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Von großen Erwartungen zu tiefen Enttäuschungen: Unsere größten Spieleflops

Von Daniel Walter am 20. März 2025

Wie jeder Gamer sicherlich sein absolutes Lieblingsspiel hat, gibt es für jeden aber auch immer wieder Titel, die einen von Grund auf enttäuschen, sei es aufgrund falscher Erwartungen, einfallsloser Geschichten oder schlichtweg stumpfsinnigen Gameplays. Was letztlich für einen ultimativen persönlichen Flop sorgt, hat für jeden Videospielfan andere Gründe. Wir haben auch hier versucht, unsere Beweggründe zu erläutern und unsere individuelle rote Laterne zu erklären. 

Alex: Assassin's Creed 3

Sonderlich viele richtig miese Spiele habe ich glücklicherweise nicht spielen müssen in meiner langjährigen Zockerkarriere. Stets habe ich im Vorfeld gut überlegt und abgewogen, ob mir ein Videospiel gefallen könnte und Spaß macht, mir Trailer, Vorschauen und Testberichte angeschaut und dann die richtig schwachen Spiele einfach vermieden. Wenn, dann konnte es höchstens vorkommen, dass ich mit zu hohen Erwartungen an eines herangegangen bin. Schöne Grüße an der Stelle an Gran Turismo 5, Resident Evil 6 und das letzte Medal of Honor. Urvater dieser Reihe an Enttäuschungen ist jedoch Assassin's Creed 3. Richtig eingestiegen in die Serie bin ich mit dem grandiosen zweiten Teil, welcher mit Brotherhood und Revelations die mittlerweile legendäre Ezio-Trilogie bildete. Die Messlatte lag also schon ein gutes Stück weit oben für den dritten Teil.

Doch selten habe ich mich so durch ein Spiel hindurch gequält. Die Klettermechanik, eigentlich für Hausfassaden ausgelegt, funktionierte in den amerikanischen Wäldern so gar nicht. Das durchaus wichtige Jagen machte keinen Spaß, das Kampfsystem ebenfalls nicht. Die Story war zwar einigermaßen in Ordnung, aber Held Connor ziemlich blass, und obendrein gab es auch noch reichlich Bugs und Clippingfehler. Das einzig Positive, welches ich vom dritten Teil mitnehmen konnte, war das Auftauchen des Charakters Haytham Kennway, welcher tatsächlich eine meiner Lieblingsfiguren der Reihe ist. In Summe war ich einfach nur froh, als das Spiel zu Ende war. Gott sei Dank konnte Assassins’s Creed mit dem vierten Teil Black Flag dann noch einmal die Kurve kriegen.

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Daniel: Alan Wake 2

Am meisten enttäuschen einen Spiele dann, wenn man einen Vorgänger über alles geliebt hat und der Nachfolger das Erbe mit Füßen tritt. Dies ist mir in meiner Game-Karriere schon diverse Male passiert, wie zum Beispiel bei Dying Light 2 Stay Human, das für mich weniger als nur ein blasser Schatten seines grandiosen Ahnen ist. Am Ende habe ich mich aber für ein anderes Spiel entschieden, das mich vor gar nicht allzu langer Zeit auf nahezu allen Ebenen enttäuscht hat. So gehört Alan Wake mit seiner außergewöhnlichen Gameplay-Mechanik und seiner kreativen Geschichte für mich zu den innovativsten Titeln überhaupt. Das, was dann nach einer gefühlten Ewigkeit als Fortsetzung veröffentlicht wurde, hat mich dann aber doch von grundauf erschüttert. So wurde aus einem atmosphärischen melancholischen Grufti-Adventure mit Shooter-Elementen, einer durch und durch hervorragend gezeichneten Hauptfigur und einer durchgehend packenden Story ein für mich völlig missratenes pseudo-tiefgängiges Jump-Scare-Ungetüm, das sich immer weiter in seinen künstlich verworrenen Story-Linien verstrickt. Alles an Alan Wake 2 schreit "Ich bin Kunst" und an vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass das Spiel gar nicht verstanden werden will und sich stattdessen als düsterer Arthouse-Film versteht, der sich seine sich selbst zugeschrieben Intellektualität in Großbuchstaben auf die Stirn tätowieren muss. Versteht mich nicht falsch, ich habe gerne eine tiefere Ebene in Videospielen und strenge auch sehr gerne meine grauen Zellen beim Spielen an - Alan Wake 2 schießt für mich dabei aber kilometerweit übers Ziel hinaus und vergisst eine ganz entscheidende Sache, nämlich zu unterhalten.

