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Review

Hot Wheels: Infinite Rush im Test: Dank neuer Ausrichtung auf dem Weg zum König der Arcade-Racer?

Von Alex Jung am 18. September 2026. Getestet auf PS5. 11 Min. Lesezeit. Zum Spiel hier klicken.

Mit Hot Wheels: Infinite Rush liefert Milestone den mittlerweile bereits dritten Teil rund um die ikonischen Spielzeug-Autos von Mattel. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern erwartet uns nun eine frei befahrbare Open-World, die dem Rennspiel einen völlig neuen Twist verleiht. Wobei eine Open-World sogar zu tief gegriffen ist. Denn tatsächlich bietet Hot Wheels: Infinite Rush ganze vier von uns erkundbare Gebiete, die sich thematisch stark unterscheiden und somit für Abwechslung sorgen sollen. Ehrensache, dass wir für euch einen Blick auf den neuesten Streich von Milestone werfen. Erwächst hier vielleicht sogar ein waschechter Forza-Horizon-Konkurrent?

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Vier Inseln und kein Totalausfall

Wie gesagt bringt Hot Wheels: Infinite Rush ganze vier offene Gebiete mit sich, die im Spiel als Dreh- und Angelpunkt des kompletten Gameplays fungieren. Diese vier Areale sind im Kern größere Inseln, welche allerdings nicht so umfangreich ausfallen wie etwa die Spielwelt eines Forza Horizon 6. Das müssen sie ja aber auch nicht, wenn der Inhalt soweit stimmig ist. Denn der Ansatz ist ja ein völlig anderer. Die vier Inseln sind jeweils einem bestimmten Grundthema gewidmet, was sie unverwechselbar macht. Da hätten wir das urbane Wheelswood, welches mit seinen Hochhäusern, dem Schriftzug und dem überdimensionalen Affen auf einem der Skyscraper direkt an Hollywood / Los Angeles erinnert. Gearville wiederum führt uns in ein dreckiges Wüsten-Szenario voller Staub, Hitze und ausladenden Canyons. Hot Wheels: Infinite Rush schafft es somit sehr gut, seine Areale unterschiedlich zu gestalten, damit zumindest optisch Abwechslung gegeben ist.

Die Inseln sind dabei stets mit Details vollgepackt und beinhalten eine Menge Verkehr, der sich durch die Straßen bewegt. Dank der typischen, orangenen Rennbahnen und einiger übergroßer Attraktionen wie dem besagten Affen oder einem riesigen Skorpion fühlen wir uns direkt, als wären wir in einem bizarren Traum aus unserer frühen Kindheit gefangen. Die Atmosphäre transportiert das Spiel also schon einmal sehr gut. Natürlich stehen uns dabei nicht alle Inseln von Beginn an zur Auswahl. Diese müssen erst nach und nach über den Spielfortschritt freigeschaltet werden, was allerdings sehr schnell vonstatten geht. Teils erstrecken sich die Streckenführungen über zwei Ebenen. Hier kann die Wegfindung bisweilen schwierig ausfallen, da wir nur eine Markierungsfunktion ohne Routenplaner zur Verfügung haben. Man muss die Inseln also Schritt für Schritt kennenlernen, um sich überall zurechtzufinden. Leider fehlt eine Schnellreisefunktion, die sicherlich den generellen Komfort erhöht hätte.

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Wie aus dem Regal

Eine klare 10/10 ist die grafische Gestaltung der über 150 im Spiel enthaltenen Hot Wheels. Die kleinen Flitzer sehen fantastisch detailreich aus und wirken fast schon, als hätte man ein gutes Foto hochgeladen. Bei den Autos stimmen wirklich alle Details, von den verschiedenen Karosseriearten wie Plastik, Emaile oder Metall über die unterschiedlichen bei den Modellen verbauten Räder bis hin zum Unterboden, auf dem sich die ausgestanzte Typenbezeichnung erkennen lässt. Eben ganz so, als hätte man im örtlichen Spielwarengeschäft seines Vertrauens gerade ein solches Auto erworben und würde es jetzt von allen Winkeln aus bestaunen.

