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Review

Battles of Legend: Glorious Gallery im Test: Nostalgie im Glitzerkleid

Von Dominik Probst am 29. August 2026. Getestet auf Hardware. 5 Min. Lesezeit. Zum Spiel hier klicken.

Manche Sets muss man nicht lange erklären, man muss sie einfach nur öffnen. Battles of Legend: Glorious Gallery ist so ein Fall. Seit Anfang Juni ist es im Handel, und wer die Reihe kennt, weiß schon vorher, worauf er sich einlässt: keine Commons, keine Rares zum Aufwärmen, sondern von der ersten bis zur letzten Karte volles Programm. Ultra Rare ist hier quasi die Mindestanforderung, und wer Glück hat, zieht eine der seltenen Extended Arts oder gleich eine Starlight Rare.

Uns ging es diesmal nicht um Turnierrelevanz oder die nächste Meta-Bombe, sondern um etwas viel Einfacheres: ein ganzes Display aufreißen und schauen, was uns dabei so über den Weg läuft. Battles of Legend: Glorious Gallery richtet sich klar an alle, die Yu-Gi-Oh eher aus Sammler- und Nostalgieperspektive lieben, an alle, die bei Namen wie Exodia oder Dark Magician Girl kurz innehalten, ganz egal ob das letzte eigene Deck aus der Schulzeit stammt oder erst letzte Woche gebaut wurde. Konami weiß offenbar genau, wie man dieses Gefühl verkauft, und packt bekannte Gesichter in ein neues, deutlich schickeres Gewand.

Ob sich das Aufreißen eines kompletten Displays lohnt und was für Karten uns aus den 24 Packs entgegengeglitzert sind, klären wir jetzt Schritt für Schritt.

Ein Set, das nur noch glänzt

Battles of Legend: Glorious Gallery umfasst 146 Karten, und die Rarity-Verteilung liest sich fast schon absurd: 53 Secret Rares, 83 Ultra Rares, dazu 10 Extended Art Ultra Rares und 35 Karten, die zusätzlich als Starlight Rare existieren. Jedes Pack liefert garantiert eine Secret Rare plus vier Ultra Rares, ein Fünferpack ohne Luft nach unten also.

Inhaltlich setzt das Set klar auf zwei Dinge. Zum einen auf große Wiedersehen: Karten wie Armades, Tiras oder Adreus, die sogenannten Keeper-Bossmonster, bekommen hier ihre bislang schickste Behandlung. Zum anderen auf frischen Support für Archetypen, die viele noch aus alten Deckbau-Zeiten kennen, darunter Dragunity, Shaddoll, Constellar und Utopic. Battles of Legend: Glorious Gallery ist damit weniger ein Set fürs aktuelle Meta und mehr eine Liebeserklärung an Karten, die längst Kultstatus haben.

24 Packs, ein Wohnzimmertisch und ganz viel Vorfreude

Ein komplettes Display bedeutet 24 Packs am Stück, und genau das haben wir für diesen Test durchgezogen. Das Auspacken selbst hat diesen leicht ritualhaften Charakter, den man von Booster-Displays kennt: Folie ab, Karten raus, kurzer Blick, weiter zum nächsten Pack. Bei einem Set, in dem wirklich jede Karte mindestens Ultra Rare ist, verliert sich dieses Gefühl aber nie, es gibt schlicht keinen Durchhänger zwischen zwei Highlights.

Was auffällt: Die Verarbeitung wirkt durchgängig sauber, keine verrutschten Foils, keine Ausreißer bei der Druckqualität. Gerade bei einem Produkt, das komplett auf glänzende Oberflächen setzt, ist das keine Selbstverständlichkeit, denn genau da zeigen sich bei manchen Sets schnell Schwächen.

Was tatsächlich aus den Boostern kam

Die 24 Secret Rares aus unserem Display zeichnen ein ziemlich stimmiges Bild dessen, worauf Battles of Legend: Glorious Gallery abzielt. Mit dabei waren gleich zweimal Exodia the Forbidden One sowie Dark Magician Girl, zwei absolute Franchise-Ikonen, die praktisch jeder erkennt, der auch nur einmal eine Yu-Gi-Oh-Folge gesehen hat. Dazu kamen mit Tiras, Keeper of Genesis (zweifach) und Adreus, Keeper of Armageddon, genau die beiden Keeper-Reprints, die das Set groß bewirbt.

