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Hardware

Steelseries Rival 3 Wireless Gen 2 im Test: Schlicht aber Oho

Von Tjark am 3. März 2026.

 Die Rival 3 Wireless Gen 2 von Steelseries ist eine kabellose Gaming-Maus, die dem Sparfuchs im Herzen fast schon Tränen der Rührung entlockt. Technisch basiert sie auf dem TrueMove Air-Sensor mit bis zu 18 000 DPI, bietet eine flotte Abtastrate von bis zu 1000 Hz und schafft laut Tests eine Beschleunigung von bis zu 40 G und eine Tracking-Geschwindigkeit von 400 IPS, was in der Praxis für die meisten Spiele völlig ausreicht, und für den Preissektor schon außergewöhnlich ist.

Ergonomie und Leistung

Im Handling überzeugt die Maus mit sechs programmierbaren Tasten, einer angenehm geformten, ergonomischen Handfläche und einer mattierten Oberfläche, die auch in längeren Sessions nicht plötzlich zur Rutschbahn mutiert. Dank PTFE-Gleitern flitzt sie geschmeidig über das Mauspad, ob du nun im Shooter Gegner jagst oder im Browser nach dem nächsten lesenswerten Artikel suchst. Mit nur 83g ist sie zwar nicht in der Liga der allerleichtesten, aber immer noch deutlich leichter als die meisten Mäuse mit ähnlichen Features. Durch die Verwendung von nur einer Batterie lassen sich hier nochmal 10g einsparen, natürlich zu Lasten der Laufzeit. Auch wenn die Batterie-Lösung nicht so federleicht ist wie ein top-aktueller Leichtbau-Kandidat, hat das auch seinen praktischen Charme, da wir ein Kabel weniger auf dem Tisch haben.

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Die Rival 3 eignet sich aufgrund ihrer Form und Größe sowohl für Krallengriff (claw grip) als auch für Fingerspitzengriff (fingertip grip). Das geringe Gewicht in Verbindung mit der gut texturierten Oberfläche und der Größe der primären Maustasten macht beide Arten gleichermaßen möglich, sodass man sie halten kann, wie man es gewohnt ist. Der Handflächengriff (palm grip) ist aufgrund der flachen und kurzen Bauweise eher unangenehm. Die Maus eignet sich für kleine und mittlere Hände. Auch mit großen Händen lässt sie sich benutzen, wenn die beiden erstgenannten Griffarten benutzt werden.

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Verbindung

Bei der Konnektivität spielt die Rival 3 Wireless Gen 2 ihren Mehrzweck-Trumpf aus: Wir können sie per mitgeliefertem 2,4-GHz-USB-Dongle betreiben für geringe Latenz beim Zocken auf dem PC oder per Bluetooth 5.0 mit Laptop, Tablet oder sogar deinem Smartphone koppeln. Die Akkulaufzeit ist im Bluetooth-Modus mit bis zu rund 450 Stunden besonders ausdauernd, im 2,4-GHz-Modus immerhin noch mehrere hundert Stunden. Dass sie keinen kabelgebundenen Modus hat, ist angesichts der Preisklasse vertretbar, aber zu beachten, denn ohne Batterien geht gar nichts.

Design

Optisch gibt sich die Rival 3 nicht nur technisch nüchtern, sondern bietet auch etwas fürs Auge. Neben dem klassischen Schwarz findest du sie auch in Weiß, Aqua-Blau oder zartem Lavendel, was frischen Wind in die oft monochrome Gaming-Peripherie-Welt bringt und deinem Setup ein bisschen Persönlichkeit verleiht, ohne dabei wie eine Discokugel aufzutreten. Die dezente LED-Beleuchtung im Mausrad dient, ganz Gaming-Hardware untypisch, der reinen Information über ausgewählte DPI- oder Konnektivitätsmodi. Obwohl es sich klar um eine Gamingmaus handelt, ist hier keine großartige oder dauerhafte RGB-Beleuchtung zu finden.

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Software

Natürlich darf der Blick auf die passende Software nicht fehlen. SteelSeries liefert mit SteelSeries GG eine zentrale App, verfügbar für Windows und Mac, über die du deiner Maus diverse individuelle Anpassungen verpassen kannst. In der Software können wir unterschiedliche DPI-Stufen festlegen, die Beschleunigung oder Verzögerung des Sensors anpassen oder mehrere Profile mit unseren liebsten Einstellungen anlegen, die wir in Spielen oder für verschiedene Aufgaben schnell abrufen können. Außerdem lassen sich Tasten neu belegen oder mit Makros versehen, wenn wir zum Beispiel eine Kombination aus mehreren Klicks oder Tastendrücken auf einen Button legen wollen, zum Beispiel sehr praktisch für MMOs. Profile kannst du sogar an bestimmte Spiele koppeln, sodass beim Start automatisch deine Wunsch-Konfiguration geladen wird. Und während die Rival 3 Wireless Gen 2 selbst keine bunte RGB-Show bietet, glänzen SteelSeries-Geräte, die Licht unterstützen, mit der über GG frei konfigurierbaren Prism-Beleuchtung.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis spielt die Rival 3 Wireless Gen 2 in einer überraschend starken Liga. Mit einem Straßenpreis von rund 45 bis 60 Euro positioniert sie sich klar im Budget- bis Mittelklasse-Segment, bietet dafür aber Features wie Dual-Wireless mit 2,4 GHz und Bluetooth, einen präzisen TrueMove-Air-Sensor mit bis zu 18 000 DPI und langlebige mechanische Switches, die sonst häufig teureren Modellen vorbehalten sind.

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Fazit

Insgesamt ist die SteelSeries Rival 3 Wireless Gen 2 eine rundum gelungene Maus für alle, die solide Leistung, komfortables Handling, vielseitige Verbindungsmöglichkeiten und auffällige, aber stilsichere Farboptionen zu einem fairen Preis suchen. Ich habe persönlich schon länger nach einer Maus gesucht, die ohne RGB-Beleuchtung auskommt und trotzdem technisch und ergonomisch nicht hinter anderen Gaming-Mäusen zurückliegt. Klar kann man meist die RGB-Beleuchtung per Software deaktivieren, aber dann hat man ein Feature, das aktiv ausgeschaltet werden muss. Mit der Steelseries Rival 3 Wireless Gen 2 habe ich jetzt aber auch so ein Modell gefunden, das diese Anforderung erfüllt und augenblicklich meine bisherigen Mäuse abgelöst hat. Wer eine performante, vielseitige Maus mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, der ist hier gut bedient.

Pro:
  • Guter Sensor
  • Sowohl Bluetooth als auch 2,4GHz Verbindung möglich
  • Griffig und ergonomisch
  • Verschiedene Farben erhältlich
Contra:
  • Keine Kabelverbindung möglich
  • „mittelschwer“
Verarbeitung:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Ergonomie:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Software:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Konnektivität:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Preis-Leistung:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Unsere Wertung: 9.5 / 10
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Tjark

Tjark

Hat seit dem Gameboy jede Handheld-Generation ausgiebig genutzt. Es stehen vorallem Coop- und Multiplayer-Spiele hoch im Kurs.

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