Dies gilt sowohl für die Hot-Wheels-Eigenkreationen als auch die zahlreichen von Herstellern lizensierten Fahrzeuge. Da geben sich Lancia Delta Integrale, Audi Sport Quattro oder so mancher Mercedes die Klinke in die Hand. Primär liegt der Fokus jedoch auf den Modellen, welche von Hot Wheels selbst entworfen wurden. Diese sind deutlich zahlreicher vertreten und beinhalten Quasi-F1- Flitzer, Sportwagen und teils richtig kuriose Vehikel wie etwa einen rasenden Panzer oder eine Winkekatze mit V8-Motor.

Hauptziel des Spiels ist ohnehin, alle im Spiel vorhandenen Hot Wheels zu sammeln, wofür uns eine praktische Übersicht zur Verfügung steht. So lässt sich stets nachprüfen, in welchem Gebiet wir welches Auto bereits erhalten haben. Die Flitzer sind thematisch in verschiedene Gruppen segmentiert, damit wir nicht komplett den Überblick verlieren. Wir erhalten sie für das Betreten einer neuen Insel, für Rennsiege oder können sie beim örtlichen Händler gegen verdiente Credits erwerben.

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Raser vs. Drifter vs. Titan

Doch nicht nur optisch unterscheiden sich die Hot Wheels voneinander. Denn das Spiel unterteilt sie grundsätzlich in vier Rennklassen. Da gäbe es zunächst die Drifter, mit denen man, der Name sagt es bereits, nach Herzenslust durch die Umgebung driften kann. Weitaus schneller und direkter kommen die Raser daher, welche primär auf den reinen Speed reduziert werden. Die Titan-Klasse wiederum besteht hauptsächlich aus Trucks oder Geländewagen und ist für das Grobe zuständig, also eher die Offroad-Abschnitte. Die Flexi-Klasse zu guter Letzt wiederum bietet einen Mix aus allen drei anderen Eingruppierungen und stellt die Allrounder-Einsteigerkategorie dar. Über die Schnellauswahl haben wir stets ein Auto jeder Klasse zur Auswahl und können jederzeit in der Spielwelt wechseln.

Alle Vehikel haben nochmals diverse Unterschiede in Sachen Beschleunigung, Topspeed, Handling sowie dem Boost. Diesem kommt, typisch Arcade-Racer, eine besondere Bedeutung zu, lässt sich doch damit ein nicht unerheblicher Geschwindigkeitsvorteil erlangen. Die Boosts stehen uns nicht unendlich zur Verfügung und müssen aufgeladen werden. Dies geschieht bei jeder Klasse anders. Während also die Drifter ihre Boostleiste wenig überraschend per Drift auffüllen, gilt bei den Rasern, möglichst hohen Topspeed zu halten. Sämtliche Kategorien bringen dabei ordentlich Spielspaß, lassen sich stets gut steuern und sind angenehm griffig. Bei den Autos gibt es wirklich keine Totalausfälle.

Generell passt das Fahrgefühl nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr gut. Diese benötigen wir hauptsächlich für die Drifts, welche wir per kurzem Tippen auf die Bremse einleiten. Anders als in anderen Genre-Vertretern müssen wir dann jedoch nicht gegenlenken um im Drift zu bleiben. Dies erfordert eine leichte Umgewöhnung, wenn man bereits andere Rennspiele gespielt hat, geht aber nach einiger Zeit in Fleisch und Blut über. Dann macht es einen Heidenspaß, durch ellenlange Kurven zu driften und die Gegner ordentlich Staub schlucken zu lassen.

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Herausforderungen, so weit das Auge blicken kann

Natürlich wollen die Hot Wheels gebührend ausgefahren werden. Nur bewundern ist schließlich nicht genug. Zur Auswahl stehen uns also zunächst klassische Rundkurs-Rennen, auf denen wir gegen eine ganze Menge anderer Gegner antreten und versuchen, den ersten Platz zu erreichen. In der Spielwelt finden sich zudem noch weitere Zufallsgegner, die wir zu einem kurzen, direkten Duell herausfordern. Und selbstverständlich dürfen auch Etappen-Rennen von A nach B nicht fehlen.

