Preview

Preview: Travellers Rest – Eine Taverne mit Stil

Von Dominik Probst am 17. August 2020
Publisher: Louqou
Release: Early Access (28. Juli 2020)
Genre: Simulation
Entwickler: Metaboli Publishing
Verfügbar für: PC
USK Altersfreigabe: ausstehend

Eine witzige Idee, ein begabter Entwickler und Monate der Entwicklung später, ist ein Spiel wie Travellers Rest entstanden. Die One-Man-Show namens Louqou hat am 28. Juli dieses Jahres sein Spiel Travellers Rest im Early Access auf Steam veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Simulation in der wir unser eigenes Gasthaus betreiben. Ob das Spaß machen kann, haben wir für euch in diesem Preview herausgefunden.

Travellers Rest (2)

Ein Gastwirt nach unserem Gusto

Direkt zu Beginn des Spiels erstellen wir uns unseren eigenen Gastwirt. Dabei haben wir die Möglichkeit die Farbe unserer Haut, Augen, und unserer Kleidung zu ändern. Nebenbei natürlich auch noch die Frisur, die Gesichtsbehaarung und welche dekorativen Gegenstände wir tragen. Vom Schwert, über einen Wikingerhut bis hin zur Gitarre ist einiges dabei. Dann noch schnell einen Namen vergeben und wir sind bereit! Hier sei erwähnt, dass es keine weibliche Hauptfigur gibt, da Travellers Rest im Mittelalter angesiedelt ist. Direkt danach gibt es ein kurzes Tutorial, das uns zeigt, was wir alles in unserem Gasthaus erledigen können und was getan werden muss.

Damit das Gasthaus auch profitabel läuft, müssen wir die Bedürfnisse unserer Gäste befriedigen. Zu Beginn bereiten wir einfach nur Essensgerichte zu. Dafür können wir zum Beispiel verschiedene Mehlsorten, Gemüse, Früchte, Kräuter und mehr benutzen. Diese lassen sich entweder bequem vor dem Gasthaus bestellen, oder später im Spiel auch selbst anbauen. Aus den von uns beherbergten Zutaten kochen und backen wir etliche unterschiedliche leckere Gerichte. Hierfür suchen wir uns ein Basisrezept aus, wie beispielsweise ein Brei, ein Weizenbrot, oder eine Suppe. Haben wir dir Grundzutaten ausgewählt, würde das Essen ohne Probleme zubereitet werden können. Das Ganze lässt sich jetzt aber noch mit verschiedenen Zutaten verfeinern. Das steigert die Qualität und bringt uns pro verkaufter Einheit auch mehr Geld ein.

Travellers Rest (3)

Das Gleiche müssen wir mit unserem flüssigen Gold machen. Neben Bier und Met, können wir unter anderem auch Ale herstellen. Auch hier brauchen wir die Grundzutaten für die erfolgreiche Produktion unseres Endprodukts, dass wir aber auch wieder verfeinern können.  Um aber überhaupt erst zu einem fertigen Bier zu kommen, benötigen wir eine Bierwürze. Dafür wird unser Maischkessel mit Getreide befüllt und angeworfen. Danach kommt alles in den Gärtank und wird am Ende in ein leeres Fass gefüllt. Nebenbei benötigen wir ebenso Gerstenmalz, dass wir in unserer eigenen Mälzerei herstellen.

Haben wir unser Essen und unsere Getränke zubereitet, müssen diese nur noch in die Theke gelegt, beziehungsweise an einen der vier Zapfhähne angeschlossen werden. Je mehr verschiedene Gerichte und Getränke wir gleichzeitig anbieten, desto höher ist die Zufriedenheit unserer Gäste. Und die ist wichtig, damit wir auch in Zukunft noch viele Gäste bekommen.

Travellers Rest (4)

Schmeiß den Pöbel raus

Jetzt sind wir an dem Punkt, an dem unser Essen bereit ist und die Zapfhähne gefüllt sind. Das ist der perfekte Zeitpunkt das Gasthaus zu öffnen. Sobald ein Gast etwas bestellen will, kommt er an den Tresen. Dort empfangen wir in, reichen ihm das Essen oder zapfen noch schnell ein Bier ab. Nebenbei säubern wir noch den Boden der Taverne, damit sie sauber bleibt. Wer will schon in einem dreckigen Laden verweilen? Auch die Tische müssen immer mal wieder gereinigt werden. Und zu guter Letzt gibt es noch pöbelnde Gäste um die wir uns hin und wieder kümmern müssen. Entweder wir schaffen es sie zur Vernunft zu bringen oder sie werden mit dem Wischmopp aus dem Etablissement geprügelt.

Ist ein Kunde zufrieden, erhalten wir von ihm Punkte für den Ruf unseres Gasthauses. Immer wenn wir im Level aufsteigen, schalten wir neue Dinge frei. Am Anfang ist das zum Beispiel der Talentbaum für Brauerei- und Kochtechniken. Hier können wir unsere Punkte ausgeben um neue Rezepte zu lernen. Später schalten wir auch noch die Zimmervermietung frei. Diese müssen wir, genau wie unser Gasthaus an sich auch, mit Möbel und Dekoration ausstatten, um so eine gemütliche Atmosphäre für die Gäste zu schaffen.

Travellers Rest (5)

Das Gameplay ist zwar mit der Zeit sehr repetitiv, da wir nach dem Aufstehen direkt die Taverne eröffnen, dann unsere Gäste bis abends verköstigen und danach neue Gerichte und Getränke zubereiten, aber Spaß macht es trotzdem. Das liegt daran, dass wir immer neue Quests erhalten, wie ein Brot mit speziellen Zutaten backen oder aber ein Bier brauen. Außerdem spürt man, wie das Gasthaus jeden Tag etwas größer und schöner wird. Der Erfolg ist also mess- und spürbar.

Travellers Rest ist in einem coolen Pixelart-Stil gehalten, was dem Spielspaß unserer Meinung nach zugute kommt. Die Umgebung ist liebevoll gestaltet und es gibt viele verschiedene Gäste. Die Sonnenstrahlen scheinen auch sehr angenehm durch das Fenster auf unsere Theke. Ein dynamischer Tag-Nacht-Rhythmus sorgt für eine angenehme Stimmung. Gepaart wird das mit mittelalterlich angehauchten entspannten Musikstücken im Hintergrund. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, dafür ist Travellers Rest jetzt schon in etlichen Sprachen verfügbar.

Travellers Rest (6)

Fazit

Für ein Early Access Spiel bietet Travellers Rest jetzt schon viele lustige Stunden an Inhalt. Neben etlichen Gerichten und Getränken, die sich auch noch jeweils individualisieren lassen, gibt es noch genügend andere Dinge zu erledigen: Quests, Putzen, Aufräumen, Einrichten und Gärtnern. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, meine Gäste zu versorgen und mit der Zeit immer mehr zu automatisieren und zu perfektionieren. Mal sehen, was die Zukunft für Travellers Rest bringt, ich bin sehr gespannt und freue mich, auf neuen Inhalt.

Travellers Rest (7)

Pro:
    Contra:

      Spiel getestet auf: PC

      Webentwickler, Technik-Nerd und Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe. Dazu fast keine Konsolengeneration ausgelassen und auch sehr interessiert an Indie-Games.

      Schreibe einen Kommentar:

      Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

      Kommentar absenden