Zum Hauptinhalt springen
Bild ohne BeschreibungBild ohne Beschreibung
Hardware

Turtle Beach’s neuer Stealth Pivot Controller im Test: Innovation und solide Basis

Von Thomas Fleck am 23. Februar 2026.

Turtle Beach bringt mit seinem neuen Controller Stealth Pivot ein innovative Button- und Thumbstick -Layout-Wechselmechanik auf den Markt. Durch zwei Drehachsen lässt sich das Layout der Vorderseite schnell und einfach zwischen dem Xbox-Layout und einem Fighter- und Retro-spieloptimiertem Button-Layout wechseln. Neben der Pivot-Neuheit bietet der Controller die Möglichkeit der Bluetooth-, verzögerungsfreien drahtlosen 2.4 GHz und kabelgebundenen Verbindung, vier umbelegbare Quick-Action-Bottons, und einen Bildschirm für Einstellungen und Chatnachrichten. Eine umfassende Controllereinstellung kann über die Turtle Beach Control Center 2 App vorgenommen werden.

Design und Comfort: Pimp my Xbox-Layout

Der Stealth Pivot Controller basiert auf dem Xbox-Controller-Layout. Die Form des Controllers und die Hauptanordnung der Buttons, Sticks und Trigger wurden davon nahezu 1zu1 übernommen. Darüber hinaus gibt es zwei Extra-Buttons auf der Rückseite, 2 Buttons, ein Wippschalter und ein Display für Einstellungen und Nachrichten auf der Vorderseite und die Pivot-Funktion (zu Deutsch Drehfunktion) mittels der zum B-Layout der Vorderseite gewechselt werden kann.

Die Griffe sind mit gummierten Feldern ausgestattet, die selbst bei schwitzigen Händen einen perfekten Griff ermöglichen. Dank Xbox-Layout liegt er sehr ähnlich und gut wie die Layout-Vorlage in der Hand. Mit 300 g ist der Controller geringfügig schwerer als ein Xbox Series X Wireless Controller inkl. Batterie-Pack mit 260 g, und fühlt sich etwas mächtiger an. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck und die Buttons, Sticks und Triggers haben ein angenehmes Drück- und Wiederstandgefühl.

Der Wechsel vom Xbox Series X zum Stealth Pivot-Controller war aufgrund der nahezu Identischen Anordnung der Buttons und Sticks angenehm einfach und die zusätzlichen 40 g war kaum zu spüren. Nur die „Start und Select“-Buttons sind etwas höher als beim Xbox-Controller und zunächst etwas ungewohnt und generell geringfügig schlechter erreichbar.

Die zwei zusätzlichen Quick-Action-Buttons auf der Rückseite sind sehr gut positioniert und angenehm mittels Mittelfinger drückbar. Auch das B-Layout für Fighter- und Retro-Spiele ist ebenso angenehm wie das A-Layout der Xbox-Vorlage und kann einseitig oder beidseitig gewechselt werden, sodass je nach Vorliebe und Spielansprüchen die Button- und Stick-Auswahl angepasst werden kann.

Solide Performance

Die Leistung des Stealth Pivot Controllers lässt sich als direkt und verzögerungsfrei beschreiben. Die Verbindung mittels mitgeliefertem Empfänger über 2,4 GHz war immer stabil und fühlt sich genauso direkt und latenzfrei an wie über Kabel. Der Verbindungsaufbau war schnell und einfach. Der Controller kann nach Herstellerangaben zum PC mittels allen drei Verbindungsmöglichkeiten, zur Xbox-Konsole mittels Kabel und zu Android-Geräten (Smartphone, Smart TV, etc.) mittels Bluetooth verbunden werden.