Weitere Modi sind Zeitangriff, Checkpoint-Rennen oder ein Modus, in dem wir durch das Umfahren von Reifen Punkte sammeln. Manchmal sollen wir zudem ein Vehikel möglichst ohne Umgebungskontakt und Schaden zum örtlichen Händler bewegen, eine Flamme finden oder eine Reihe Checkpoints mit einer möglichst hohen Durchschnittsgeschwindigkeit absolvieren. Hot Wheels: Infinite Rush beinhaltet eine gute Bandbreite an Herausforderungen, die sich angenehm abwechslungsreich gestalten. Während manche fast schon Selbstläufer sind, müssen wir bei anderen, speziell den Checkpoint-Rennen, erstmal einen guten Rhythmus finden, bevor es letztlich zur Goldzeit reicht.

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Zusätzliche Würze erhalten die Herausforderungen durch Hindernisse, Boostfelder oder sonstige Challenges, die uns auf unserem Weg zum Sieg erwarten. Da gibt es etwa Bereiche, in denen unser Auto vereist und dementsprechend schwer zu kontrollieren wird, oder Felder, die unseren Boost komplett lahmlegen. Ganz nach Vorlage finden sich zudem riesige Installationen auf dem Weg, die uns das Leben schwermachen. Da sollen wir durch das Maul einer Schlange fahren, welches ständig auf- und zugeht, oder auf die Piste rollenden Felsbrocken ausweichen. Die verschiedenen im Spiel enthaltenen Rennstrecken weisen eine ordentliche Anzahl an Hindernissen auf, welche sicherlich so ähnlich in manchem Kinderzimmer zu finden sind.

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Beat mich nicht so an

Die grafische Gestaltung der in Hot Wheels: Infinite Rush enthaltenen Areale kann sich definitiv sehen lassen, auch wenn die Fahrzeuge letztlich die klaren Stars sind. Zunächst ist festzuhalten, dass die Rennaction stets flüssig läuft, egal ob wir jetzt in einem Pulk unterwegs sind, uns auf dem Kopf durch einen kolossalen Looping bewegen oder per Sprungkuppe über die halbe Karte fliegen. Hier hat Milestone gute Arbeit geleistet, um den Hot Wheels einen ansprechenden Rahmen zu ermöglichen. In der Nahaufnahme können die Gebiete nicht mit dem Detailgrad eines Forza Horizon 6 mithalten. Für den verwendeten Grafik- und Spielstil geht dies aber vollkommen in Ordnung und ergibt ein rundes Gesamtbild.

Im Gegensatz zu Arcade-Konkurrenten wie dem ebenfalls kürzlich erschienenen iRacing Arcade hat Hot Wheels: Infinite Rush deutlich bessere Motorensounds. Diese sind zwar nicht so knackig, wie sie sein könnten, unterlegen die Fahrzeuge aber gut und simulieren sogar Schaltvorgänge, damit die Akustik an der Stelle nicht so eintönig wirkt. Abstriche müssen wir allerdings beim elektronisch angehauchten Soundtrack von Hot Wheels: Infinite Rush verzeichnen. Im Erkundungs-Modus sind die Stücke noch gut gewählt und passen zu den von uns gerade befahrenen Inseln. Geht es an die eigentliche Rennaction, gibt es hektische Dubstep-Musik auf die Ohren. Letztlich ist dies natürlich Geschmackssache, uns waren die Lieder aber ein wenig zu wild. Stücke, die nach Rennende im Ohr blieben, wie im ebenfalls von Milestone stammenden Screamer, suchen wir leider vergeblich. Der Soundtrack ist also abseits der fehlenden Komfortfunktionen für Wegfindung und Schnellreise der erste echte Kritikpunkt an Hot Wheels: Infinite Rush, wenn auch wie gesagt Geschmackssache.

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Das Stickeralbum

Abseits der Rennen hat Hot Wheels: Infinite Rush noch zahlreiche Sammelaufgaben im Gepäck. Da wären neben den bereits erwähnten Autos zunächst Graffiti-artige Sticker zu erwähnen, die wir über den Fotomodus knipsen und sammeln können. Ebenso gibt es in jedem Gebiet eine ordentliche Anzahl Zahnräder sowie Hot-Wheels-Schriftzüge. Gerade Letztere verlangen von uns eine teils schon kreative Herangehensweise, um sie erreichen zu können. Da muss schon mal ein langer Anlauf oder eine künstliche Rampe herhalten, um das begehrte Sammelobjekt zu ergattern.

