

Magische Momente - wie gemacht für die virtuelle Realität
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In unserem Artikel Die großen Spielemarken in VR: Batman, Assassin’s Creed, Metro und Co. haben wir bereits einige große Marken beleuchtet, die den Sprung in die virtuelle Realität geschafft haben. Ein riesiges Franchise fehlt allerdings – und das, obwohl es geradezu prädestiniert dafür wäre. Nicht nur wegen seiner Welt, sondern auch wegen der Möglichkeiten moderner Bewegungssteuerung: Harry Potter.
Kaum ein anderes Franchise würde sich so natürlich für VR anbieten. Schließlich geht es in der Welt von Harry Potter um Magie, Abenteuer und das Erkunden einer fantastischen Welt. Mit einem VR-Headset könnten wir Hogwarts tatsächlich selbst betreten, durch die Gänge laufen, die Große Halle erkunden oder den Verbotenen Wald unsicher machen.
Auch der Alltag in Hogwarts könnte zahlreiche Möglichkeiten bieten: Zaubertränke brauen, Zutaten verarbeiten, Unterricht besuchen oder mit magischen Gegenständen interagieren. Viele Elemente der Vorlage könnten so zu eigenen VR-Spielmechaniken werden.
Besonders spannend wäre natürlich das Zaubern selbst. Statt einen Zauber lediglich per Tastendruck auszulösen, könnten Spieler verschiedene Bewegungen ausführen und ihre Zauber dadurch selbst wirken.
Auch Duelle würden dadurch deutlich unmittelbarer. Angriffe abwehren, ausweichen und im richtigen Moment einen Gegenzauber einsetzen – die Bewegungssteuerung moderner VR-Headsets wäre dafür geradezu gemacht.
Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Bereits 2012 erschien mit „Harry Potter für Kinect“ ein Spiel für die Xbox 360, das die Bewegungssteuerung der Kinect-Kamera nutzte. Spieler konnten ihre Bewegungen vor der Kamera einsetzen und unter anderem Zauber wirken, ohne einen klassischen Controller verwenden zu müssen.
Natürlich waren die technischen Möglichkeiten damals noch weit von dem entfernt, was heutige VR-Hardware ermöglicht. Trotzdem zeigte das Spiel bereits, wie gut sich die Idee grundsätzlich für Harry Potter eignet: Nicht nur eine Figur steuern, sondern selbst die Bewegungen ausführen und dadurch Teil der Magie werden.
Mit heutiger VR-Technik ließe sich dieser Ansatz allerdings noch einmal auf eine völlig neue Ebene heben. Statt vor dem Fernseher zu stehen und eine Figur auf dem Bildschirm zu sehen, wären wir mitten in Hogwarts und würden unsere Zauber aus der Ich-Perspektive ausführen.
Natürlich dürfte auch Quidditch nicht fehlen. Ein VR-Spiel könnte uns auf das Spielfeld schicken und uns tatsächlich durch die Arena fliegen lassen. Gerade solche Momente könnten in VR eine ganz andere Wirkung entfalten als auf einem klassischen Bildschirm.
Eigentlich ist es erstaunlich, dass es bislang kein großes, speziell für VR entwickeltes Harry-Potter-Abenteuer gibt. Während andere große Marken zeigen, wie gut bekannte Welten in die virtuelle Realität übertragen werden können, scheint Harry Potter fast schon darauf zu warten.
Hogwarts selbst zu betreten, Magie mit eigenen Bewegungen zu wirken und gemeinsam mit Freunden die Zauberwelt zu erkunden – welche Marke wäre besser für VR geeignet?
Daniel Walter
Leidenschaftlicher Konsolenspieler, Steamdeck-Fan und VR-Enthusiast. Neben Klassikern wie Resident Evil, Knights of the Old Republic, Jedi Knight oder LA Noire gehören vor allem aufwendig inszenierte Singleplayer-Erlebnisse zum breit gefächerten Interessengebiet, wie The Last of Us, Uncharted, Days Gone oder Cyberpunk 2077. Aber auch große Open-World-Reihen wie Far Cry oder Assassin's Creed, Point and Click Adventures wie Black Mirror oder Larry sowie Sportspiele mit Fokus auf Tennis, Fußball oder Radsport flimmern regelmäßig über den Bildschirm.