

EPOMAKER GX1 im Test: Vielseitiger Einstieg ins Gaming-Audio
Mit Tastaturen und Mäusen hat sich EPOMAKER bereits einen Namen gemacht, nun möchte der Hersteller auch beim Gaming-Audio Fuß fassen. Das GX1 ist dabei ein kabelloses Gaming-Headset, das mit 50-mm-Treibern, virtuellem 7.1-Surround-Sound, einem ENC-Mikrofon und gleich drei verschiedenen Verbindungsmöglichkeiten auf sich aufmerksam macht. Auf dem Papier klingt das nach einem ziemlich umfangreichen Gesamtpaket. Doch kann das GX1 auch in der Praxis überzeugen?

Ausstattung: Mehr als nur das Nötigste
Schon beim Auspacken macht EPOMAKER einen guten Eindruck. Auf der Verpackung ist übersichtlich und ziemlich genau aufgelistet, was sich im Karton befindet. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber gerade bei einem Headset mit mehreren Anschlussmöglichkeiten angenehm. Überraschungen bleiben aus und man weiß sofort, welche Kabel und Adapter zum Lieferumfang gehören.

Und davon gibt es tatsächlich einiges. Neben dem GX1 liegen ein abnehmbares Mikrofon, ein USB-C-auf-3,5-mm-Audiokabel, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel sowie der 2,4-GHz-Funkdongle bei. Dazu kommt natürlich eine mehrsprachige Anleitung. EPOMAKER schnürt damit ein erfreulich umfangreiches Paket, bei dem man nicht direkt weiteres Zubehör kaufen muss.
Design: Ungewöhnlich, aber nicht langweilig
Optisch geht das GX1 einen etwas anderen Weg. Vor allem die Form der Ohrmuscheln fällt sofort auf. Die Gestaltung ist durchaus eigenwillig und wirkt zunächst ein wenig ungewohnt. Gerade wenn man klassische, rundliche Gaming-Headsets gewohnt ist, muss man sich an die etwas weirde Form erst einmal gewöhnen.

Das ist allerdings nicht automatisch schlecht. Das GX1 hebt sich dadurch von der Masse ab und wirkt nicht wie das hundertste Headset mit austauschbarem Standarddesign. Hinzu kommen RGB-Elemente, die den Gaming-Look unterstreichen. EPOMAKER kombiniert das mit einem siebenfach verstellbaren Kopfbügel und einem Gewicht von rund 320 Gramm.
Kompatibilität: Hier spielt das GX1 seine Stärken aus
Eine der größten Stärken des GX1 ist seine Flexibilität bei der Verbindung. Das Headset unterstützt 2,4-GHz-Funk, Bluetooth und einen kabelgebundenen Betrieb. Für den PC und kompatible Konsolen ist der beiliegende Dongle die interessanteste Variante, während Bluetooth vor allem für Smartphone und Tablet praktisch ist. Alternativ lässt sich das GX1 auch klassisch per Kabel betreiben.
Besonders angenehm: Das Pairing funktioniert schnell und unkompliziert. Dongle einstecken, Headset einschalten und schon kann es losgehen. Gerade für ein Einsteigergerät ist das ein wichtiger Punkt, denn niemand möchte sich vor der ersten Spielsession durch komplizierte Verbindungsmenüs kämpfen.

Bei den Konsolen gibt es allerdings Unterschiede. PS4, PS5, PC, Mac und Nintendo Switch können über den 2,4-GHz-Dongle genutzt werden. Bluetooth-Audio wird bei PS4 und PS5 hingegen nicht unterstützt. Xbox-Series-Konsolen lassen sich laut EPOMAKER nur kabelgebunden verwenden.
Klang: Solide Gaming-Kost statt High-End-Erlebnis
Beim wichtigsten Punkt für ein Headset kann das GX1 durchaus überzeugen, ohne dabei neue Maßstäbe zu setzen. Die 50-mm-Treiber liefern einen insgesamt okayen Klang, der sich vor allem beim Spielen ordentlich schlägt. Stimmen kommen verständlich rüber und auch die verschiedenen Geräusche eines Spiels lassen sich gut voneinander unterscheiden. Die beworbene virtuelle 7.1-Wiedergabe soll zusätzlich für eine bessere räumliche Orientierung sorgen.
Wer allerdings einen audiophilen Klang oder ein besonders detailliertes und ausgewogenes Soundbild erwartet, dürfte enttäuscht sein. Das GX1 spielt in dieser Hinsicht nicht in der High-End-Liga. Der Klang ist gut genug für Spiele, Videos, Discord und gelegentlich Musik, aber eben nicht das Argument, mit dem man das Headset unbedingt kaufen muss. Gerade als Gaming-Headset für Einsteiger passt das Gesamtbild deshalb ziemlich gut. Das GX1 will kein Ersatz für einen hochwertigen Kopfhörer sein, sondern möglichst viele Funktionen zu einem unkomplizierten Gesamtpaket verbinden.