Die Sammelaufgaben sind dabei hauptsächlich etwas für Komplettisten und arten bisweilen in Abarbeiten aus. Den Haupt-Spielfortschritt verzeichnen wir über die extra gekennzeichneten Rennen oder Herausforderungen. Haben wir genügend davon abgeschlossen, schalten wir wiederum neue Challenges frei. Und letztlich einen besonderen Gegner, den wir in einem ausladenden Eins-gegen-Eins-Duell besiegen müssen. Diese Zeitgenossen sind die Bossgegner im Spiel und sorgen nochmal für eine zusätzliche Herausforderung. Gewinnen wir das Rennen, können wir dann das Auto unseres Gegners künftig unser Eigen nennen und unsere Sammlung damit weiter ausbauen.

Zusätzlich zu den ganzen Gameplay-Mechaniken gesellen sich noch freischaltbare Verbesserungen, von denen wir bis zu vier an unseren Hot Wheels anbringen können. Diese passiven Perks verbessern zum Beispiel unser Handling, unsere Beschleunigung oder den Boost. Auf diese Art lässt sich, speziell für kniffligere Zeitangriff-Herausforderungen, nochmal das Quäntchen Extra-Performance aus unserem Auto herauskitzeln.

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Pimp my Spielzeugauto

Woran erkennen wir, dass wir es mit einem Milestone-Titel zu tun haben? Richtig, am Lackierungseditor. Denn dieser, in seiner Form aus anderen Spielen des Entwicklers bekannt, hat auch seinen Weg in Hot Wheels: Infinite Rush gefunden. Konkret dürfen wir Sticker entwerfen und unsere Autos komplett umlackieren. Das geht von generell neuen Grundfarben für die Metall- und Plastik-Teile des Fahrzeugs über das Aufbringen von Aufklebern bis hin zu Designänderungen für die Räder unseres Vehikels.

Der Editor funktioniert dabei gewohnt gut und beinhaltet zahlreiche Möglichkeiten, um seine Hot-Wheels-Sammlung wie gewünscht zu individualisieren. Der Kreativität sind dabei sehr wenige Grenzen gesetzt, haben aber, irgendwo typisch Milestone, einen entscheidenden Haken: Wir können Lackierungsmuster nicht auf die Gegenseite spiegeln. Während andere Editoren wie die in Gran Turismo 7 oder der Forza-Horizon-Reihe deutlich mehr Komfort aufweisen, müssen wir hier alle Aufkleber der linken Seite manuell noch einmal auf der rechten Seite anbringen. An der Stelle wäre eine Spiegel-Funktion eine echte Erleichterung gewesen.

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Dafür hat Hot Wheels: Infinite Rush etwas, dass viele Konkurrenten nicht haben: Einen waschechten Streckeneditor! Dank diesem lassen sich im Handumdrehen eigene Pisten entwerfen. Und da können wir uns wirklich nach Herzenslust austoben. Jedes einzelne Pistenmodul lässt sich individuell in Radius und Höhe anpassen. Auf Wunsch fügen wir gängige Hindernisse oder Hilfsmittel wie besagte Schlangen oder Power-Up-Felder hinzu und können sogar mehrere Loopings aneinanderreihen. Die Strecken erreichen eine sehr annehmbare Länge, sodass wir richtig ausladende Layouts mit mehreren Minuten Fahrtzeit pro Runde erstellen können. Der Streckeneditor ist somit ein absolutes Plus in Hot Wheels: Infinite Rush, obwohl er sich manchmal ein klein wenig fummelig anfühlt.

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Super Hot Wheels Kart

Neben all den Möglichkeiten, die in Hot Wheels: Infinite Rush stecken, darf ein Mehrspieler-Modus nicht fehlen. Dieser steht uns sowohl Online als auch Lokal zur Verfügung. Dabei bietet das Spiel sogar die Möglichkeit, zu viert im Splitscreen auf die Pisten zu gehen. Auswählbar sind dabei alle Autos und Strecken, die wir im Hauptspiel bereits freigeschaltet haben. Zudem gibt es neben dem simplen Rennen weitere Modi wie Driften oder den Ausscheiden-Modus, den wir aus der Kampagne kennen. Beim Ausscheiden werden nach Ablauf einer gewissen Zeit die beiden letzten Autos aus dem Rennen genommen, was gerade im Multiplayer für Adrenalinschübe sorgen kann.

