zombie cure lab
Preview

Zombie Cure Lab im Preview: Der Kampf gegen das Zombie-Virus

Von Dominik Probst am 29. Dezember 2022
Publisher: Aerosoft
Release: Early Access - 7. Dezember 2022
Genre: Simulation | Strategie
Entwickler: Thera Bytes GmbH
Verfügbar für: PC
USK Altersfreigabe: ausstehend

Im kürzlich in den Early Access gegangenen Zombie Cure Lab ist es unser Ziel, Zombies zu fangen, diese zu erforschen und langsam wieder zurück zu Menschen zu verwandeln. Ob uns das gelingt oder die Zombiehorden unser Forschungslabor überrennen, finden wir im Test heraus.

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Und dann kamen die Zombies

Wie es meistens mit den Zombies ist, kommen sie plötzlich aus dem Nichts und überrennen die Welt innerhalb von wenigen Tagen. Ebenso passiert das auch in der Welt von Zombie Cure Lab. Der Widerstand der Leute wurde schnell gebrochen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat in der kanadischen Wildnis überlebt und lebt seither tief unter der Erde im MOOSE Lab. Es liegt nun an ihnen und natürlich auch an uns, dem Zombie-Virus Einhalt zu gebieten. Erste Erfolge für ein Heilmittel gegen die Seuche konnten schon verzeichnet werden, genau deswegen müssen nun die mutigsten Wissenschaftler aus der sicheren Umgebung raus in die gefährliche Zombiewelt. Dort ist es unser Ziel, das Labor zu beschützen, die Zombies zu fangen und zu heilen und natürlich der Menschheit zu einer neuen Chance auf ein normales Leben zu verhelfen.

Aller Anfang ist schwer, vor allem in der Zombie-Apokalypse

Damit unser Labor und die Menschen dort nicht direkt zugrunde gehen, müssen wir eine Grundversorgung sicherstellen. Dafür bauen wir zuerst ein Ressourcenlager, das eben alles in der Nähe einsammelt und in unser Zentrallager bringt. Zum anderen benötigen wir einen Transportschuppen, damit alles schneller befördert wird. Damit haben wir schon einmal eine Versorgung aufgebaut, die uns wildes Gemüse, Holz, Metall und einige andere Dinge beschert.

Gekocht schmeckt Gemüse und Fleisch doch am besten, deswegen darf eine Küche auch nicht fehlen. Außerdem benötigen wir für die Grundbedürfnisse noch ein Schlafzimmer mit Betten für unsere Forschertruppe. Danach stehen uns noch etliche weitere Gebäude zur Verfügung, die gebaut werden können. Um das zu tun, markieren wir auf dem Boden einen bestimmten Bereich, der dann für uns errichtet wird. Eine Tür muss auch noch platziert werden und natürlich irgendein benötigtes Inventar.

Neben den bereits genannten Gebäuden können wir beispielsweise noch Strommasten und Kraftwerke bauen, um Strom in der Anlage zu verteilen oder zu produzieren. Ein Forschungsraum hilft uns dabei, neue Technologien und Räume zu erforschen. Im Trainingsraum können die Arbeiter ihre Muskeln trainieren und Dekorationen sollten auch zum Inventar gehören, um etwas Abwechslung zu schaffen. Am wichtigsten ist aber, dass wir unsere Eisbeutelproduktion ankurbeln.

Nur kalte Zombies sind gute Zombies

Da wir die Zombies ja nicht töten wollen, sondern exakt das Gegenteil, müssen wir auf Frostwaffen zurückgreifen. Eben dafür ist eine funktionierende Produktionskette für die Eisbeutel erforderlich. Danach benötigen wir noch eine Waffe, die diese einsetzen kann. Zu Beginn sollten wir schnellstmöglich eine Schneekanone erforschen. Diese muss nur noch strategisch sinnvoll an unserem Zaun angebracht werden, vorzugsweise da, wo ein Durchgang für die Arbeiter platziert wurde. Die Zombies, die nur in der Nacht angreifen, sind nämlich insofern schlau, dass sie nicht den Zaun attackieren, wenn irgendwo ein Tor installiert wurde. Dann ist genau dieses das Ziel des Angriffs. Eine sehr nützliche Funktion ist auch, dass man seine Wissenschaftler per Alarm sofort in sichere Zonen zurückziehen kann.

