campus Lifestyle, Coach Stability, Academic Prestige oder Coach Prestige. Auf diese Weise lässt sich nämlich gut ablesen, wo die Herausforderungen jedes einzelnen Teams liegen und wo wir uns quasi ins gemachte Nest setzen können. Diese einzelnen Besonderheiten können nämlich später beim Recruiting neuer Spieler eine wichtige Rolle spielen und sogar zum Dealbreaker werden, wenn sie nicht dessen Anforderungen entsprechen. Auch sind sie wichtig für die Zufriedenheit des bestehenden Kaders und können dazu führen, dass bestimmte Teammitglieder die Mannschaft verlassen wollen, wenn wir den jeweiligen Aspekt nicht verbessern.
Sobald wir uns für eine Mannschaft entschieden haben, wählen wir unsere eigene Rolle, also ob wir als Head Coach alle Aspekte des Teams kontrollieren oder uns als Offense oder Defense Coordinator nur mit den Belangen jeweils eines Teils befassen möchten. Weiterhin haben wir die Chance, entweder einen existierenden Coach als Vorlage zu verwenden oder einen eigenen zu gestalten. Im zweiten Fall geht es zunächst um die Wahl der Backstory, die beeinflusst, ob unsere Stärken in der Motivation, der Taktik oder dem Recruiten liegen, was uns jeweils Boosts im jeweiligen Bereich einbringt, die uns die Arbeit erleichtern. Im Charakterdesigner lassen sich dann im Anschluss nicht nur das körperliche Erscheinungsbild und das Outfit anpassen, sondern auch die typischen Playbooks des Trainers, Details zu dessen eigener spielerischer Vergangenheit oder sein Schwerpunkt im Bezug auf die Dynasty Points. Später können wir dann auch die Fähigkeiten des Coaches ausbauen, indem wir bestimmte Ziele verfolgen und dadurch neue Felder im Skilltree freischalten, die wiederum spezielle Boni mit sich bringen.

Nach den grundlegenden Einstellungen, entlässt uns das Spiel ohne weitere Einleitung in unser Coach-Menü. Hier haben wir nicht nur Zugriff auf alle Statistiken rund um unser Team, sondern können beispielsweise auch detaillierte Einstellungen vornehmen, um das Gameplay an unsere Wünsche anzupassen. Hierzu gehört auch die Nutzung der XP-Slider, mit denen wir einstellen können, wie schnell sich einzelne Positionen oder Fähigkeiten weiterentwickeln. Glücklicherweise wurde hier nach anfänglichem Pay-to-win Ansatz inzwischen wieder zurück gerudert. Über die Gameplay-Sliders lassen sich außerdem bestimmte Aktionen oder Spielzüge finetunen, indem wir zum Beispiel festlegen, wie gut die Passgenauigkeit des Teams ist oder wie gut sich die Mannschaft in Bereichen wie Ball Security, Tackling oder Interceptions schlägt. Außerdem können wir hier Verletzungen und Müdigkeit individualisieren, ebenso wie die Strenge der Schiedsrichter. Auf diese Weise ist es nun (wieder) möglich, die Dynastie ganz nach den eigenen Vorstellungen und Fähigkeiten anzugehen. Schön ist auch, dass uns der Spielmodus mit seinen angezeigten Aufgaben bei der Stange hält und uns so dabei hilft, den Fokus auf die wichtigen Dinge zu legen. Dabei reichen unsere Zuständigkeiten von der Trainingsplanung, über das Recruiting und Scouting, bis hin zur Wahl der passenden Taktiken in den Formation Subs für Offense und Defense.