Einziges Manko: Von uns selbst erstellte Strecken dürfen wir zwar alleine, nicht jedoch im lokalen Mehrspielermodus unter die Räder nehmen. In dem Bereich sollte Milestone noch ein klein wenig nachbessern, damit der Strecken-Editor lokal weitere Bedeutung gewinnt. Wie für das Hauptspiel gilt im Multiplayer, dass das Spielgeschehen stets rund und flüssig läuft. Selbst bei Passagen, auf denen wir vom Spiel überkopf geschleudert werden, sind wir stets uneingeschränkt mitten im Geschehen. Einen letzten Kritikpunkt hätten wir dann aber doch noch. Denn die Ladezeiten im Spiel kommen recht häufig vor und sind trotz SSD auch nicht allzu schnell erledigt. Das reißt uns wiederum immer wieder leicht aus dem Spielgeschehen und stört den eigentlich guten Flow des Spiels.

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Fazit

Hot Wheels: Infinite Rush stellt eine klare Verbesserung zu den beiden bereits ordentlichen Vorgängern dar. Das liegt in erster Linie an den vier Gebieten, die wir nun in bester Open-World-Manier durchfahren können. Diese sind angenehm abwechslungsreich gestaltet, haben schöne Streckenführungen und einige optische Schauwerte, die gut zur Lizenz passen. Das Fahrverhalten präsentiert sich eingängig und griffig. Alle Fahrzeugkategorien machen durch die Bank Spaß und beinhalten genügend Unterscheidungsmerkmale, damit sie sich nicht zu gleich anfühlen. Mit insgesamt über 150 sammelbaren Hot Wheels ist Langzeitmotivation gegeben, auch wenn sich manche Sammelaufgaben in den Open Worlds eher nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahme anfühlen und nur für Komplettisten wirklich interessant sind.

Als wirklichen Haupt-Kritikpunkt kann ich hauptsächlich die Sounduntermalung benennen. Die Motorengeräusche gehen dabei noch in Ordnung, die Musik hätte aber etwas weniger „wild“ ausfallen können. Die Stücke verbreiten eigentlich mehr Stress, als dass sie ins Ohr gehen, was aber natürlich Geschmackssache ist. Ansonsten gibt es ein paar Dinge, die auffällig sind, etwa die fehlende Komfortfunktion im Bereich der Wegfindung, eine fehlende Schnellreiseoption oder die doch recht häufigen Ladezeiten. In Summe ist Hot Wheels: Infinite Rush ein sehr gelungener Arcade-Racer mit Abwechslung, Langzeitmotivation und dank der starken Lizenz einiges an Wiedererkennungswert, speziell was die fantastisch gestalteten Fahrzeuge angeht. Wer auf der Suche nach einem spaßigen Arcade-Rennspiel ist, macht hier definitiv nicht viel falsch.

Pro:
  • Fantastisch gestaltete Hot-Wheels-Fahrzeuge
  • Eingängiges Fahrgefühl
  • Gewohnt guter Sticker- und Lackierungseditor
  • Über 150 lizensierte Autos
  • Vier offene Gebiete, die sich optisch stark voneinander unterscheiden
  • Guter Streckeneditor
  • Abseits der Kampagne zahlreiche Modi, sogar für bis zu vier Spieler im lokalen Koop
  • Online-Multiplayer
  • Grafisch gelungen und stets flüssige Performance
Contra:
  • Manche Sammelaufgaben sind lediglich Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
  • Soundtrack nicht jedermanns Sache
  • Kleinere, fehlende Komfort-Funktionen in den Editoren
  • Wegfindung manchmal herausfordernd
  • Fehlende Schnellreisefunktion
  • Etwas lange und häufige Ladezeiten
Gameplay:
4 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Grafik:
5 von 5 BuddiesBuddyBuddyBuddyBuddyBuddy
Sound:
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Atmosphäre:
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Umfang:
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Unsere Wertung: 8.5 / 10
Spiel getestet auf: PS5

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Alex Jung

Alex Jung

Seit dem ersten Gameboy begeisterter Konsolenzocker. Neben Rennspielen, Action-Adventures und JRPGs sind auch Indie-Perlen gerne im Laufwerk gesehen. Zu den zahlreichen Lieblingsspielen gehören GTA Vice City, Metal Gear Solid, Overboard!, Ys VIII, die Uncharted- und Forza-Horizon-Reihe sowie Gran Turismo 7.

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