Ist die Nacht vorbei und wir haben erfolgreich einen oder mehrere Zombies in einen Eisblock verwandelt, können wir unseren Wissenschaftlern auftragen, dass sie diese in die Behandlungskammer im Forschungsraum bringen. Dort beginnt dann eine technologisch aufwendige Therapie, damit aus den hirnlosen Zombies wieder Menschen werden. Dabei müssen sie insgesamt vier Stufen der Verwandlung durchlaufen. Ein Zombie wird nämlich erst zu einem Humbie, das sind Mensch-Zombie-Hybride, danach zu einem Humbie Stufe 2, dann Stufe 3 und dann zu einem Menschen.

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Überstunden schieben oder doch nicht?

In den verschiedenen Gebäuden lassen sich meist weitere Arbeiter einstellen, um die Produktivität zu erhöhen oder eben welche entlassen, um andere Arbeitsstellen zu priorisieren. Das ist aber noch nicht alles, denn jedem Arbeiter können wir dort verschiedene Aufgaben zuweisen oder eben entfernen. In der Schneekanone lässt sich beispielsweise festlegen, ob der Benutzer auch selbstständig die Eisbeutel nachfüllt, wenn der Vorrat aufgebraucht ist. Im Ressourcenlager können wir entscheiden, ob der Arbeiter neben dem Abbau auch noch für den Transport verantwortlich ist und einiges mehr.

Das Gleiche geht auch mit der Arbeitszeit. So haben wir die Wahl, ob nur tagsüber, nur nachts oder aber dauerhaft gearbeitet werden soll, abgesehen von den benötigten Erholungszeiten der Arbeiter. Da dies für jeden Arbeiter selbst einstellbar ist, bietet das einen großen flexiblen Spielraum, den wir strategisch sehr gut nutzen können. Tagsüber könnte so beispielsweise jemand Ressourcen abbauen und sich nachts um die Verteidigung der Basis kümmern. Da Zombies ja sowieso nur nachts angreifen, ist so eine Aufteilung auf jeden Fall empfehlenswert, da sonst der Nutzer der Kanone tagsüber unnötig und untätig herumsitzt.

Alles bunt in der Apokalypse

Wer optisch eine trostlose und öde Wildnis erwartet, ist bei Zombie Cure Lab auf jeden Fall falsch. Die Welt ist relativ bunt gehalten und wirkt unberührt, da es so gut wie keine Straßen gibt und sich die Natur somit ausleben durfte. Die Charaktere sind niedlich modelliert und besitzen kleine amüsante Animationen. Schön anzusehen ist auch der Tag-Nacht-Zyklus mit verschiedenen Wettereffekten und auch Nebel. Die Partikeleffekte der verschiedenen Gebäude, der Waffen und einfach der Natur sehen gut aus und runden das Optische ab. Musikalisch werden wir von heiteren Musikstücken begleitet, aber auch von mystischen. Eine Sprachausgabe gibt es bisher nicht, dafür ist eine deutsche Übersetzung vorhanden.

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Fazit

Zombie Cure Lab bietet in der Early-Access-Version schon etliche Stunden Spielspaß und -inhalt. Neben verschiedenen Gebäuden, die wir errichten können, lassen sich auch zahlreiche Dinge erforschen. Mit einer Vielzahl an Ressourcen gibt es so auch einiges an Abwechslung. Die Idee, Zombies wieder zu Menschen zu verwandeln, ist wirklich spannend umgesetzt, da wir ja mit den Humbies eine Art Hybrid erschaffen, welcher ganz eigene Anforderungen und andere Bedürfnisse hat als ein Mensch. Passend zu dieser Thematik ist auch der Sound gestaltet mit den heiteren, aber auch mystischen Klängen. Ich bin gespannt, wohin die Reise von Zombie Cure Lab geht und in wieweit sich eine Story oder vielleicht sogar ein Multiplayer-Modus integrieren lässt. Wir werden sehen.

Pro:
  • Schöne Spielwelt
  • Guter Soundtrack
  • Hübsche Partikeleffekte
  • Viele Gebäude und Forschungen
  • Nette Idee, Zombies in Hybride zu verwandeln
Contra:
  • Platzierung von Gegenständen ist etwas komisch, da die Arbeiter teilweise nicht vorbeikommen
  • Personal macht nicht immer das, was es soll

Spiel getestet auf: PC

Webentwickler, Technik-Nerd und Gamer aus Leidenschaft seit der Kindheit, mit einem Faible für die komplette The Legend of Zelda- und Halo-Reihe. Dazu fast keine Konsolengeneration ausgelassen und auch sehr interessiert an Indie-Games.

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