

Was ist eigentlich aus Funk-Flitzer geworden?
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Wer in den 90ern mit dem PC aufgewachsen ist, erinnert sich vielleicht noch an Funk-Flitzer. Das Rennspiel mit den kleinen ferngesteuerten Autos sorgte für spannende Rennen, ungewöhnliche Hindernisse und jede Menge Chaos. Besonders bekannt wurde es durch die Heft-CDs, die damals regelmäßig Computer- und Jugendzeitschriften beilagen. Doch was machte den besonderen Reiz des Spiels aus – und kann man es heute noch spielen?
Big Fun: Funk-Flitzer erschien 1999 unter dem Originaltitel 3-D Ultra Radio Control Racers. Statt mit echten Rennwagen über professionelle Rennstrecken zu fahren, steuerte man kleine Modellautos durch fantasievoll gestaltete Miniaturwelten. Vier verschiedene Fahrzeugtypen und acht abwechslungsreiche Strecken sorgten für Abwechslung. Dabei kam es nicht nur auf Geschwindigkeit und Geschicklichkeit an, sondern auch darauf, Hindernisse geschickt zu umgehen und die Besonderheiten der jeweiligen Strecke zu nutzen.
Der besondere Charme von Funk-Flitzer lag in seinen ungewöhnlichen Rennstrecken. Statt gewöhnlicher Rennpisten ging es durch Hinterhöfe, über Baustellen und über einen Minigolfplatz. Auf dem Spukfriedhof sorgten unheimliche Hindernisse für Abwechslung, während am Froschteich Frösche den Weg kreuzen konnten. Schwingende Reifenschaukeln, tierische Hindernisse und versteckte Abkürzungen machten die Strecken zu mehr als bloßen Rundkursen. Dazu kamen Power-ups wie Raketen, mit denen sich auch aussichtsreiche Rennen noch drehen ließen.
Für viele PC-Fans gehörte es in den späten 90ern zum festen Ritual: Eine neue Computerzeitschrift lag auf dem Tisch, die CD wanderte ins Laufwerk und schon begann die Suche nach dem nächsten Spielefund. Funk-Flitzer war genau die Art von Spiel, die dabei im Gedächtnis blieb.
Was den Titel so unterhaltsam machte, war seine ungewöhnliche Perspektive. Die ferngesteuerten Autos rasten durch Umgebungen, die aus ihrer Sicht riesig wirkten. Ein gewöhnlicher Hinterhof wurde zur Rennarena, ein Minigolfplatz zum Hindernisparcours. Überall lauerten kleine Überraschungen, die eine perfekte Runde in letzter Sekunde durcheinanderbringen konnten.
Dazu kam das unkomplizierte Spielprinzip: Man musste keine komplizierten Regeln lernen und keine lange Geschichte verfolgen. Einfach ein Fahrzeug auswählen, auf die Strecke gehen und versuchen, die Konkurrenz abzuhängen. Gerade bei gemeinsamen Rennen mit Freunden entwickelte sich daraus schnell ein Wettkampf, bei dem spektakuläre Fehler oft genauso viel Gesprächsstoff lieferten wie knappe Siege.
Funk-Flitzer zeigte damit, wie viel Spielspaß in einer einfachen Idee stecken kann. Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb sich manche Spieler noch Jahrzehnte später an den kleinen Rennklassiker erinnern – unabhängig davon, auf welcher Heft-CD sie ihn damals entdeckt haben.
Wer Funk-Flitzer heute noch einmal spielen möchte, hat durchaus Möglichkeiten. Das Spiel wurde ursprünglich für Windows 95 und 98 entwickelt, weshalb es auf modernen Rechnern zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann. Wer noch eine originale Heft-CD besitzt, kann versuchen, das Spiel auf einem aktuellen PC zum Laufen zu bringen. Mit etwas technischem Aufwand lässt sich möglicherweise eine passende Lösung finden.
Eine offizielle Neuauflage für moderne Rechner ist derzeit nicht verfügbar. Fans können sich allerdings für eine Wiederveröffentlichung einsetzen: Auf der Plattform GOG gibt es eine Wunschliste für das Spiel. Wer sich eine Rückkehr des Klassikers wünscht, kann Funk-Flitzer auf der GOG Dreamlist unterstützen.
Funk-Flitzer ist also nicht vergessen, aber auch nicht ohne Weiteres auf jedem modernen PC spielbar. Wer die alten Rennen wieder erleben möchte, braucht unter Umständen etwas Geduld und technisches Geschick.
Funk-Flitzer steht für eine Zeit, in der man Computerspiele noch häufig über Zeitschriften entdeckte. Die kleinen Modellautos, die ungewöhnlichen Strecken und die chaotischen Rennen machten den Titel zu einem besonderen Spielerlebnis.
Heute ist Funk-Flitzer vor allem eine Erinnerung an die frühen PC-Jahre. Wer damals mit dem Spiel aufgewachsen ist, denkt vielleicht noch an lange Nachmittage vor dem Röhrenmonitor und spannende Rennen mit Freunden zurück. Und wer den Klassiker noch einmal erleben möchte, hat zumindest die Chance, ihn mit etwas technischem Geschick auf älterer Hardware oder einem passenden System wieder zum Laufen zu bringen.
Daniel Walter
Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.