Das Menü gibt uns zudem Zugriff auf die bereits erwähnten Dynasty Blueprints, wo wir gezielt einzelne Bereiche der Mannschaft pushen können, indem wir neue Mitarbeiter einstellen, zusätzliche Spieler rekrutieren, Facilities up- und downgraden oder mit zusätzlichem Equipment ausstatten, das wiederum positive Aspekte mit sich bringt, wie die Reduzierung der Verletzungswahrscheinlichkeit. Das ganze Blueprint-Management oder auch nur Teile davon können wir auf Wunsch übrigens auch der CPU überlassen. Insgesamt bringen die Blueprints aber definitiv mehr Tiefe und Realismus in das Teammanagement, da sie uns die einzelnen wichtigen Aufgabenbereiche gut gegenüberstellen und individuelle Schwerpunkte setzen lassen. Dadurch gibt es insgesamt inzwischen eine große Bandbreite an Möglichkeiten der Einflussnahme, wodurch sich der gefühlte Management-Anteil erhöht. Neben den Blueprints gibt es ja beispielsweise bereits auch das sehr detaillierte Scouting und Recruiting, bei dem wir zahlreiche Aktionen ausführen können, um einen Spieler von uns zu überzeugen. Hierzu gehören zum Beispiel Social Media Recherchen, der Kontakt zur Familie oder auch ein persönlicher Besuch. Insgesamt ist die Dynasty also in jedem Fall wieder etwas für die Taktiker, denn sehr viel Drumherum abseits der Menüs und der Spiele selbst wartet hier nicht auf uns. Das große Tam Tam gibt es dann wie gewohnt beim anderen großen Offline-Modus, der Road to Glory.

Erlebe eine erweiterte Road to Glory
Wer seinen Fokus nicht auf ein ganzes Team, sondern auf einen einzelnen Spieler legen möchte, ist im zweiten großen Offline-Modus Road to Glory an der richtigen Stelle. Hier wählen wir zunächst, ob wir als Underdog mit nur geringen Vorteilen starten, als Contributor eine ausbalancierte Spielerfahrung wünschen oder uns als Blue Chip oder Elite-Spieler besonders gut stellen möchten. Wie gewohnt stehen anschließend unterschiedliche wählbare Positionen bereit, nämlich Quarter Back, Half Back und Wide Receiver für die Offense sowie Mike Linebacker und Cornerback für die Defense. Neu mit dabei sind außerdem die Positionen Edge Rusher und Free Safety im defensiven sowie Tight End im offensiven Lineup. Letzterer fungiert dabei als Hybrid zwischen starkem Blocken und robustem Passempfänger. Als Edge Rusher ist es dagegen unsere Aufgabe, für Chaos im Spielaufbau des Gegners zu sorgen, indem wir den gegnerischen Quarter Back unter Druck setzen, ihn zu Fehlpässen zwingen oder einen Sack landen. Die letzte neue Position, der Free Safety, ist die letzte Verteidigungsbastion der Defense vor der Endzone. Er hält sich entsprechend im hinteren Teil des Feldes auf, versucht lange Pässe abzufangen oder als letzte Instanz einen Touchdown per Tackle zu verhindern. Hier ist es essenziell, die Spielzüge des Gegners aus der Distanz zu lesen und darauf zu reagieren.