Alle Buttons, Sticks und Triggers reagieren direkt, fühlen sich angenehm zu nutzen an und fallen weiterhin nicht negativ auf, wobei die Thumbsticks dank Hall-Effekt präzise, leichtgängig und ohne Drift funktionieren. Der Wechsel zwischen den Pivots-Layouts ist schnell, unkompliziert und sicher einrastend. Die Akku-Laufzeit entspricht den 20+ h Herstellerangabe, kann aber wohl je nach Beleuchtungsstärke und Nutzung des Displays leicht variieren. Dank eingelassenem Kabelanschluss wird der Stecker stabilisiert und ein Ausleihern des Anschlusses durch Scherbewegungen verhindert. Das kleine Display ist minimalistisch, funktional und gut lesbar.

Natürlich kann der Controller auch vibrieren. Dazu werden duale Vibrationsmotoren verwendet, die immersives Feedback geben und je nach Vorliebe eingestellt werden können.

Features – Leichte, schnelle und zuverlässige Anpassungsmöglichkeiten

Das Hauptfeature des Controllers ist die bisher auf dem Markt einzigartige Pivot-Funktion, mit der sich die Tastenfelder auf der Vorderseite des Controllers mit dem rückseitig befindlichem B-Layout austauschen lässt. Dabei können beide Tastenfelder unabhängig voneinander gedreht werden. Auf der linken Seite kann so von Thumbstick oben und D-Pad unten auf D-Pad oben und LSB/RSB (left/right stick button = Dücken des linken und rechten Thumbsticks) unten gewechselt werden. Die rechte Seite tauscht den unteren Thumbstick durch zwei umbelegbare Quick-Action-Buttons oben aus, wodurch insgesamt sechs Buttons verfügbar werden. Die ABXY-Buttons wandern entsprechend von oben nach unten. Der Drehmechanismus wird durch jeweils einen Schalter auf der Rückseite ein- und ausgerastet, wodurch sich entsprechend die Pivot-Felder vorne händisch in eine Richtung drehen lassen.

Die beiden Trigger LT und RT können mittels Schieberegler normal als gradientenmessend für Rennspiele oder als Hair (Ein/Aus) Trigger für Shooter eingestellt werden. Bei letzterem ist der Druckpunkt direkt nach der Ruheposition gelegen und ein weiteres Eindrücken wird gestoppt.

Die Tastenbelegung kann in gewissem Maße direkt am Controller angepasst werden und im vollumfänglichen Maße in der Turtle Beach Control Center 2 App. Dabei ist die Belegung der Quick-Action-Buttons P1-4 ist auf die Tastenauswahl eines normalen Xbox-Controllers sowie LT/RT Min/Max und Pro-Aim Focus Mode beschränkt. Es ist nicht möglich Tastatur-Tasten, Tastenkombinationen oder Makros auszuwählen. Dadurch hat man dann immer eine Doppelbelegung von Tasten wie zum Beispiel der Taste A auf der ursprünglichen A Taste und der P-Taste nach Wahl. Für die Rückseitentasten P3 und P4 ist das sinnvoll, da das Tastenfeld ABXY entweder zusammen mit dem rechten Stick durch den rechten Daumen gedrückt werden muss und beides so nicht gleichzeitig möglich ist oder der sogenannte Klauengriff verwendet werden muss, bei dem der Daumen den Stick und der Zeigefinger das ABXY-Feld bedient. Die Rückentasten binden keinen bereits genutzten Finger und der Klauengriff kann auf Dauer unangenehm und verkrampfend sein, wodurch auch mit der Einschränkung der möglichen Belegungstasten die Zusatztasten sinnvoll sind.

Die P-Tasten 1 und 2 sind auf dem rechten alternativen Pivot und ersetzen den rechten Stick, wodurch insgesamt 6 Tasten für zum Beispiel Kampfspiele wie Street Fighter und Tekken nutzbar sind. Ebenso sind 6 Tasten für Metroidvania und Emulationen von alten Spielekonsolen denkbar nützlich. Allerdings muss auch hier darauf geachtet werden, dass nur Standard-Xbox-Tasten belegt werden können. Die Einschränkung auf die Standardtasten hat den Vorteil, dass eine Kompatibilität mit Konsolen direkt gegeben ist, da diese Tastaturtastenbelegungen wohl nicht oder nicht komplikationsfrei erkennen würden.

