Gaming-PC für 600 €? Wir zeigen euch wie!

Von Felix Mager am 13. Juni 2022

Mittlerweile ist Gaming längst zum Volkssport geworden, doch gerade Einsteiger in der Szene tun sich oft schwer. Für alle, die keinen Plan haben oder einfach nur ein begrenztes Budget, haben wir den 600 Euro Gaming-PC Marke Eigenbau zusammengestellt!

Im Folgenden gehen wir auf jede Komponente detailliert ein, stellen diese vor und verraten euch, warum wir uns dafür entschieden haben. Im Anschluss müsst ihr nur noch die Teile kaufen und schon könnt ihr euch euren perfekten Einsteiger-Gaming-PC für 2022 zusammenbauen.

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CPU

Intel Core i3-12100F (boxed) ca. € 105,-

Die aktuelle Generation von Intels Consumer-Lineup bietet PCIe 5.0 und DDR5 Support, ist also bestens für die Zukunft gerüstet. Mit Hyperthreading kann der i3 bis zu 8 Threads auf 4 Cores ausführen und ist damit gerade in Sachen Gaming ein solider Einsteiger-Prozessor.

Mit bis zu 4.3 GHz Turbotakt macht er in Benchmarks so manchen alten i7er in der Single Core-Performance platt und ist auch im Multi Core nicht weit abgeschlagen. Für den Preis ist dieses Paket an Ausstattung und Power absolut unschlagbar.

Ein CPU-Kühler ist in der Boxed-Version mit inbegriffen. Habt ihr noch einen zu Hause rumliegen, holt euch die Version ohne und spart etwa 10 Euro.

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Mainboard

GIGABYTE H610M S2H DDR4 (Rev. 1.0) ca. € 93,-

Die Ultra Durable-Serie von Gigabyte bietet robuste und haltbare Mainboards. Dieses Modell ist das günstigste mit dem benötigten Intel 1700 Sockel, welches auch einen M.2 Slot hat. Eine schnelle M.2 SSD über PCIe ist für schnelle Ladezeiten wärmstens zu empfehlen und diese werden wir in unserem Build auch nutzen. Allerdings bietet dieses Board nur PCIe 3.0 für M.2 Slots. Wer hier PCIe 4.0 für fast doppelte Geschwindigkeiten haben will, der muss auch tiefer in die Tasche greifen.

Wir haben uns bewusst nicht für ein DDR5 Mainboard entschieden, auch wenn es die CPU unterstützen würde, da diese Komponenten im Moment noch sehr teuer sind. Mit vergleichbar günstigen DDR4 RAM und Mainboards ist ein Gaming-PC für 600 Euro jedoch machbar.

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RAM

G.Skill Aegis DIMM Kit 16GB, DDR4-3200, CL16-18-18-38 ca. € 56,-

Mit 3200 MHz Takt haben wir das Maximum der CPU erreicht. Die beiden RAM-Slots des Mainboards werden genutzt. Zudem gibt es hier von G.Skill noch schöne Latenzen und Intel XMP 2.0 dazu.

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GPU

XFX Speedster QICK 210 Radeon RX 6500 XT Core Gaming ca. € 189,-

Angebunden wird diese Karte über PCIe x16 4.0 mit guten 4 GB GDDR6 Speicher und hohen Taktraten dank Übertaktung durch XFX. Echtzeit-Raytracing und AMD FreeSync inklusive. Dieses Gesamtpaket macht sie zu einer grandiosen Einsteiger-Karte und wird das Herz jeden Gamers im Sturm erobern.

Aber Spaß beiseite, die Karte ist für ihren Preis echt gut und schafft in so ziemlich jedem Game (mit wenigen Ausnahmen) 60 FPS auf High-Settings in Full-HD Auflösung und auch mehr. Daher ist hierzu auch ein Full-HD Monitor zu empfehlen, zumal 1080p-Monitore günstig sind.

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Speicher

Apacer AS2280P4U 256GB, M.2 ca. € 31,-

Apacer AS2280P4U 512GB, M.2 ca. € 61,-

Die M.2 SSD mit 256 GB Kapazität von Apacer wird über PCIe x4 3.0 angebunden und kann mit ihren schnellen Lese- und Schreibzeiten von 3.5GB/s und 1.2GB/s überzeugen. Auch im IOPS 4K lesen/schreiben erreicht sie sehr gute Werte von 215k/315k.

Wer noch etwas Geld übrig hat, greift hier zur 512 GB Variante, die mit noch schnelleren Schreibzeiten und IOPS 4K Werten punkten kann.

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Netzteil

EVGA W2 Serie 500 W2 500W ATX ca. € 32,-

Mit einer 80 PLUS-Zertifizierung bei 86% durchschnittlicher Effizienz und 500 Watt, hat dieses Netzteil genug Leistung, um euer System zu versorgen. Hier ist auch noch ein Puffer nach oben, sodass man beispielsweise eine stärkere CPU oder GPU zu einem späteren Zeitpunkt verbauen könnte.

Seid ihr nur am Upgraden und habt noch ein Netzteil vom alten PC?

Umso besser, investiert das Geld lieber in die M.2 SSD.

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Gehäuse

AeroCool CS-1103 ca. € 24,-

Ein günstiges und ebenso simples Gehäuse, das mit einem 80mm-Lüfter an der Rückseite daherkommt. Für die ausgesuchte Hardware ist das auch ausreichend. Bei Bedarf lassen sich noch zwei zusätzliche Lüfter vorne und einer hinten einbauen. Mit seinem schlichten, aber modernen Design, stellt dieses Gehäuse ein Minimum dar, um den 600 Euro-Build machen zu können. Habt ihr noch ein Gehäuse, könnt ihr hier wieder sparen. Wollt ihr doch etwas mehr haben, kann man beim Gehäuse auch gerne mehr Geld investieren.

Fazit

Gesamtpreis: ca. € 530,-

Wie ihr seht, haben wir noch viel Luft nach oben. Das übrige Geld kann man so verwenden, um zum Beispiel eine größere SSD oder ein schöneres und praktischeres Gehäuse zu wählen.

Schaut beim Kauf auch unbedingt noch einmal auf die Preise von SSD, Netzteil und Gehäuse. Hier kann es teils große Veränderungen geben, sodass ihr unter Umständen ein vergleichbar gutes, aber günstigeres Produkt ergattern könnt.

Wir hoffen, euch hat unser Guide zum 600 Euro Gamer-PC gefallen. Lasst uns gerne einen Kommentar da und teilt eure Meinung oder übt auch konstruktive Kritik. Wir würden uns freuen.

Leidenschaftlicher Gamer mit Vorliebe für gute Soundtracks. World of Warcraft Veteran seit 2007 und großer Fan von Simulatoren, 4X- und Strategiespielen. Mit über 1200 Stunden Spielzeit ist Civilization der Vorreiter meiner Steambibliothek. Außerdem interessieren mich gute Rollenspiele und Shooter wie Assasin's Creed und Far Cry, bei denen ich kaum einen Teil der beiden Reihen ausgelassen habe.

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