Mikrofon: Überraschend brauchbar
Deutlich besser als erwartet schlägt sich das Mikrofon. Das abnehmbare Bügelmikrofon verfügt über eine ENC-Rauschunterdrückung und sorgt für eine klare Sprachübertragung.
Für Discord, Teamspeak oder den Voice-Chat im Multiplayer reicht die Qualität problemlos aus. Die eigene Stimme kommt verständlich bei den Mitspielern an und auch Hintergrundgeräusche werden ordentlich reduziert. Wer regelmäßig mit Freunden spielt, muss also nicht zwingend direkt in ein separates Mikrofon investieren.
Ein nettes Detail ist außerdem, dass das Mikrofon abgenommen werden kann. Wer das GX1 unterwegs oder einfach nur zum Musikhören verwenden möchte, kann es dadurch etwas dezenter nutzen.
Nutzung: Vielseitiger Begleiter
Im Alltag zeigt sich, warum das GX1 vor allem für Einsteiger interessant ist. Es lässt sich schnell verbinden, bietet mehrere Anschlussmöglichkeiten und bringt praktisch alles mit, was man für den Betrieb benötigt.

Die 2,4-GHz-Verbindung ist dabei für Spiele die erste Wahl. EPOMAKER gibt eine Latenz von 25 Millisekunden an, während Bluetooth je nach Verbindung zwischen 34 und 200 Millisekunden liegen kann. Für kompetitives Spielen ist der Funkdongle daher deutlich sinnvoller als Bluetooth. Auch die Akkulaufzeit fällt ordentlich aus. EPOMAKER nennt bis zu 70 Stunden bei ausgeschalteter RGB-Beleuchtung beziehungsweise rund 30 Stunden mit aktiviertem RGB. Damit sollte das Headset auch längere Gaming-Sessions problemlos überstehen.
Fazit
Das EPOMAKER GX1 ist kein Headset, das mit einem überragenden High-End-Klang punkten möchte. Stattdessen setzt EPOMAKER auf Vielseitigkeit. 2,4-GHz-Funk, Bluetooth und Kabelbetrieb, ein abnehmbares ENC-Mikrofon, RGB-Beleuchtung, 50-mm-Treiber und eine ordentliche Akkulaufzeit ergeben ein sehr umfangreiches Gesamtpaket.
Die Form der Ohrmuscheln ist sicherlich Geschmackssache und wirkt zunächst etwas weirder als bei vielen Konkurrenten. Auch klanglich darf man keine audiophile Offenbarung erwarten. Dafür funktioniert das GX1 unkompliziert, bietet eine gute Sprachqualität und lässt sich dank der verschiedenen Verbindungsarten flexibel einsetzen.
Gerade für Einsteiger ist das eine ziemlich überzeugende Kombination. Wer sein erstes kabelloses Gaming-Headset sucht und möglichst viele Funktionen haben möchte, ohne direkt in die High-End-Klasse einzusteigen, bekommt mit dem GX1 einen soliden Allrounder. Wer dagegen bereits einen hochwertigen Kopfhörer besitzt und beim Sound keine Kompromisse eingehen möchte, wird vom GX1 vermutlich weniger begeistert sein. Das EPOMAKER GX1 ist damit vor allem eines: ein unkompliziertes und gut ausgestattetes Einsteiger-Headset, das vieles kann, aber beim Klang bewusst nicht in der Oberliga mitspielt.
- Funktioniert sofort nach dem Anschließen
- Optionale Software
- Bewegliches, abnehmbares Mikrofon
- Weirde Ohrmuschelform
- Kunstleder-Pads
- "Gaming"-RGB-Beleuchtung
- Relativ starrer Bügel
Teile diesen Beitrag

Hat seit dem Gameboy jede Handheld-Generation ausgiebig genutzt. Es stehen vorallem Coop- und Multiplayer-Spiele hoch im Kurs.