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Gaming-PC für 600 €? Wir zeigen euch wie!

Von Felix Mager am 13. Juni 2022

Mittlerweile ist Gaming längst zum Volkssport geworden, doch gerade Einsteiger in der Szene tun sich oft schwer. Für alle, die keinen Plan haben oder einfach nur ein begrenztes Budget, haben wir den 600 Euro Gaming-PC Marke Eigenbau zusammengestellt!

Im Folgenden gehen wir auf jede Komponente detailliert ein, stellen diese vor und verraten euch, warum wir uns dafür entschieden haben. Im Anschluss müsst ihr nur noch die Teile kaufen und schon könnt ihr euch euren perfekten Einsteiger-Gaming-PC für 2022 zusammenbauen.

UPDATE

Wir haben diesen Guide für dich in 2024 neu aufgelegt. Du findest ihn hier: https://testingbuddies.de/bau-dir-deinen-eigenen-600-euro-gaming-pc-2024er-version

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CPU

AMD Ryzen 5 5500, 6C/12T, 3.60-4.20GHz, boxed ca. € 133,-

Der Ryzen 5500 ist sozusagen der kleine Bruder des beliebten Gaming-Prozessors 5600X. Er ist etwas langsamer getaktet und muss mit dem halben L3-Cache auskommen, sodass der 5500 ca. 10% langsamer, dafür aber auch 60 Euro günstiger ist als der 5600X, also fast ein Drittel weniger kostet. Das macht ihn zu einem soliden Einsteiger-Prozessor, der alle Erwartungen erfüllen kann. PCIe 4.0 Konnektivität ist nicht vorhanden, jedoch werden wir in unserem Build ohnehin nur PCIe 3.0 für Grafikkarte und SSD benutzen, da der Unterschied trivial beziehungsweise in der Praxis, besonders im Gaming nicht vorhanden ist und wir so auch noch einige Euro sparen können.

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Mainboard

MSI A520M Pro ca. € 56,-

Die MSI Pro Serie bietet leistungsstarke Mainboards für wenig Geld. Hier bekommen wir alle Anschlüsse, die wir brauchen und nicht mehr. Mit dem A520 Chipsatz verhält es sich genauso. Eine ordentliche Performance, angepasst an Ryzen 5 Prozessoren. PCIe 4.0 Support bietet das Board nicht, brauchen wir aber auch nicht und können so abermals wertvolle Euro sparen. Ein besonders „cooles“ Extra dieses Mainboards ist der M.2 Passivkühler, welchen man mühelos montieren kann.

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RAM

G.Skill Aegis DIMM Kit 16GB, DDR4-3200, CL16-18-18-38 ca. € 55,-

Mit 3200 MHz Takt haben wir das Maximum der CPU erreicht. Die beiden RAM-Slots des Mainboards werden genutzt. Zudem gibt es hier von G.Skill noch schöne Latenzen und Intel XMP 2.0 dazu. 16 GB sind immer noch völlig ausreichend und sollten in normalem Gaming-Betrieb nicht an ihre Grenzen stoßen.

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GPU

INNO3D GeForce GTX 1660 SUPER Twin X2, 6GB GDDR6, HDMI, 3x DP ca. € 245,-

Ah, die GPU… Das Herzstück jeden Gaming-Rechners. Durch den Preissturz letzten Monat gibt es nun endlich wieder gute Grafikkarten für angemessene Beträge. Die GTX 1660 SUPER ist eine davon. Sie kommt mit 6 GB GDDR6 Speicher daher und kann mit hohen Taktraten und einer 192-bit Speicheranbindung überzeugen. Dabei ordnet sie sich in Benchmarks ungefähr zwischen einer GTX 980Ti und einer GTX 1070 ein. Sie ist nur 5 % langsamer als eine 5600XT und ganze 11% schneller als die 5500XT mit 4 GB Speicher, welche wir bisher aufgrund der hohen Preise empfohlen haben. Ebenfalls dabei ist NVIDIA G-Sync. In 1080p erreicht die Karte durchschnittliche FPS-Werte von 91 und in 1440p sogar noch 67. Damit ist nun offiziell der WQHD-Gaming Rechner für 600 Euro geboren. Man kann hierzu also eigentlich nur einen entsprechenden Monitor mit G-Sync Kompatibilität und einer Auflösung von 2560×1440 Pixel empfehlen. Natürlich reicht aber auch ein Full-HD Monitor vollkommen aus, gerade wenn ihr nicht über 24 Zoll Größe geht. Und auch mit 27 Zoll ist Full-HD immer noch vertretbar und schont eure Grafikkarte. Das hängt dann vom restlichen Budget ab

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Speicher

Samsung SSD 970 EVO Plus 500GB, M.2 ca. € 62,-

SSDs von Samsung sind seit Jahren etabliert und geliebt. Sie bieten höchste Performance und die EVO Serie ist dabei ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung. Diese M.2 bietet 3500MB/s lesen und 3200MB/s schreiben und ganze 480k lesen und 550k schreiben im IOPS 4k Test, welcher die schnelle Bearbeitung von vielen kleinen Datenblöcken testet, also den Normalbetrieb für Privatanwender. Hier sind die erzielten Testwerte für den Preis sehr angemessen. Das alles kombiniert mit der langen Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Samsung SSDs macht diese M.2 zu dem perfekten Kandidaten in der Preisklasse.

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Netzteil

Mars Gaming MPB550 550W ATX ca. € 34,-

Das 550W Netzteil von Mars Gaming kann mit einer 80-Plus Bronze Zertifizierung und einer durchschnittlichen Effizienz von ca. 90% überzeugen. Zudem hat es einen Silent-RPM Modus für geringe Lüfterdrehzahlen bei geringer Last und bietet alle Anschlüsse, die man braucht. Das alles zu einem super Preis.

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Gehäuse

AeroCool CS-1103 ca. € 23,-

Ein günstiges und ebenso simples Gehäuse, das mit einem 80mm-Lüfter an der Rückseite daherkommt. Für die ausgesuchte Hardware ist das auch ausreichend. Bei Bedarf lassen sich noch zwei zusätzliche Lüfter vorne und einer hinten einbauen. Mit seinem schlichten, aber modernen Design, stellt dieses Gehäuse ein Minimum dar, um den 600 Euro-Build machen zu können.

Fazit

Gesamtpreis: ca. € 608,-

Aufgrund der gefallenen Preise ist jetzt endlich ein deutlicher Leistungssprung möglich. Im Vergleich zum vorherigen Build haben wir unsere CPU und GPU deutlich verbessert, beide haben über 10% mehr Leistung. Die SSD ist noch schneller geworden und bietet satte 500 GB Kapazität und wir haben es endlich geschafft mit nur ca. 600 Euro Budget ins Land des WQHD-Gaming vorzustoßen.

Ein voller Erfolg!

Wir hoffen, euch hat unser Build des 600 Euro Gamer-PC gefallen. Lasst uns gerne einen Kommentar da und teilt uns eure Meinung mit oder übt auch konstruktive Kritik. Wir würden uns freuen.


*Beitrag aktualisiert am 12. Juli 2022*

Felix Mager

Felix Mager

Leidenschaftlicher Gamer mit Vorliebe für gute Soundtracks. World of Warcraft Veteran seit 2007 und großer Fan von Simulatoren, 4X- und Strategiespielen. Mit über 1200 Stunden Spielzeit ist Civilization der Vorreiter meiner Steambibliothek. Außerdem interessieren mich gute Rollenspiele und Shooter wie Assasin's Creed und Far Cry, bei denen ich kaum einen Teil der beiden Reihen ausgelassen habe.