Über die Turtle Beach Control Center 2 App lässt sich, neben der Tastenbelegungen, auch die Dead Zones der Thumbsticks und der Trigger LT und RT, die Audio-Ausgabe- und Mic-Aufnahme-Lautstärke über den AUX-Anschluss des Controllers und die Beleuchtung einstellen. Ebenso gibt es einen eigenen Equalizer und die Einstellung Superhuman Hearing (zu Deutsch übermenschliches Hören) für Spiele. Es können fünf Profile angelegt werden, die nachher direkt am Controller einfach gewechselt werden können. Das Speichern der geänderten Einstellungen ist aber sehr unintuitiv. Dafür gibt es keinen leicht erkennbaren Speicherbutton, sondern es muss zum Tab „Profiles“ gewechselt werden und dort das soeben angepasste Profil ausgewählt werden, bevor ein Speicherbutton erscheint und die Änderungen in den Speicher des Controllers lädt. Das hätte deutlich besser gelöst werden können, stellt aber, nach dem ersten Mal, kein Problem mehr dar.

Fazit – Auch ohne Pivot Funktion ein solider Controller

Der Stealth Pivot Controller ist an sich ein hochwertiger und komfortabler Controller mit rundherum sehr guter Leistung. Die Pivot-Funktion bringt mehrere Button-Layouts über einen einfachen und stabilen Drehmechanismus in einen Controller, sodass man seinen Lieblingscontroller für die verschiedensten Spiele und für unterschiedliche Retrokonsolen-Emulatoren benutzen kann. Die Turtle Beach Control Center 2 App ist einfach gehalten, liefert aber alle wünschenswerten Einstellungsmöglichkeiten. Nur die Speicherfunktion in der App ist zu Anfang schlecht nachvollziehbar und eine Buttonbelegung mit Tastaturtasten für die Zusatztasten wäre wünschenswert. Die zusätzlichen Features sind durchdacht und intuitiv.

Ich finde den Stealth Pivot wirklich gut gelungen. Der Controller liegt genauso gut in der Hand wie mein alter Xbox Series S Controller, bietet aber deutlich mehr Features und eine leicht bessere Haftung dank der Gummierung an den Griffen. Die zusätzlichen Rückseitentasten fand ich sehr nützlich und angenehm zu benutzen. Die anpassbaren Trigger-Stopps waren meiner Meinung nach ebenfalls sehr sinnvoll. Was ich persönlich nicht benötigt habe, war die Social Media Funktion zur Anzeige von Nachrichten und den AUX-Anschluss. Ersteres fand ich unpraktisch auf dem Controller zu lesen, wenn ein Blick auf einen Zweitmonitor einfacher oder der Griff zum Smartphone genauso ablenkend ist.

Pro:
  • Hochwertige Haptik, rutschfeste Gummierung
  • Hall-Effekt-Sticks & -Trigger
  • 4 Quick-Action-Tasten (2 hinten + 2 vorne) sinnvoll platziert
  • Sehr niedrige Latenzwerte am PC und eine stets stabile Verbindung
  • Sinnvolle Pivot-Funktion
Contra:
  • Back-Button-Remap nicht vollständig am Pad möglich
  • App-Pflicht für Tiefen-Setup
Ergonomie & Haptik:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Features & Anpassungen:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Konnektivität & Software:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Akkulaufzeit:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Tasten & Präzision:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Unsere Wertung: 9.5 / 10
TestingBuddies Award Silber
Thomas Fleck

Thomas Fleck

Spieleentusiast der sich für keine Herausforderung zu schade ist. Zu den Lieblingsspielen gehören TES: Oblivion, Dark Souls, Subnautica, Phasmophobia, Control und Pokémon Emerald.

Schreibe einen Kommentar