Im nächsten Schritt ist es möglich, unseren Spieler umfassend zu gestalten. So legen wir nicht nur Details wie Heimatstadt und - staat, Trikotnummer, favorisierte Hand und die frühere High School Mannschaft fest, sondern auch sein komplettes Aussehen, vom Kopf über die Frisur bis hin zum Outfit. Außerdem haben wir die Möglichkeit, die Animationen für Aktionen wie Werfen, Rennen oder das Tragen des Footballs zu individualisieren. Bei den körperlichen Besonderheiten haben wir dann die Wahl, ob wir einen Spieler komplett frei gestalten oder eine Legende des Sports als Vorlage verwenden wollen. Wenn wir uns für die erste Variante entscheiden, legen wir fortan Gewicht und Größe des Spielers fest und bestimmen damit gleichzeitig auch seinen Bodytyp sowie seine Grundattribute in allen wichtigen Bereichen, wie Power, Quickness, Blocking oder Health. Hier lassen sich die Ratings im nächsten Schritt dann noch weiter verfeinern, indem wir die verfügbaren Punkte entsprechend verteilen. Schaffen wir es innerhalb der Karriere, einzelne Kategorien auf ein bestimmtes Level zu heben, schalten wir zudem sogenannte Physicals frei, die spezielle Verbesserungen auf dem Platz bringen. Interessant ist auch das nächste Feature, nämlich die Mental Abilities. Hier lässt sich in den Bereichen Academics, Leadership und Brand je eine Mentalfähigkeit ausrüsten, die bestimmte Vorteile gewährt. Hierzu gehören zum Beispiel eine Unempfindlichkeit gegenüber Wettereinflüssen oder eine optimierte In-Game-Recovery. Die gewählten Optionen verbessern wir dann später durch das Erledigen vorgegebener Aufgaben.

Anders als die Dynasty ist die Road to Glory durchsetzt von Aktivitäten abseits des Platzes, wodurch dieser Modus deutlich dynamischer wirkt. Hier warten Chats mit Coaches oder auch mit Klassenkameraden auf uns, die uns manchmal auch vor Entscheidungen stellen, die sogar Einfluss auf die Entwicklung unseres Spielers haben können. Hinzu kommen stimmungsvoll inszenierte Sequenzen für große Momente, wie die Hat Selection am Signing Day, wenn wir unser College wählen. Hier wurden interaktive Elemente eingebaut, wie zum Beispiel die Option, die Mütze nicht gewünschter Colleges ins anwesende Publikum zu werfen, die uns als Spieler näher ans Geschehen bringen. Dies hätte allerdings noch ein bisschen besser geklappt, wenn man die Sequenzen auch vertont hätte. Weiterhin warten auch bei der Road to Glory unterschiedliche Herausforderungen auf uns, die schon während der High School Zeit zu Beginn der Karriere starten. Die verschiedenen Aufgaben können während der Partien erledigt werden und verbessern unseren Score, wenn wir erfolgreich sind. Dieser wiederum macht uns für die einzelnen Colleges interessant - je nachdem wie deren Schwerpunkt ist, gibt es für einzelne Quests sogar einen Boost.

Sobald wir die Highschool dann hinter uns gelassen haben, beginnt die Karriere am College erst so richtig. Hier stehen uns dann auch gleich deutlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung als im abgespeckten Menü während der Highschool. So haben wir zum Beispiel die Möglichkeit, unsere zur Verfügung stehenden Energiepunkte für die Weekly Agenda auf fünf verschiedene Kategorien zu verteilen, um bestimmte Effekte zu erzielen. So können wir sie in unsere Bildung investieren, damit wir unsere Examen bestehen, oder unser Leadership ausbauen, um die Team XP zu erhöhen. Geben wir sie im Bereich Health aus, verringert sich die Chance, dass wir uns auf dem Platz verletzen, wohingegen wir in der Fitness-Kategorie unser Gewicht und die XP-Entwicklung beeinflussen. Ebenfalls wichtig ist der Aufbau unseres Brands, in den wir ebenfalls unsere Energie stecken können, um neue Fans zu gewinnen und dadurch spezielle Deals für die Entwicklung unseres Spielers freizuschalten. Unsere Performance auf dem Platz sowie die Wahl der Aktivitäten für die Weekly Agenda und auch unsere Antworten in den Chats beeinflussen am Ende außerdem die Zufriedenheit unseres Coaches, sein Vertrauen erhöhen wir außerdem durch das Absolvieren von Trainings und das Einfahren von Siegen. Unsere komplette Leistung auf dem Platz und abseits davon fließt außerdem in unseren Legacy Score ein, der unsere gesamte Karriere widerspiegelt. Mit diesem Score können wir unsere Geschichte dann auch in der Superstar-Karriere von Madden NFL 27 weiterschreiben.
Insgesamt ist die Road to Glory mit ihren zahlreichen Herausforderungen und Möglichkeiten der Verbesserung des Spielers sehr motivierend und dank verschiedener Aktionen abseits des Platzes auch deutlich interaktiver als die Dynasty. Für unseren Geschmack dürfte es bei der Präsentation abseits der eigentlichen Spiele aber gerne auch noch ein bisschen mehr sein.

