

EPOMAKER Click Mouse im Test: Leichtgewicht mit High-End-Ambitionen
Mit der Click Mouse möchte EPOMAKER nicht nur Fans der eigenen Tastaturen ansprechen, sondern auch auf dem umkämpften Gaming-Maus-Markt mitmischen. Dabei fährt der Hersteller ordentliches Geschütz auf: 58 Gramm Gewicht, ein PAW3950-Sensor, bis zu 42.000 DPI und eine Abfragerate von bis zu 8.000 Hz. Dazu kommen drei verschiedene Verbindungsmöglichkeiten und eine 500-mAh-Batterie. Auf dem Papier klingt das nach einer Maus, bei der eigentlich kaum Wünsche offenbleiben dürften.
Doch wie so oft bei Gaming-Hardware stellt sich die Frage: Wie viel davon braucht man tatsächlich? Die EPOMAKER Click Mouse zeigt im Test, dass beeindruckende Datenblätter nicht automatisch ein beeindruckendes Spielerlebnis bedeuten. Gleichzeitig erweist sie sich als angenehm leichtes und flexibles Eingabegerät, das vor allem mit seiner Vielseitigkeit punkten kann.

Ausstattung
Schon bei der Ausstattung macht die Click Mouse einen erfreulich vollständigen Eindruck. Neben der Maus selbst liegen ein 2,4-GHz-Funkdongle, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel, Griptapes sowie eine Bedienungsanleitung bei. Mehr braucht es für den direkten Einstieg eigentlich nicht.
Das Herzstück der Maus bildet der PAW3950. Der optische Sensor unterstützt laut EPOMAKER bis zu 42.000 DPI, 750 IPS und eine Beschleunigung von bis zu 50 G. Dazu kommen optische Omron-D2LS-Schalter und ein 500-mAh-Akku. Gerade die Abfragerate gehört zu den großen Verkaufsargumenten. Über USB und 2,4 GHz sind bis zu 8.000 Hz möglich. Einstellen lässt sich die Rate in sieben Stufen zwischen 125 und 8.000 Hz. Im Bluetooth-Betrieb sind dagegen maximal 125 Hz möglich.
Das klingt zunächst nach maximaler Geschwindigkeit und Präzision. Allerdings sollte man sich von diesen Zahlen nicht blenden lassen. 8.000 Hz sind technisch beeindruckend, im normalen Gaming-Alltag aber längst nicht für jeden Spieler ein entscheidender Vorteil. Gerade bei weniger anspruchsvollen Spielen dürfte der Unterschied zu 1.000 Hz kaum auffallen.

Design
Optisch präsentiert sich die Click Mouse angenehm zurückhaltend. EPOMAKER setzt auf ein symmetrisches Gehäuse, wodurch die Maus grundsätzlich für unterschiedliche Griffarten interessant ist und nicht sofort den Eindruck eines stark auf Rechtshänder zugeschnittenen Modells vermittelt.
Besonders positiv fällt das Gewicht auf. Mit rund 58 Gramm gehört die Click Mouse zu den angenehm leichten Vertretern ihrer Gattung. Das macht sich insbesondere bei schnellen Bewegungen bemerkbar. Die Maus lässt sich ohne großen Kraftaufwand über das Mauspad bewegen und eignet sich dadurch hervorragend für Spiele, in denen häufige und schnelle Richtungswechsel gefragt sind.
Auch bei längeren Sessions spielt das geringe Gewicht seine Stärken aus. Wer bislang mit deutlich schwereren Gaming-Mäusen unterwegs war, dürfte den Unterschied bereits nach kurzer Zeit bemerken.
Die Oberfläche ist dabei nicht nur auf eine möglichst schlichte Optik ausgelegt. EPOMAKER setzt laut eigener Angabe auf eine widerstandsfähige, fettabweisende Oberfläche und leichtgängige Mausfüße. Das sorgt insgesamt für einen unkomplizierten und funktionalen Auftritt. Es handelt sich hier um eine der wenigen Gaming-Mäuse die weitesgehend auf RGB verzichtet.
Kompatibilität
Bei der Konnektivität zeigt die Click Mouse ihre vielleicht größte Stärke. Sie lässt sich auf drei verschiedene Arten betreiben: über 2,4 GHz Funk, Bluetooth oder klassisch per USB-Kabel.
Damit kann sie problemlos zwischen Gaming-PC, Notebook und anderen kompatiblen Geräten wechseln, ohne dass man zwingend auf eine einzige Verbindungsart festgelegt ist. Offiziell unterstützt EPOMAKER Windows, macOS und Linux.
Für den Gaming-Betrieb empfiehlt sich allerdings klar die 2,4-GHz-Verbindung oder der Kabelbetrieb. Hier stehen die hohen Polling-Raten bis 8.000 Hz zur Verfügung. Bluetooth ist mit seinen 125 Hz dagegen eher für Office-Arbeiten und mobile Geräte interessant.
Gerade für Nutzer, die eine Maus sowohl am Gaming-PC als auch am Notebook verwenden möchten, ist diese Flexibilität ein echter Pluspunkt.