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Domi: Raven’s Cry

Rückblickend fällt es mir nicht schwer, mein absolutes Negativ-Highlight in meiner Gaming-Laufbahn zu benennen: Raven’s Cry. Zugegeben, ich hatte mich sogar ein wenig auf das Piraten-Abenteuer gefreut. Ein düsteres Setting, eine spannende Rachestory und Seeschlachten klangen für mich nach einer vielversprechenden Mischung. Doch was mich dann erwartete, war eher ein Sturm voller Bugs und Frust als eine packende Piratengeschichte. Schon der Einstieg machte wenig Lust auf mehr. Die Steuerung war dermaßen hakelig, dass selbst einfache Bewegungen zur Tortur wurden. Die Kämpfe fühlten sich träge an und die Seeschlachten, die eigentlich spannend und actionreich hätten sein sollen, waren schlichtweg chaotisch und frustrierend. Dazu kamen zahlreiche Grafikfehler, merkwürdige Animationen und eine feindliche KI, die oft eher durch Zufall als durch Logik agierte. Was mich jedoch am meisten enttäuschte, war die Story. Eigentlich wollte ich mit Christopher Raven auf einen epischen Rachefeldzug gehen, stattdessen wurde ich mit hölzernen Dialogen und unfreiwillig komischen Zwischensequenzen konfrontiert. Emotionale Momente? Fehlanzeige. Spannung? Nicht vorhanden. Und als ob das nicht genug wäre, sorgten zahlreiche Spielfehler dafür, dass ich diverse Quests gar nicht erst abschließen konnte. Am Ende war ich einfach nur froh, als ich Raven’s Cry beiseite legen konnte. Was als düsteres Piraten-Epos begann, endete als eines der verbuggtesten und frustrierendsten Spiele, die ich je gespielt habe. Ein echtes Wrack auf dem Ozean der Gaming-Geschichte.

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Marv: Remothered: Broken Porcelain

Es gibt Spiele, die einem durch den schlechten technischen Stand jegliche Immersion rauben. Eines dieser Spiele ist Remothered: Broken Porcelain. Hinzu kommen eine hanebüchene und total hölzern erzählte Story, Bugs, die unfreiwillig komische Momente en masse auslösen und ein Spieldesign, das an Langeweile kaum zu überbieten ist. Was sich die Entwickler von Remothered: Broken Porcelain dabei gedacht haben, dieses unfertige Survival-Horror-Monster auf die Spieler loszulassen? Ich weiß es nicht und es wird mir immer ein Rätsel bleiben.

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Simone: Tekken’s Nina Williams in: Death by Degrees