Ein Spektakel auf dem Platz
Die Atmosphäre in den Stadien war schon immer die ganz große Stärke von College Football und hat es seit seiner Einführung stark von Madden abgehoben. Auch in diesem Jahr ist die Stimmung herausragend umgesetzt und wirkt noch einmal intensiver und echter als im Vorjahr. Egal, ob es um den spektakulären Walk-on mitsamt Pyro- und Lightshow, die dynamische Performance der Cheerleader, die gröhlende Menge auf den Rängen oder die markanten Einlagen der Maskottchen geht, College Football bringt eine großartige Aura auf den Bildschirm und versetzt uns Mitten ins Geschehen - ebenso wie der fühlbare Stadion Pulse, der sich in spannenden Situationen ins Unermessliche steigert. Auch die Präsentation an sich rückt noch einmal näher an eine echte TV-Übertragung heran und überzeugt mit frischen Grafiken und Animationen sowie mit einem neuen Kommentatorenteam mit zahlreichen neu eingesprochenen Phrasen. Letztere sorgen, in Kombination mit der musikalischen Untermalung im Brass Stil, für einen glaubhafte Umsetzung der College-Thematik und unterscheiden sich merklich vom kühleren, etwas abgehobeneren Madden.

Beim Gameplay wurden ebenfalls einige Aspekte optimiert, diese werden aber vermutlich eher den echten Nerds auffallen als dem gewöhnlichen Spieler. So wurde zum Beispiel am Route Running der Receiver gearbeitet, um gerade das Verhalten der Spieler vor dem Pass des Quarterbacks realistischer zu gestalten. Darüber hinaus fühlt sich die Manndeckung nun körperlicher und wuchtiger an, auch spielen die Ratings beim Ausgang der Duelle nun eine größere Rolle. Weiterhin wurde die Darstellung der Kämpfe innerhalb der 3-Yard-Linie überarbeitet, um ein realistischeres Bild zu liefern, wenn es nur um wenige Yards Raumgewinn geht. Diese erscheinen nun intensiver und schlichtweg bedeutender.
Die größte Änderung auf dem Platz ist aber sicherlich die Einführung des dynamischen Wetters, das sich nun innerhalb einer Partie verändern kann und dadurch auch Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Denn durch das unstete Wetter, das sich beispielsweise innerhalb eines Matches von klarem Himmel zum Schneefall verändern kann, wechselt nicht nur die komplette Stimmung auf dem Platz, sondern zum Beispiel auch das Spieltempo. Das vorherrschende Wetter passt nun außerdem genau zur Jahreszeit sowie zum Ort, an dem die Partie stattfindet. Besonders schön ist dabei, dass die Veränderungen auch auf dem Platz erst nach und nach zu erkennen sind, sodass der Schnee beispielsweise Schritt für Schritt mehr wird und dann auch Spuren der Spieler im dichter werdenden Weiß zu erkennen sind.