DPI: Viel hilft nicht immer viel
42.000 DPI. Allein diese Zahl dürfte auf der Verpackung für beeindruckte Gesichter sorgen. In der Praxis ist sie allerdings ein Paradebeispiel dafür, wie weit sich technische Daten und tatsächlicher Nutzen voneinander entfernen können.
Die Click Mouse bietet sechs fest vorgegebene DPI-Stufen: 800, 1.600, 2.400, 3.200, 5.000 und 42.000 DPI. Und genau hier liegt für uns einer der größten Kritikpunkte.
Denn zwischen 5.000 und 42.000 DPI klafft eine gewaltige Lücke. Wer mit niedrigen bis mittleren Empfindlichkeiten spielt, wird die oberen Bereiche ohnehin kaum benötigen. 42.000 DPI sind für die allermeisten Spieler schlicht völlig am praktischen Nutzen vorbei. Selbst bei sehr hoch eingestellter Mausempfindlichkeit dürfte dieser Wert kaum sinnvoll eingesetzt werden.
Noch ärgerlicher ist, dass die Stufen fest vorgegeben sind. Eine feinere Abstimmung auf den persönlichen Geschmack wäre hier deutlich wünschenswerter gewesen. Gerade eine Gaming-Maus mit einem derart leistungsfähigen Sensor sollte dem Nutzer eigentlich mehr Freiheit bei der Einstellung bieten.
High Polling: beeindruckend, aber nicht zwingend notwendig
Ähnlich verhält es sich mit den 8.000 Hz Polling Rate. Technisch ist die Möglichkeit natürlich beeindruckend. Eine Maus, die ihre Position bis zu 8.000-mal pro Sekunde an den Rechner melden kann, vermittelt das Gefühl maximaler Geschwindigkeit.
In der Praxis hängt der Nutzen allerdings stark vom jeweiligen Einsatzgebiet ab. Für kompetitive Shooter und Spieler mit entsprechendem High-End-System kann eine hohe Abfragerate durchaus interessant sein. Für den Großteil der Spieler dürfte dagegen bereits 1.000 Hz vollkommen ausreichen und schont auch den Akku der Maus im Drahtlosbetrieb.
Hinzu kommt, dass höhere Polling-Raten auch entsprechend leistungsfähige Hardware voraussetzen können. Wer keinen High-End-PC besitzt oder überwiegend Singleplayer-Spiele, Strategiespiele oder andere weniger reaktionskritische Genres spielt, wird von 8.000 Hz kaum profitieren. Das Feature ist also eher ein „Nice to have“ als ein zwingender Kaufgrund.
Nutzung im Alltag
Und hier spielt die Click Mouse ihre eigentlichen Stärken aus. Während sich die großen Zahlen bei DPI und Polling Rate eher nach Marketing anhören, überzeugt die Maus durch Eigenschaften, die man tatsächlich jeden Tag bemerkt.
Die 58 Gramm Gewicht sind dabei der größte Pluspunkt. Die Maus fühlt sich leicht und agil an, ohne dabei wie ein billiges Spielzeug zu wirken. Gerade bei schnellen Bewegungen macht sich das positiv bemerkbar. Auch die symmetrische Form ist angenehm vielseitig. Wer keine ausgeprägte ergonomische Rechtshänderform benötigt, bekommt hier ein relativ neutrales Design, das sich unkompliziert nutzen lässt.
Die programmierbaren Seitentasten erweitern den Funktionsumfang zusätzlich. Sie können nicht nur für Spiele interessant sein, sondern auch im Alltag beispielsweise für Browser-Navigation oder häufig verwendete Befehle eingesetzt werden. EPOMAKER positioniert die Click Mouse entsprechend nicht ausschließlich als Gaming-Gerät, sondern auch als Maus für produktive Anwendungen.
Der 500-mAh-Akku sorgt schließlich dafür, dass man nicht ständig nach dem Ladekabel greifen muss. Bei Bedarf lässt sich die Maus aber jederzeit kabelgebunden weiterverwenden.

Accessoires
Beim Lieferumfang gibt sich EPOMAKER solide, ohne unnötig viel zusätzliches Zubehör beizulegen. Neben der Maus finden sich der 2,4-GHz-Dongle, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel und die Bedienungsanleitung in der Verpackung.
Das ist funktional und ausreichend. Eine zusätzliche Aufbewahrungsmöglichkeit für den Dongle oder weiteres Zubehör wäre zwar nett gewesen, wirklich vermissen lässt sich davon aber wenig.
Fazit
Die EPOMAKER Click Mouse ist eine interessante Mischung aus ambitionierter Gaming-Technik und alltagstauglicher Wireless-Maus. Besonders das geringe Gewicht von gerade einmal 58 Gramm, die drei Verbindungsmöglichkeiten und der gute PAW3950-Sensor gefallen uns. Die Maus lässt sich schnell bewegen, flexibel einsetzen und macht sowohl beim Spielen als auch bei alltäglichen Aufgaben eine gute Figur.
Weniger überzeugend sind dagegen einige der großen Zahlen auf dem Datenblatt. 42.000 DPI mögen spektakulär klingen, sind im normalen Einsatz aber kaum sinnvoll. Auch die fest vorgegebenen DPI-Stufen schränken die individuelle Anpassung unnötig ein. Die 8.000-Hz-Polling-Rate ist technisch ebenfalls beeindruckend, dürfte aber nur für eine vergleichsweise kleine Zielgruppe einen wirklich relevanten Unterschied machen.
Unterm Strich ist die Click Mouse deshalb weniger wegen ihrer extremen technischen Spitzenwerte interessant, sondern wegen ihrer Kombination aus geringem Gewicht, guter Ausstattung und flexibler Konnektivität. Wer eine leichte, symmetrische Gaming-Maus sucht und dabei Wert auf kabellose Freiheit legt, bekommt hier ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer dagegen hauptsächlich wegen der 42.000 DPI oder 8.000 Hz zugreift, sollte sich vorher überlegen, ob er diese Werte überhaupt benötigt.
- Guter Lieferumfang mit Kabel für Dongle
- Breite Einsatzmöglichkeiten
- Unnötig hohe Specs
- Softwarezwang
- Knarzt etwas
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Hat seit dem Gameboy jede Handheld-Generation ausgiebig genutzt. Es stehen vorallem Coop- und Multiplayer-Spiele hoch im Kurs.