Rock of Ages 3: Make & BreakRock of Ages 3: Make & Break
Review

Rock of Ages 3: Make & Break - Rolling trough Time

Von Tjark am 29. Juli 2020. Getestet auf PC. Zum Spiel hier klicken.

In Rock of Ages 3: Make & Break ist der Untertitel Programm, denn der dritte Teil ist zugleich der Erste mit einem Level-Editor und somit der Erste bei dem wir nicht nur Zerstören, sondern auch Erschaffen. Ob sich dadurch der Spielspaß ebenfalls aufgebaut hat, haben wir für euch herausgefunden.

In der Kampagne rollen wir uns wie bereits in den Vorgängern durch die verschiedenen Jahrhunderte und Zivilisationen. Von der Steinzeit bis in die Neuzeit ist jede relevante Epoche vorhanden. Von den Griechen über Römer bis zu Fantasiewelten finden wir eine Menge Kulturen. Wir spielen dabei den eher unbekannten Sidekick von Odysseus namens Elpenor und begleiten diesen, während er sich mit bekannten Persönlichkeiten aller Epochen oder Sagen anlegt. Dabei bringt die Kampagne auch einige Neuerungen mit. Eine davon ist, dass diese komplett zu zweit gespielt werden kann. Sollten zwei menschliche Spieler spielen, müssen sie gegen zwei computergesteuerte Gegner antreten. Außerdem gibt es noch ein paar neue Spielmodi, die sich zu den bereits bekannten Modi, Krieg und Hindernisparcours, dazu gesellen. Hierzu zählen Lawine, Zeitrennen, Humpty Dumpty und Skee-Felsen. Jeder bietet uns eine andere Aufgabenstellung. Die Kampagne ist so aufgebaut, dass jeder Modi absolviert werden muss, um weiter im Spiel voranzuschreiten. Somit lernt man alle Facetten des Spiels kennen. Verpackt ist das Ganze in einer sehr absurden Geschichtserzählung. Mit einer Erzählweise, die an die Stop-Motion-Szenen aus Monty Pythons Fliegender Zirkus erinnert und sogar komplett ohne Sprache auskommt.

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Break – Wir bahnen uns einen Weg

Kommen wir noch mal etwas genauer auf die Spielmodi zu sprechen. Im klassischen Modus „Krieg“ müssen wir die gegnerische Festung schneller zertrümmern, als das unsere eigene zerstört wird. Dabei steht eine Strecke zur Verfügung, die für beide Parteien gleich aufgebaut ist. Zunächst müssen wir diese in guter alter Tower-Defense-Manier mit Verteidigungsanlagen spicken. Sobald unser Stein in Form gemeißelt wurde, also eine vom gewählten Stein abhängende Zeitspanne, können wir in den Angriff übergehen. Wir rollen den Hügel unseres Gegenspielers hinunter und versuchen währenddessen die von ihm gebauten Verteidigungen möglichst zu umgehen oder zu zerstören. Unsere Fahrt endet mit einem Rumms gegen das Burgtor. Diese beiden Phasen wiederholen sich solange, bis eines der Tore zerstört wurde. In der Vorbereitung muss man bereits einige Entscheidungen treffen, denn man hat die Auswahl aus einer Vielzahl von (Angriffs-)Felsen und Verteidigungsanlagen, von denen wir nur wenige mit auf den Schlachthügel nehmen können. Auch hier ist der absurde Humor von Team ACE spürbar, so ist einer der „Felsen“ eine aufgeblasene Kuh und als Verteidigungsanlagen stehen uns unter anderem klebende Kühe zur Verfügung. Das Grundprinzip von Rock-of-Ages ist einfach erklärt: Möglichst schnell gegen das gegnerische Tor rollen um Schaden zu verursachen und gleichzeitig eine solide Verteidigung aufbauen, um den anderen davon abzuhalten dasselbe zu tun.

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Für alle neu eingeführten Modi folgt nun ein kleiner Überblick:

  • Rennen: Rollt ein Rennen über mehrere Runden mit sich steigernden Verteidigungsanlagen
  • Lawine: Wir müssen uns gegen mehrere Wellen von Steinlawinen verteidigen
  • Zeitrennen: Wir rollen als eine Bombe gegen die Zeit und müssen das Ziel erreichen, bevor wir explodieren
  • Humpty Dumpty: Den zerbrechlichen Humpty Dumpty durch ein Level voller Fallen, Trampoline und Verteidigungen nach Hause bringen. Dieser Modus erinnert sehr an einen 3D-Plattformer mit einem Rock-of-Ages Kostüm
  • Skee-Felsen: Kleine Zielscheiben sind auf dem Hang verteilt und müssen für Punkte umgerollt werden, bevor am Ende auf einer Skeeball-Scheibe mögliche Multiplikatoren winken

& Make – Wir erschaffen einen Hügel

Aber mit nur neuen Modi, bei denen es um das Zerstören von Gebäuden geht, ist es nicht getan. Denn die größte Neuerung versteckt sich sowohl im Titel als auch schon als erster Punkt im Menü: der neue Level-Editor. Nun ist es uns möglich, endlich auch eigene Strecken zu bauen. Dafür wird uns ein umfangreicher Werkzeugkasten zur Verfügung gestellt, der so ebenfalls von den Entwicklern verwendet wird.

