

Star Wars Racing 2.0: Das Erbe von Episode 1 Racer
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Star Wars Episode 1 Racer ist bis heute eine feste Größe unter den Star-Wars-Spielen. Das irrwitzige Tempo, die spektakulären Pod-Rennen und das Gefühl, jederzeit zwischen Bestzeit und Totalschaden zu stehen, haben den Klassiker von 1999 unvergessen gemacht. Dabei waren es nicht nur die Rennen selbst, sondern auch die ungewöhnlichen Strecken und die vielen unterschiedlichen Piloten und Pods, die den besonderen Reiz ausmachten.
Mit Star Wars Galactic Racer gibt es nun so etwas wie Star Wars Racing 2.0. Dabei wäre es eigentlich naheliegend gewesen, einfach wieder die Pod-Rennen von damals aufzuwärmen. Genau das macht das Spiel aber nicht. Stattdessen nimmt es die Grundidee von Episode 1 Racer und entwickelt sie weiter.
Anstelle der Pods stehen diesmal verschiedene Speeder-Typen im Mittelpunkt. Landspeeder, Speeder-Bike und Skim-Speeder unterscheiden sich spürbar voneinander und sorgen dafür, dass sich ein Wechsel des Fahrzeugs auch wirklich nach einem Wechsel des Fahrstils anfühlt. Die Pod-Renner sind zwar ebenfalls vertreten, bleiben aber eine Ergänzung.
Auch bei den Strecken geht Galactic Racer eigene Wege. Wir rasen unter anderem über Jakku, Crait und Tatooine, wobei die unterschiedlichen Welten nicht nur als Kulisse dienen. Eis, Hitze, Säurebecken und andere Gefahren beeinflussen die Rennen und sorgen dafür, dass wir uns immer wieder auf neue Bedingungen einstellen müssen. Und trotzdem ist die Verbindung zu Episode 1 Racer jederzeit spürbar. Das liegt vor allem am Fahrgefühl. Galactic Racer setzt ebenfalls auf zugängliche Arcade-Steuerung, enormes Tempo, enge Kurven, Sprünge und jede Menge Situationen, in denen wir nur knapp an einem Hindernis vorbeischrammen. Dazu kommt der wuchtige Star-Wars-Soundtrack, der zusammen mit den detaillierten Welten immer wieder für diese ganz besondere Atmosphäre sorgt.
Genau deshalb funktioniert der Ansatz. Galactic Racer will kein Episode 1 Racer 2 sein und versucht auch nicht, die Nostalgie möglichst originalgetreu nachzubauen. Stattdessen stellt es die Frage, wie ein Star-Wars-Racer heute aussehen könnte. Die Antwort sind neue Fahrzeuge, neue Strecken und moderne Mechaniken – aber mit demselben Grundgedanken: Star Wars Racing soll sich schnell anfühlen.
Interessant ist auch, dass man sich aktuell vergleichsweise unkompliziert selbst ein Bild davon machen kann. Wer sich für Star Wars Racing 2.0 interessiert, kann Galactic Racer derzeit als Prime-Kunde ohne weitere Kosten über Amazon Luna spielen. Damit bekommt Amazons Cloud-Gaming-Angebot gleichzeitig einen ziemlich attraktiven Titel, der sich hervorragend eignet, um einfach einmal ins Rennen einzusteigen.
Episode 1 Racer hat einst gezeigt, wie gut Star Wars und Arcade-Racing zusammenpassen. Galactic Racer übernimmt dieses Erfolgsrezept nicht eins zu eins, sondern interpretiert es neu. Die Pods stehen diesmal nicht mehr im Mittelpunkt – das Gefühl, mit Vollgas durch eine weit entfernte Galaxis zu rasen, ist aber erstaunlich vertraut.
Vielleicht ist genau das die beste Form eines geistigen Nachfolgers: nicht die Vergangenheit zu kopieren, sondern mit Vollgas weiterzufahren.
Daniel Walter
Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.