Der Rest der Ausbeute liest sich fast wie ein Archetyp-Sampler: Dragunity Lord Georgius, Dragunity Remus und Dragunity Knight Ascalon für die Drachenfraktion, dazu El Shaddoll Meshachrer, Reeshaddoll Wendi und El Shaddoll Fusion für die Schatten-Puppen-Fraktion. Ergänzt durch Tour Guide From the Underworld, Tohushaddoll Grysta, Void Unleashing, Mirror Barrier, Junk Armor, Satellarknight Deneb, Satellarknight Altair, Raider's Knight (zweifach), Galaxy-Eyes Cipher X Dragon und Ground Xeno (zweifach) war für so ziemlich jeden Nostalgie-Geschmack etwas dabei.

Der ganz große Lottogewinn des Sets, die Starlight-Rare-Versionen von Chaos Angel, Borrelend Dragon oder Chimeratech Megafleet Dragon, blieb uns verwehrt, die zählen laut aktuellen Marktdaten zu den teuersten Karten des gesamten Sets. Muss aber auch nicht sein, denn allein die Auswahl an bekannten Namen macht diesen Stapel schon zu einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis.

Wenn das Artwork über den Rand hinauswächst

Der spannendste Teil des Displays waren für uns aber nicht die Secret Rares, sondern die beiden Extended-Art-Exemplare von Majespecter Unicorn Kirin. Bei nur 10 Extended Arts unter 146 Karten im gesamten Set ist das ein Pull, über den man sich zweimal freuen darf.

Extended Art bedeutet hier ganz konkret, dass die Illustration nicht mehr brav im gewohnten Fenster bleibt, sondern förmlich über den Rand hinauswächst, bis fast an die Kartenkanten heran. Das gibt dem Motiv deutlich mehr Raum zum Atmen und wirkt im direkten Vergleich zur normalen Ultra Rare fast wie ein eigenständiges Kunstwerk. Gerade bei den Reprints der Keeper-Karten und den Extended Arts merkt man, dass sich Konami bei diesem Set sichtlich Mühe mit der Bildsprache gegeben hat, weit weg vom reinen Wiederverwerten alter Artworks.

Fazit

Für mich ist Battles of Legend: Glorious Gallery genau das, was der Name verspricht, eine Galerie. Kein Set, das man wegen neuer Kartentexte oder Meta-Impact kauft, sondern eines, das man öffnet, weil man sehen will, wie gut vertraute Karten in neuem Glanz aussehen können. Das komplette Display zu öffnen war entsprechend weniger Strategie als pure Vorfreude, und genau die wurde mit einem bunten, gut sortierten Stapel aus Ikonen und Archetyp-Lieblingen belohnt. Wer auf den ganz großen Chase-Pull spekuliert, kann natürlich leer ausgehen, wie bei uns auch. Wer aber einfach Freude an schön gemachten Karten hat, bekommt hier ziemlich zuverlässig, was er sich erhofft.

Pro:
  • Durchweg hochwertige Verarbeitung ohne erkennbare Druck- oder Foil-Mängel
  • Extended Arts mit spürbar mehr Bildfläche und eigenem Charakter
  • Gelungene Mischung aus Franchise-Ikonen und spielbaren Archetyp-Reprints
  • Die Keeper-Reprints Tiras und Adreus sind ein echtes optisches Highlight
Contra:
  • Kein Zugriff auf die ganz großen Starlight-Chase-Karten des Sets
  • Für rein competitive orientierte Spieler bleibt der praktische Mehrwert begrenzt
  • Bei so viel Rarity-Dichte pro Pack verliert man als Käufer schnell den Überblick, was jetzt eigentlich besonders selten ist
Kartendesign & Illustrationen:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Rarity-Mix & Pull-Erlebnis:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Nostalgie-Faktor:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Verarbeitung & Materialqualität:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Sammlerwert:
3 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Unsere Wertung: 7.5 / 10

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Dominik Probst

Dominik Probst

Webentwickler, Technik-Nerd und Gamer aus Leidenschaft seit der Kindheit, mit einem Faible für die komplette The Legend of Zelda- und Halo-Reihe. Dazu fast keine Konsolengeneration ausgelassen und auch sehr interessiert an Indie-Games.

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