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Wir können beliebig unseren Hügel bauen, und dabei fast sämtliche Assets aus der Kampagne benutzen. Egal aus welcher Kultur oder Epoche die Assets kommen, wir können einen beliebigen Mix herstellen. Der Level-Editor ist sehr einfach zu bedienen. Die beiden erforderlichen Elemente, nämlich der Start und die Zielfestung, sind bereits von Anfang an auf der Karte vorhanden, aber jedes andere Element ist optional. Um eine Strecke zu bauen, zieht man einfach mit Maus oder Controller eine beliebige Form und der Editor baut eine entsprechende Felsformation. Diese kann dann noch nach belieben verfeinert werden, in dem man Abschnitte kippt, erhöht oder engere Kurven zieht. An Knotenpunkten, die in bestimmten Abständen erscheinen, kann die Strecke auch nachträglich noch geteilt oder eine Abzweigung angeschlossen werden.

Wenn die eigentliche Strecke erstellt wurde, fehlt natürlich noch der Feinschliff. Dekorationen wie Bäume, Säulen oder Zäune entlang der Klippe hauchen unserem Level Leben ein. Aber nicht zu vergessen ist hier natürlich auch die Installation einer Verteidigung (natürlich nur für Karten eines Typs, auf dem keine von vorneherein bestehende Verteidigung existiert). Dabei haben wir natürlich Zugriff auf alle Einheiten, die auch in der Kampagne vorkommen würden. Wem die exakte Positionierung aber zu aufwendig ist, der kann einem Bereich der Strecke einen Einheitentyp zuweisen und das Spiel platziert diese dann automatisch.

Ist man mit seinem Werk dann zufrieden, so lässt sich diese auch mit der gesamten Community teilen und entsprechend hochladen. Andersrum ist es ebenfalls möglich über einen internen Browser die Level anderer Baumeister zu finden und zu spielen. Dadurch steigt der Wiederspielwert enorm und man kann sich sogar noch seinen Lieblingsmodus gezielt herauspicken.

Von der Kampagne bis zu den Community-Level lassen sich alle Karten kooperativ zu zweit spielen. Sollte man noch mehr Freunde haben, so ist es bis zu vier Spielern gleichzeitig möglich ihre Fähigkeiten in den verschieden Modi zu testen.

Fazit

Rock of Ages 3: Make & Break liefert genau die Erfahrung, die die beiden Vorgänger auch schon geliefert haben. Nur gibt es diesmal auch einen Level-Editor, mit dem wir unsere eigenen Hügel kreieren können. Dieser ist, wie es ein Editor sein sollte, leicht und intuitiv zu bedienen, und greift uns an vielen Stellen unter die Arme. Abgesehen davon wurde noch eine Handvoll weiterer Spielmodi hinzugefügt.

Das Grundprinzip wurde aber nicht weiter verändert und übernimmt damit leider auch die Schwächen der Vorgänger. Die computergesteuerten Gegner haben sehr starke Sprünge in der Schwierigkeit. So kann der Gegner von einem Meisterspieler, der alle Kurven perfekt nimmt, innerhalb eines Levels zu einem völligen Dilettanten mutieren, der keinen geraden Abschnitt rollen kann. Das nimmt einem teilweise das Erfolgsgefühl, wenn man eine Karte erfolgreich abschließen konnte, oder führt zu Frust, wenn es auch nach dem zehnten Versuch nicht geklappt hat.

Wer aber mit dem Spielprinzip vertraut ist, der kann sich auch diesen Titel ruhig anschauen. Neue Spieler, die einen absurden Mix aus Monty-Python-Humor, Arcade Spiel und Tower Defense mögen, können hier ebenfalls ihren Spaß haben. Und durch die Möglichkeit Level von anderen Spielern zu spielen, lohnt es sich auch immer mal wieder für mehrere Runden zurückzukommen.

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Pro:
  • Intuitiver und einfach bedienbarer Level-Editor
  • Durch Community-Level quasi unendlich viele Strecken
  • Absurder Humor
Contra:
  • Kampagne zwingt uns alle Modi zu spielen, um voranzukommen
  • KI macht sehr starke Sprünge
Story:
3 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Gameplay:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Grafik:
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Sound:
2 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Atmosphäre:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Unsere Wertung: 6.5 / 10
Spiel getestet auf: PC
Tjark

Tjark

Hat seit dem Gameboy jede Handheld-Generation ausgiebig genutzt. Es stehen vorallem Coop- und Multiplayer-Spiele hoch im Kurs.

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