Bisher habe ich zum Glück nur wenige Spiele gezockt, die mich wirklich schwer enttäuscht haben. Die meisten sind mir in eher positiver Erinnerung geblieben. Auch wenn es selbstverständlich welche gab, die meine Erwartungen nicht ganz erfüllt haben, zum Beispiel weil mir der Vorgänger letztlich noch ein wenig besser gefallen hat und/oder vorhandenes Potential nicht vollumfänglich genutzt wurde. Manchmal haben es durchaus vorhandene Mängel sogar geschafft, einen gewissen, teils natürlich unfreiwilligen Unterhaltungswert zu bieten. Dennoch sind mir auch ein paar wenige Spiele untergekommen, die in Summe eher negativ hängen geblieben sind. Obwohl ich zugeben muss, dass ich sie offenbar tatsächlich so erfolgreich verdrängt habe, dass ich im Zuge dieser Artikelreihe erst einmal etwas nachdenken musste. Mein Spitzenreiter dieser Enttäuschungen, weil aufgrund seiner Vorlage die Messlatte für mich recht hoch war, ist Death by Degrees. Das Spin-Off um Nina Williams, bekannt aus einer meiner Lieblingsreihen, nämlich dem Beat’em‘up Tekken, bietet eigentlich einen spannenden Ansatz. Die Auftragskillerin arbeitet hier in geheimer Mission mit dem MI6 zusammen, um eine Verbrecherorganisation aufzuhalten und somit die Welt vor dem Einsatz einer gefährlichen Waffe zu retten. Beginnend auf einem Luxusdampfer gilt es unterwegs Rätsel zu lösen, bei denen auch auf Spionage-Equipment wie ein Fingerabdruck-Lesegerät zurückgriffen wird. Weiterhin kommt die Action nicht zu kurz. Neben der temporären Verwendung von verschiedenen Schuss- und Nahkampfwaffen, prügelt sich Nina natürlich auf ihrem heimatlichen Terrain, sprich in bester Tekken-Manier, ordentlich durch Gegnerhorden. Jedoch scheitert dieser interessante Mix zum einen an der teils ungünstig starren Kamera, die die Sicht auf das Spielgeschehen erschwert, und zum anderen an der sehr hakeligen und unpräzisen Steuerung in den Kämpfen. Insbesondere letzteres hat für mich leider recht schnell dafür gesorgt, dass der anfängliche Spaß verflogen ist. Es hat sich einfach kein richtiger Flow eingestellt und nachdem sich dann auch noch einer der Bosskämpfe aufgrund der Steuerung äußerst zäh gestaltet hat und diverse Neuversuche notwendig waren, habe ich das Spiel schließlich demotiviert beiseite gelegt und bis heute nicht durchgezockt.

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Till: Mass Effect: Andromeda

Mir fiel es relativ leicht meine absolute Spieleentäuschung zu erkoren. Diesen unrühmlichen Preis hat sich nach vielem Hin und Her Mass Effect: Andromeda verdient und damals dann für mich auch gleich die komplette Reihe für viele Jahre in den Dornröschenschlaf geschickt. Es fing an mit den ersten Trailern, die zwar gut aussahen, aber auch schon einen Schluss auf die völlig desolaten Gesichtsanimationen zuließen. Als Andromeda erschien, war ich erst einmal trotzdem gehypt und die ersten Stunden hat das Spiel tatsächlich Spaß gemacht. Allerdings fielen relativ bald die eindimensionale Charakterentwicklung und die beiläufigen Nebenquestes auf. Alles wirkte nach wenigen Stunden repetitiv und belanglos. Noch dazu kamen viele Bugs und die schon erwähnten Gesichtsanimationen, die eher zur Belustigung denn zur Atmosphäre beigetragen haben. Alles in allem war das der berechtigte Todesstoß für das Franchise und es konnte den großen Fußstapfen der Vorgänger nicht gerecht werden.

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Daniel Walter

Daniel Walter

Ein begeisterter Konsolenspieler mit einem breit gefächerten Interessengebiet. Neben Shooter-Serien wie Battlefield oder Call of Duty gehören auch Action-Adventures wie klassische Assassin's Creeds, die Batman-Arkham-Reihe oder The Last of Us Part 1/2 zu den bevorzugten Titeln. Hinzu kommen Survival-Games wie ARK, Horror-Klassiker a la Resident Evil sowie Open-World-Abenteuer im Stile von Far Cry oder Red Dead Redemption. Sport-Franchises wie FIFA oder Tour de France erweitern das Interessenfeld, ebenso wie sämtliche Titel aus dem Star-Wars-Universum.

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