Mehr College Football abseits der großen Modi
Wem die beiden großen Einzelspielermodi nicht reichen, der kann sich auf weitere Spieloptionen freuen, online wie offline. Hierzu gehört wie immer der Sammelkartenmodus Ultimate Team, der in diesem Jahr mit einem neuen Upgrade-System ausgestattet wurde, das nun auf Skill Points für das Aufwerten von Gegenständen setzt. Weiterhin gehören auch wieder der Play Now Modus für schnelle Couch-Partien gegen einen Freund oder die KI sowie der Play a Friend Modus für unkomplizierte Online-Matches zum Spielumfang. Wer eine Online-Liga bevorzugt, kommt hingegen mit der Road to the CFP auf seine Kosten und kann dort gegen andere Spieler versuchen, sich am Ende der Saison für die College Football Playoffs zu qualifizieren. Crossplay zwischen PS5, Xbox Series und PC ist dabei übrigens problemlos möglich.
Mit dem Mascot Mashup findet zudem ein komplett neuer Modus seinen Weg ins Spiel, der online und offline zur Verfügung steht. Hier dürfen wir uns nicht nur auf besonders spektakuläre Walk-ons und Jubelgesten freuen, sondern auch auf spannende 11 gegen 11 Partien, bei denen ausschließlich Maskottchen mit maximalem Rating auf dem Platz stehen. Durch Erfolge können wir dann auch weitere Maskottchen freischalten, denn anfangs stehen lediglich zehn verschiedene zur Auswahl. Was sich äußerst ausgefallen anhört, fühlt sich auf dem Rasen dann doch recht normal an, sieht mit den Kostümen aber phänomenal aus. Etwas schade ist, dass die riesigen Verkleidungen der Spieler in den Cutscenes gerne einmal ineinander glitchen, was dann nicht mehr ganz so toll wirkt. Dennoch ist der Partymodus eine nette Ergänzung für Zwischendurch, der dank der vielen Freischaltoptionen auch motivierend ist.

Fazit
Mit College Football 27 liefert EA eine gelungene Weiterentwicklung des Vorgängers ab, der der bis dato schwächste Teil der Reihe war. Vor allem die überarbeitete Dynasty mit den neuen Blueprints zur individuellen Ausrichtung des Teams weiß zu gefallen, ebenso wie die erweiterten Möglichkeiten in der Road to Glory mitsamt neuer Positionen, Entscheidungsoptionen und einer natürlicheren Entwicklung des Spielers. Schön ist auch, dass die Aktionen abseits des Platzes mehr Gewicht haben und nun auch die mentalen Fähigkeiten eines Spielers eine Rolle spielen. Auch die nochmals beeindruckendere Präsentation sorgt dafür, dass sich das College-Erlebnis authentischer und abwechslungsreicher denn je anfühlt. Auf dem Spielfeld wurden ebenfalls sinnvolle Detailverbesserungen vorgenommen, während das dynamische Wetter den Partien zusätzliche Tiefe und Atmosphäre verleiht. Wirklich große Revolutionen bleiben zwar aus und manche Präsentationselemente abseits des Rasens könnten noch umfangreicher ausfallen, insgesamt überzeugt EA SportsCollege Football 27 aber mit seinem guten Umfang, der einzigartigen College-Stimmung und sinnvollen Neuerungen. Für mich liefert die diesjährige Ausgabe das bislang rundeste College-Football-Erlebnis ab.
- Merklich optimierte Dynasty dank neuer Blueprints für eine individuellere Ausrichtung des Teams
- Road to Glory mit natürlicherer Entwicklung, neuen Positionen und mentalen Fähigkeiten
- Herausragende College-Atmosphäre und authentische Präsentation
- Dynamisches Wetter sorgt für mehr Realismus und Spieltiefe
- Frischer Wind durch neues Kommentatoren-Team
- Gewohnt großartiger Soundtrack mit Brass Band Vibes
- Sinnvolle Gameplay-Verbesserungen auf dem Spielfeld
- Mascot Mashup als lustige Party-Variante mit jeder Menge Freischaltoptionen
- Mikrotransaktionen wurden aus den Singleplayer-Karrieren entfernt
- Keine großen Innovationen
- Präsentation abseits des Platzes ausbaufähig, vor allem in der Dynasty
- Detailverbesserungen statt großer Gameplay-Sprünge
- Unschöne Glitches beim Maskottchen-Modus
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Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.